Samstag, Dezember 30, 2006

Vor Silvester

Ein leckeres Frühstück mit frischen Brötchen, leckerem Schinken und wunderbarem Käse liegt hinter uns und jetzt können wir in den Tag starten. Es bleibt nicht mehr viel zu tun, als in aller Ruhe die Dinge zu tun, die man tun möchte. Ich habe Urlaub, es ist alles für Silvester vorbereitet.
Dieses Jahr haben wir uns entschlossen, ein Fondue zu machen. Es wird ein Fleisch Fondue geben, dazu ein frisches Zwiebelbaguette und einen knackigen Salat. Die Dip-Soßen dürfen auch nicht fehlen. Dazu gibt es einen schönen Wein, einen weiß gekelterten Schwarzriesling. Lecker! Der Champagner (ein Rosé) ist kalt gestellt und die Wunderkerzen liegen auch für morgen bereit. Ich bin mal sehr gespannt, wie das Feuerwerk von unserem Balkon aus aussehen wird. Wir haben ja fast den Rundumblick. Von Düsseldorf über Leverkusen, den Oberbergischen Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis (und Schloß Bensberg), den Rhein-Sieg-Kreis inklusive Köln-Bonner-Flughafen, das Siebengebirge. Es wird sicher schön.
Gestern haben wir alle notwendigen Einkäufe erledigt. Wäre es heute nicht so feucht und neblig, hätten wir unsere Bürotür fertig gemacht. Aber das kann auch noch bis nächstes Jahr warten.
Weihnachten war sehr schön. Den Heiligabend haben wir mit unserer Knoblauch-Ente in Köln gefeiert. Die Bescherung hat viele schöne Geschenke gebracht (oder war es das Christkind?). Am ersten Feiertag waren wir bei den Schwiegereltern. Das war sehr schön, ich liebe es, wenn Anekdoten aus dem Leben erzählt werden. Wir waren auch erst spät wieder zu Hause. Den zweiten Feiertag haben wir es ruhig angehen lassen und einen laaangen Spaziergang unternommen.
Im Januar habe ich noch zwei wichtige Termine, die Photofinder-Untersuchung meiner Muttermale und die Ultraschall-Untersuchungen der Lymphknoten im Hals und in der Achsel. Die wurden beim letzten Mal nicht gemacht. Ich denke aber, dass auch die ohne Befund sein werden. Die Narben verheilen gut und hoffentlich können wir bald wieder schwimmen gehen!
Auch von mir einen schönen Jahreswechsel und alles Gute für´s neue Jahr! :o)

Freitag, Dezember 29, 2006

Zwischen den Jahren


...also nicht mehr ganz 2006 aber auch noch nicht richtig 2007. Eine schöne Woche, weil alles etwas langsamer geht und die Menschen ein klein wenig entspannter sind (vielleicht bildet man sich das aber auch nur ein, wer weiß ?). Mir gefällts.

Wer allerdings glaubt, in dieser Woche passiere nichts mehr, irrt. Gerade heute kam noch dringend erwartete offizielle Post und zwei Überweisungen, mit denen ich erst im neuen Jahr gerechnet hatte. Das gibt einem dann doch das Vertrauen in den "Apparat" zurück ;o)

An Sylvester (nach einem Papst aus dem 4. Jahrhundert benannt) werden mein Schatz und ich unser neues Fondue Gerät ausprobieren. Das wird bestimmt lecker! Als Höhepunkt des Festtagsschmauses gibt's dann den lang erwarteten Champagner Taittinger. Ich bin wirklich wahnsinnig gespannt! Mein Schatz und ich gönnen uns zu jedem Jahreswechsel eine Flasche edlen Getränks. Die Flaschen der vergangenen Jahre stehen in unserer Vitrine, quasi wie Jahresringe.

Zwischen den Jahren. Natürlich waren wir auch noch schnell bei Karstadt und haben uns die - wie immer - wunderbar fantasievoll gestaltete Steifftierparade angesehen. Diesmal gab es Western- und Dschungelthemen zu bestaunen. Besonders beeindruckend: die knuffigen Stoffgorillas, quasi "King Kongs" zum Knutschen.

Ich denke, trotz aller Aufregungen und Prüfungen - ganz besonders für meinen Schatz - war 2006 ein gutes Jahr. Und ich freue mich auf das kommende Jahr, trotz der 19% und überhaupt trotz allem, denn die Alternative wäre viel trostloser.

In diesem Sinne...

Einen guten Rutsch Everybody!

Sonntag, Dezember 24, 2006

Heiligabend / 4. Advent


Und so plumpst er hinein, ins traute Wohnzimmer...

Draußen ist dicker Nebel, man könnte meinen, wir wohnen in den Wolken. Der GöGa schläft noch und ich habe meinen Kaffee schon getrunken. Heute ist Heiligabend und ich freue mich riesig, gleich das letzte Geschenk von unseren Adventsgeschenken aufzumachen.

Es ist schade, dass es keine schönes und wenig verkitschtes Bildchen vom Christkind gibt, denn ich bin nicht mit dem Weihnachtsmann aufgewachsen. Bei uns kam noch das Christkind und wenn es weg war, wurde zur Bescherung geläutet. Wir Kinder durften auch nicht durch das Schlüsselloch "spinxen", denn sonst ist das Christkind ganz schnell weggeflogen und hat die Geschenke mitgenommen. Ich denke, die meisten meiner Generation kennen das Weihnachtsfest mit dem Christkind.

In unserer Familie gab es keine Tradition, was das Essen angeht. Wir haben Weihnachten immer etwas besonders Leckeres gekocht. Mal einen schönen Braten, mal einen Karpfen. Ich erinnere mich nicht mehr so ganz daran. Ich habe mich immer sehr auf den Weihnachtsteller gefreut. Ein großer Weihnachtsmann aus Schokolade, Nüsse, Mandarinen, eine Orange, viele kleine besondere Süßigkeiten, ein Marzipanbrot und ein Baumstamm. Wir hatten immer echte Bäume, mindestens 2 Meter hoch, meistens eine Blautanne. Ich glaub Nordmanntannen gab´s in den 70er Jahren noch nicht. Es war immer ein Drama, den Baum gerade in den Baumständer zu hieven. Aber wir haben es doch immer hinbekommen. :o)

Die Spitze war kein kugelförmiges Gebilde, das nach oben hin spitz zulief, sondern entweder ein großer goldener Stern oder eine wunderschöne Christkindfigur, mit der ich als Kind nie spielen durfte. Dabei war die viel schöner als jede Barbie, die ich damals besessen habe (natürlich eine Petra-Barbie, die "Superstar-Barbies" gab es erst in den 80er Jahren).

Manchmal lag Schnee zur Weihnachtszeit, dann war es besonders schön. Wir haben in einem relativ kleinen Dorf gewohnt und ich weiß noch, dass die Männer von der Müllabfuhr von uns zu Weihnachten immer ein kleines Trinkgeld bekommen haben.

In meiner Familie kam auch nicht der Nikolaus (der kam in den Kindergarten oder in die Schule), sondern bei uns hat die Heilige Barbara am 06.12. die Schuhe mit Leckereien gefüllt. Ich muss mal in die Wikipedia schauen, wo dieser Brauch herkommt. Mein GöGa sagt nämlich, dass die Heilige Barbara eigentlich die Schutzpatronin der Bergleute ist. Er muss das wissen, er stammt ja auch einer "Bergbau-Familie".

Ich lese gerade, dass die Heilige Barbara auch die Schutzpatronin u.a. der Architekten, Feuerwerker und Gefangenen ist. Dort steht auch, dass der Festtag der Hl. Barbara der 4. Dezember ist. Leider steht dort nicht mehr. Ich weiß nur, dass meine Geschwister und ich am Vorabend die Schuhe geputzt haben, die am nächsten Morgen reich befüllt waren. Wer mehr über diesen Brauch weiß, möge sich bei mir melden!

Und jetzt gehe ich zum GöGa kuscheln, er ist nämlich aufgewacht.

Frohe Weihnachten!

Samstag, Dezember 23, 2006

Vor dem 4. Advent


Ich sitze hier mit einer Tasse "Privat-Kaffee" von Tschibo (ein Geschenk) und denke an den Tag, der heute vor mir liegt. Der GöGa schläft noch und das soll er auch. Im Gegensatz zu mir ist er kein Frühaufsteher. Im Übrigen schmeckt mir der geschenkte Kaffee nicht so lecker, wie unsere Marke der Wahl.
Gestern haben wir unsere letzten Einkäufe erledigt. Einen leckeren Champagner für Silvester, einen Cremant de Loire für Heiligabend, Weine zum Essen (weißgekelterte Schwarzrieslinge, wunderbar). Außerdem haben wir noch die letzten Lebensmittel eingekauft. Wir machen unsere heißgeliebte Knoblauch-Ente (Ente gefüllt mit vielen frischen Knoblauchzehen und zwei Bund glatter Petersilie), dazu gibt es einen schönen Salat mit angeschmelzten warmen Cocktail-Tomaten (Rezept siehe Tim Mälzer) und ein italienisches Brot, knusprig und warm aus dem Ofen. Vorher gibts ein Wurzelpetersiliensüppchen und der Nachtisch wird ein kleines Eis sein. Lecker!
Am ersten Feiertag sind wir bei den Schwiegereltern. Darauf freue ich mich schon. Es ist immer schön und lustig. Jede Menge Geschenke warten darauf geschenkt zu werden. Am zweiten Feiertag erholen wir uns vom Feiern. :o)
Am 27.12. muss ich nochmal ins Büro, aber ab dem 28.12. habe ich erstmal Urlaub. Darauf freue ich mich, wie eine Schneekönigin! Wir werden mit Martina und Micha ins Kino gehen (James Bond) und uns mit vielen schönen Dingen beschäftigen. Aber allem voran bin ich froh über die freien Tage und dass ich dann endlich unsere jetzt (fast) fertige Wohnung genießen kann.
Die Stoffbespannung im Büro sieht gigantisch aus, die Zierleisten ebenfalls. Es hat Spaß gemacht, den Spiegel im Flur selber zu machen (Einfluss: "Wohnen nach Wunsch"), aber jetzt sind wir froh, dass wir soweit fertig sind. Was wir noch nicht geschafft haben, ist die Tür zum Büro. Außen wird sie mit einer Türtapete beklebt und innen mit Metallfarbe gestrichen (so wird sie zu einer Riesenpinnwand). Das Ganze wird dann mit stoßfestem, mattem Klarlack lackiert und fertig.
In ferner Zukunft werden wir dann die Kopfwand in der Küche silberfarben streichen und alle Türen der Wohnung mit Türlack lackieren. Die Handwerker unserer Vermieterin haben die anscheinend mit normaler weißer Farbe gestrichen, da ist nix mit stoßfest.
Wir lieben diese Wohnung und wir lieben es, hier zu wohnen. Nie habe ich mich wohler gefühlt.
Eigentlich fehlt nur noch Schnee und alles wäre perfekt! :o)

Samstag, Dezember 16, 2006

Atempause

Endlich Wochenende, kann ich nach dieser turbulenten Arbeitswoche nur sagen. Ich war gestern sehr froh, dass ich um 12 Uhr Feierabend gemacht habe.
Irgendwie ist zum Ende des Jahres im Büro der Wurm drin. Ich denke, alle sind urlaubsreif, gestresst und empfindlich. Nein, es war nichts Schlimmes - im Nachhinein betrachtet, war es eher belustigend, wie albern sich ausgewachsene Männchen benehmen können (meinen GöGa nehme ich hier natürlich grundsätzlich aus). Naja, es ist überstanden.
Am 30.11. wurden mir wieder zwei Muttermale entfernt. Beide waren zwar verändert, aber nicht bösartig. Auch ein Grund aufzuatmen. Es ist schon erstaunlich, wie wenig krank man sich mit dieser beschissenen Krankheit fühlt. Es ist ebenfalls erstaunlich, wie wenig ernst man oftmals damit genommen wird. Leider gibt es wohl (in dieser Hinsicht) mehr dumme als kluge Menschen.
Gestern habe ich im Krebs-Forum (in dem ich häufiger unterwegs war, von dem ich mich aber immer mehr entferne) lesen müssen, dass ein 43-jähriger Mann an diesem Krebs verstorben ist. Seine Diagnose: Tumordicke 0,6 mm mit Clark Level III. Acht Jahre lang hatte er Ruhe und dann kamen die Metastasen und damit sein Tod. Zur Erinnerung, meine Tumore waren 0,32 mm (mit Clark Level II) und 0,7 mm (mit Clark Level III) dick. Also eine vergleichbare Diagnose. Die Prognose bei solchen dünnen Tumoren (unter 1 mm) ist sehr gut. Anscheinend war das dem Krebs egal. Da kann man schon Angst bekommen.
Am 12. Januar habe ich erstmal wieder einen Ultraschall-Termin, hier wird der Ultraschall der rechten Axila (Lymphknoten der rechten Achsel) nachgeholt. Vorher gehts zur Hautärztin, dann wird endlich die Photofinder-Untersuchung gemacht. Jedes einzelne Muttermal wird per Video aufgenommen. Bei meiner Vielzahl an Muttermalen wird das sicher sehr lange dauern... Bei jedem Hautscreening, das ich ja alle 3 Monate machen lassen muss, werden wieder alle Muttermale per Video aufgenommen und dann mit den alten Aufnahmen übereinandergelegt. So kann man sofort sehen, ob sich ein Muttermal verändert hat und zügig handeln. Selbstverständlich wird diese Leistung von den Kassen nicht bezahlt, weil ja "medizinisch nicht begründet". Ich wünsche wirklich jedem Politiker, Ausschussmitglied etc. die Pest an den Hals, die so etwas äußern.
Dann habe ich noch erfahren, dass eine Kollegin mit 25 Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Auch hier sind die Prognosen gut. Sie muss jetzt die erste Chemo durchlaufen. Ich wünsche ihr nur das Allerbeste.
Genug genug. Es ist Wochenende und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit. Heute wird die Wohnung komplett fertig gemacht, denn der GöGa muss die Schulbank nicht drücken. Das sind die schönen Dinge und vor allem freue ich mich gleich aufs Frühstück. :o)

Sonntag, Dezember 10, 2006

JUPP Der Baum


Jau, dat is also der "Jupp", geschmückt und mit Lichterkette behangen für die kommenden Festtage, so, wie et sich gehört.

Ein schöner, knuffiger Baum.

Jupp, Jupp, hurra!

Der 2. Advent

Einen schönen 2. Advent wünsche ich in die Runde. :o)
Heute haben wir Jupp, unseren Weihnachtsbaum, geschmückt. Jupp ist eher von kleinem Wuchs, aber sehr kompakt und schön gewachsen. Jupp hat ein leicht blau angehauchtes Gewand und wurde von uns mit Strohornamenten und einer wunderschön bunt leuchtenden Lichterkette geschmückt. Dazu haben wir uns ein oder zwei Gläschen Baileys gegönnt. Weihnachten ist herrlich!
Der GöGa ist gerade dabei, die Bilder zu designen, die wir alljährlich zu unseren Weihnachtskarten "packen". Außerdem macht er gerade wunderschöne Fotos von Felix und Tini, die dann in silberne Bilderrahmen eingerahmt werden. Das wird toll aussehen. Mittlerweile kann man ja seine Abzüge online bestellen und z.B. im Kaufland als "fertiges Foto" abholen. So kann man per Photoshop wunderbare Bilder zusammenstellen. Ich freue mich schon aufs Abholen und Verschicken.
Mittlerweile hängt das Wandregal und unsere Wohnzimmerwand ist fertig. Traumhaft schön. Die neuen Kratzbäume sind da und aufgestellt. Gestern haben wir einen Marathon im Bauhaus hinter uns gebracht. In den nächsten Tagen (evtl. noch vor Weihnachten, ansonsten halt eben danach) warten noch einige Dinge auf uns. Die Bürotür wird mit einer Türtapete beklebt. Die Rückseite der Tür mit Magnetfarbe bemalt. Anschließend wird das Ganze dann mit seidemmattem Klarlack stoßfest lackiert. Das wird klasse aussehen. Die Zierleisten stehen im Büro und warten darauf, oben an der Decke befestigt zu werden. Zu guter Letzt wartet der Spiegel, der im Flur aufgehängt werden soll, darauf, seine endgültige Form zu erhalten. Es gibt viel zu tun und es macht Spaß!
Das Büro wird mit einer ganz speziellen Wandbespannung verkleidet. Wenn das alles getan ist, wird das Büro durchorganisiert. Das heißt: Regale vernünftig einräumen, Bilder an die Wand hängen, Aktenordner einheitlich beschriften und lauter so schöne Sachen eben.
Ganz am Ende kommt der unangenehme Teil: Der Keller wird entrümpelt und aufgeräumt. Das kann noch etwas warten.
Der GöGa spioniert, ich höre auf. :o)

Sonntag, Dezember 03, 2006

Der 1. Advent


Einen wunderschönen 1. Advent wünsche ich mal in die Runde. :o)

Da der GöGa die "Schulbank" drückt, verbringe ich den ersten Advent mehr oder weniger allein. Das ist mir aber ganz recht, so kann ich nämlich die diversen Weihnachtsgeschenke schön verpacken und verstecken, welch eine Freude!

Nachdem ich eben noch das letzte Möbelstück (ein Wandregal) halbwegs zusammengebaut habe, gönne ich mir von jetzt an einen richtig faulen Advent. Ich werde noch ein paar Weihnachtskarten schreiben und mich ansonsten faul aufs Sofa lümmeln und lesen.

Gestern hab ich mir mal die OP-Naht meiner Wade angeschaut. Herrje, ganz schön groß das Teil. Auch hier ist es gut, wenn ich die Beinchen mal ein wenig hochlege. Gleich kommt auch der GöGa, er hat dann "große Pause".

Draußen ist wunderschöner Sonnenschein und die Aussicht ist traumhaft. Alles in allem also ein runder und sehr schöner Tag. Mir gehts richtig gut. Außerdem freue ich mich auf den baldigen Urlaub. Zwei Wochen Freizeit, herrlich!

Samstag, Dezember 02, 2006

Vor dem 1. Advent

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Alles ist ruhig und friedlich, manchmal auch ein wenig hektisch - je nach dem, wieviele Geschenke noch besorgt werden müssen.
Heute ist "Großreinemachtag". Es klingt vielleicht komisch, aber beim Hausputz kann ich mich so richtig schön entspannen. Nachdem die neuen und noch fehlenden Möbel jetzt alle beisammen und aufgebaut sind, kann ich das noch mehr genießen. Es ist einfach wunderschön. Jetzt macht das weihnachtliche Dekorieren so richtig viel Spaß. Der Adventskranz steht auf dem neuen Esstisch, natürlich selbstgemacht. Unsere Adventsteller, die wir uns jedes Jahr machen, stehen auch auf dem Tisch. Eine wahre Freude, die ganzen kleinen Päckchen anzusehen, die darauf warten, geöffnet zu werden.
Das einzige, das noch fehlt und was wir nicht geschafft haben, ist der Weihnachtsbaum. Normalerweise haben wir den schon zum 1. Advent. Dann wird er richtig schön geschmückt und man kann die Vorweihnachtszeit mit Baum so richtig auskosten.
Das muss jetzt bis zum 2. Advent warten, denn dieses Adventswochenende hat der GöGa so etwas wie eine "Einschulung". Auch das ist so eine spannende Sache.
Am 30.11. wurden mir wieder zwei Naevi entfernt. Alles verlief problemlos. Allerdings war das Naevi auf der rechten Wade sehr groß. Das ist ein ganz ordentlicher Schnitt geworden. Montag muss ich zum Verbandswechsel. Auch hier hoffe ich, dass die beiden Naevi nicht bösartig verändert sind.
Alles wird gut!

Mittwoch, November 01, 2006

Ist alles supergut

Gestern haben der Liebste und ich erstmal mit einem Gläschen Sekt angestoßen, weil mir beim Fäden ziehen verkündet wurde, dass die entfernten Naevi nicht bösartig waren. Das musste gefeiert werden! Jetzt werden weiterhin alle auffälligen Naevi entfernt, bis keine mehr übrig sind, Ende nächsten Monats sind die nächsten zwei dran. Ich schätze, es werden wohl noch ca. 10 bis 15 Muttermale entfernt werden und ich hoffe, dass auch die ohne Befund bleiben. :o)
Letzte Woche hat das Versorgungsamt einen GdB von 50 festgestellt, der entsprechende Ausweis wurde mir auch zugestellt. Das zieht eine Reihe von Vergünstigungen nach sich, u.a. bekomme ich einen Steuerfreibetrag, eine Woche mehr Urlaub und ich stehe natürlich auch unter besonderem arbeitsrechtlichem Schutz. Sehr gute Sache das und es ging auch noch verflucht schnell.
Jetzt erfreue ich mich an zwei freien Tagen, gestern habe ich mir noch ordentlich Lesestoff besorgt. Außerdem wird heute Abend der Rest der Flasche geleert, es gibt ja schließlich was zu Feiern! :o)

Sonntag, Oktober 22, 2006

Tai Chi und so

Heute Morgen haben der Liebste und ich - wie jeden Morgen- unseren Kaffee im Bett eingenommen. Dabei haben wir in einem Buch über Tai Chi geblättert. Wir wollen ab Januar einen Kurs in Tai Chi belegen und so - neben dem Schwimmen - etwas für unsere Fitness und den Geist tun.
Ich habe in letzter Zeit sehr viel über Krebs gelesen und wie man mit der Krankheit umgehen und den Körper im Kampf gegen die Krankheit unterstützen kann. Neben vernünftiger Ernährung wurde auch Tai Chi empfohlen. Tai Chi ist generell empfehlenswert, da man weder gut trainiert noch kerngesund sein muss. Dennoch hat man einen hohen Nutzen, wenn man Tai Chi betreibt. Es ist die Konzentration und die Langsamkeit mit der man die Übungen durchführt, die mich fasziniert. Außerdem hat mich die Philosphie um Tai Chi herum sehr interessiert. Daher habe ich dem Liebsten vorgeschlagen, doch ab Januar etwas für uns zu tun und Tai Chi zu machen. Warum erst ab Januar? Naja, im neuen Jahr habe ich (hoffentlich) sämtliche OPs hinter mir und alle Narben sind vollständig verheilt, so dass ich wieder voll in den Sport einsteigen kann. Meine Narbe vom letzten Nachschnitt Ende August ist immer noch nicht voll verheilt, so dass derzeit leider auch das Schwimmen gestrichen ist. Zwei auffällige Naevi wurden am Freitag entfernt und somit sind erstmal alle auffälligen Muttermale weg. Alle weiteren OPs dienen der Vorsorge. Jetzt muss ich nur noch das Ergebnis abwarten (hoffentlich negativer Befund) und dann kann´s ab Januar losgehen. Ich kann es kaum erwarten.
Außerdem kann ich es kaum erwarten, unser Muffland endlich zu komplettieren: Zierleisten, Wandbespannung im Büro, Vitrine, Esstisch, Stühle, Couchtisch, Spiegel für den Flur, Fotocollage von eigenen London-Bildern auf Leinwand usw. usw. Ich freue mich riesig darauf und auch auf das erste Weihnachtsfest hier. Es wird traumhaft!
Gleich wird erstmal gekocht: Petersilienwurzelsüppchen, Buttermakrele und eine Gemüse-Pilz-Pfanne. *yummie*

Samstag, Oktober 14, 2006

Kürbiscremesuppe

Als ich klein war, musste ich mal (als Nachtisch) eingelegten Kürbis probieren und fand ihn schrecklich. Es hat ganze 30 Jahre gedauert, bis ich mich diesem Gemüse wieder genähert habe. Auslöser war der GöGa, der bei einer Gelegenheit einmal Kürbiscremesuppe gegessen hat und begeistert war. Also haben wir uns aufgemacht und einen Kürbis geholt und Kürbiscremesuppe gemacht. Was soll ich sagen? Sie war herrlich! Allerdings mussten wir 3 Tage lang von der Suppe essen, da das Rezept wohl für 6 Personen ausgelegt war. Hier das modifizierte Rezept für ca. 2 - 4 Personen:

Kürbiscremesuppe á la Muffland

1 Kürbis (z.B. Hokkaido) ca. 1 kg
1 Liter Gemüsebrühe (Hühner- oder Rinderbrühe geht auch)
1 Gemüsezwiebel
1 Chillischote scharf (entweder frisch oder getrocknet, kein Pulver)
Currypaste oder -pulver
Paprika süß
Paprika scharf
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Creme Fraiche

Man nehme einen großen Suppentopf und erhitze etwas Olivenöl (es geht auch Rapsöl). Dann schwitzt man die kleingeschnittene Gemüsezwiebel im Öl an, bis sie glasig ist. Anschließend fügt man den kleingeschnittenen Kürbis (Hokkaido kann mit Schale gegart werden) hinzu und dünstet ihn im Öl mit den Zwiebeln leicht an. Nun löscht man das Gemüse mit 1 Liter Gemüsebrühe ab, würzt die Suppe mit Currypaste oder -pulver sowie dem süßen und den scharfen Paprika und lässt das Ganze auf mittlerer Flamme ca. 50 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist. Nach ca. 40 Minuten köcheln fügt man die frische oder getrocknete Chillischote hinzu und lässt diese mitköcheln, bis die Suppe fertig ist. Anschließend holt man die Schote wieder heraus. So erhält die Suppe eine angenehme Schärfe, die die Suppe nicht überlagert. Dann nimmt man einen Pürierstab und püriert die Suppe und schmeckt diese evtl. noch mit etwas Salz (gut ist Meersalz) sowie etwas geschrotetem schwarzen Pfeffer ab. Man gibt etwa einen Esslöffel Creme Fraiche in die Suppenschüssel bzw. auf den Suppenteller und füllt diesen mit der Kürbiscremesuppe auf. Möchte man für 6 - 8 Personen kochen, nimmt man einfach von allem die doppelte Menge.
Lecker!

Sonntag, Oktober 01, 2006

Der Altenberger Dom...

...ist streng genommen kein "richtiger" Dom, sondern war Teil einer um 1133 gegründeten Zisterzienser Abtei. Der Grundstein für den heutigen Altenberger Dom wurde um 1259 gelegt. Gemäß der ursprünglichen Ordensregeln der Zisterzienser wurde beim Bau des Domes auf "unnötigen" Prunk verzichtet; beispielsweise hat der Dom keinen Turm, sondern nur einen Dachreiter für eine kleine Glocke. Die Zisterzienser sind schon lange weitergezogen. Heute ist der Dom eine Simultankirche, d.h., er wird sowohl für Katholische, als auch Evangelische Gottesdienste genutzt. Der Dom gehört dem Land Nordrhein-Westfalen. Die ehemalige Klosteranlage beherbergt heute eine christliche Jugendbildungsstätte. Wer noch mehr über die Geschichte des Domes erfahren möchte, kann hier klicken:
Entdeckt haben wir den Altenberger Dom bei unserer Rückfahrt vom Pfannkuchenhaus; nur war es da schon zu dunkel, um eine vernünftige Besichtigung machen zu können. Bemerkenswert ist, dass der Dom mitten in der "Pampas" steht. Kennt man seine Geschichte (s.o.), wird allerdings schnell klar, warum das so ist.
Der gestrige Samstag (30.09.06) war mit Sicherheit einer der letzten wettermäßig schönen Herbsttage dieses Jahres, daher war es ein guter Zeitpunkt, einen Ausflug zum Dom zu machen (als "Kölner", selbst als Immi, hat man es ja mit dem "Dom").
Parken vor dem Märchenwald kostete 2,-- EUR, Parken vor dem Dom war ömesöns und - man höre und staune - nach zweimaligem Umrunden des Parkplatzes fand sich sogar ein Abstellplätzchen.
Dom und umgebene Anlage mit Brauhaus, Spielplatz, mehreren Restaurants und der Bildungsstätte sind wunderschön, sehr gepflegt und laden zum Verweilen ein. Gemäß einer alten Familientradition gönnten mein Schatz und ich uns dann auch einen leckeren Kaffee und hatten Zeit, über die kürzlichen, weniger lustigen Ereignisse zu sprechen.
Im Dom selbst fand eine Chorprobe statt, die die Besichtigung in eine ganz eigene, sakrale Atmosphäre hüllte. Mit derartiger "Soundtrack-Untermalung" wirkt ein solcher Ort gleich noch mal so ehrfurchtsgebietend. Ich bin immer wieder fasziniert von der baumeisterlichen Leistung unserer Vorfahren, die derartige Bauwerke ohne die Hilfe moderner Technik errichtet haben.
Ein schöner Ausflug an einem schönen Herbsttag im September 2006.

Dienstag, September 26, 2006

Pfannkuchen für Holzfäller...

...und die, die es werden wollen! Nachdem wir ja schon die Strecke zum Pfannkuchenhaus erkundet hatten, war es an meinem Geburtstag kein Problem, das mitten im Wald gelegene Gasthaus (wieder) zu finden.
Seit unserem letzten Besuch hatten wir ausgiebig die Karte studiert und uns für folgendes Menü entschieden:
Je eine kleine Suppe (Erdbeermund "Hausgemachte Zwiebelsuppe"; ich "Tomatensuppe")
Jeder den Jäger-Pfannkuchen (das sind jeweils zwei ganze Pfannkuchen gefüllt mit einer herzhaften Hackfleisch/Champignon Füllung)
Je ein Dessert (Erdbeermund "Vanille-Eiscreme mit heißer Schokolade", ich "Vanille-Eiscreme mit heißen Kirschen")
Dazu eine Flasche Schlehenwein für uns beide.
Das Essen war ein Gedicht!
Leider waren die Portionen so groß, dass weder der Erdbeermund noch ich selbst auch nur annähernd alles hätten aufessen können. Nach einem Pfannkuchen ist man bereits pappsatt; so blieb einiges liegen, selbst das Eis wurde nicht vollständig vertilgt.
Besonders gespannt waren wir beide auf den Schlehenwein. Wie wir dank www.wikipedia.org inzwischen wissen, sind Schlehen so etwas wie die "Vorfahren" der Pflaumen und werden seit Jahrhunderten zu allerlei leckerem Zeug veredelt.
Der Schlehenwein ist ein herb-fruchtiger Dessertwein mit 8,5% Umdrehungen. Da er runtergeht wie Öl, ist man leicht versucht, ihn zu schnell zu trinken (was wir dann beide auch gemacht haben; die entsprechenden "Nachwirkungen" am nächsten Tag werde ich hier nicht veröffentlichen *g*).
Bedienung und Atmosphere im Pfannkuchenhaus waren einfach toll. Man fühlt sich gleich wohl in diesem urigen, erkennbar alten Mühlenhaus von 13hundertundnochwas. Die Geschäftsführerin - Frau Greitemann - ließ es sich nicht nehmen, meine Frau und mich mit unserer DigiCam zu fotografieren (s.o.).
Die Rückfahrt war dann in der Dämmerung über Altenberg, Overrath; eine schöne, malerische Strecke, die wir in ca. 20 Minuten bewältigt hatten.
Alles in allem ein wunderschöner, entspannter und deftig-kulinarischer Geburtstag für den Muff!

Sonntag, September 24, 2006

Katzenfilm und Muff-Geburtstag

Heute hat der GöGa Geburtstag, aber dazu wird es in Kürze mehr geben... <3
Wir haben einen neuen Film auf das Erdbeerfeld geladen, einen ganz entzückenden Film unserer Parkettpanther "live in action". Schaut es euch an, zu finden unter
Miauuuu...

Sonntag, September 17, 2006

Urlaub von allem

Nachdem die letzten Wochen sehr schwierig waren - der Erdbeermund hat hier ja fleißig geblogt - war heute einfach mal wieder Zeit für ein wenig Urlaub von allem. Also hab ich mir mein Eheweib geschnappt und zusammen sind wir mit dem Ford Focus durchs Oberbergische gedüst. Wir lieben ja beide Spazierfahrten und so gab es auch links und rechts des Weges einiges zu sehen, u.a. eine Blindschleiche auf einem Wanderweg am Pfannkuchen Haus "Coenen Mühle" (steht dort seit 13hundertschießmichtot... sehr zu empfehlen!).
Als Kölner (selbst als Immi) hat man ja eine natürliche Affinität zu Ford. Mit dem Focus ist den Fordianern ein wirklich gutes Auto gelungen, mit dem man schnell, sicher und bequem über die Straße schweben kann. Ich freue mich immer, wenn ich beim Fahren sehen kann, wie sehr mein Schatz die Spritztour genießt und ein wenig auf andere Gedanken kommt. Und an jeder Roten Ampel gibt's ein paar leidenschaftliche Küsse.
An einer Tankstelle habe ich dann erfahren, dass Cola Zero zum einen 10 Cent teurer ist, als Cola Light und zum anderen weniger gut schmecken soll. Also blieb ich bei der vertrauten Marke, da kann man nix falsch machen. Dazu ein wenig Weingummi, Lakritz und Caramac (wem sich hier der Magen umdreht - es wurde alles nacheinander mit ausreichend Zeit dazwischen verputzt).
Weniger erfolgreich war unser Versuch, die Dhünntalsperre zu erreichen. Von der Möhnetalsperre ist man ja gewohnt, gut ausgezeichnete Parkplätze, Cafes, Kioske, Restaurants und entsprechende Wanderwege vorzufinden. Nicht so in diesem Fall. Außer einem entfernten Blick auf den Stausee konnten wir nichts von der Sperrmauer sehen und sind wieder abgedampft.
Die Fahrt durchs Oberbergische Land war wunderschön; hier kann man den Focus mal so richtig schnurren lassen und hat viel Spaß bei engen Serpentinen und der Berg- und Talfahrt durch nebelverhangene Wälder. Autobahn ist super langweilig dagegen.
Heimwärts gings daher auch komplett über Land (B 8 über Leverkusen).
Manchmal muss das eben sein, so ein Urlaub von allem.

Mittwoch, September 13, 2006

Termine und so...

Denkt am 29.09. und 05.10. an mich. Bei beiden Tagen werde ich froh sein, wenn sie vorüber sind.
Der GöGa ist unterwegs und ich vermisse ihn... ABER ich habe eine Überraschung für ihn in der Wohnung deponiert. Bin mal gespannt, wann er sie findet... :o) Eine Art "Vor-Geburtstags-Geschenk".

Montag, September 11, 2006

Ernährung

1. Welches Getränk trinkst du täglich?
Das sind mehrere, die ich täglich trinke: Kaffee, Wasser und Cola light.
2. Beschreib ein Menü, dass deiner Vorstellung von gesundem Essen entspricht.
Hmm, Salat, bunt gemischt mit Balsamico-Olivenöl-Dressing oder wahlweise schonend gegartes Gemüse, dazu ein politisch-korrektes Stück Fleisch, Geflügel oder Seefisch. Mehr brauchts eigentlich nicht.
3. Beschreib ein Menü, dass deiner Vorstellung von einem ungesunden Essen entspricht.
Jedes stark verarbeitete Lebensmittel ist ungesund, also sowas wie Tütensuppen, Fertiggerichte, Dosensuppen oder -gemüse, Tiefkühlpizza, Fast Food und Pommes (hach), Transfettsäuren in Margarine usw. usw. Es ist wesentlich einfacher, sich ungesund zu ernähren. Wer´s mag...
4. Lieber Schwarztee oder Kaffee?
Kaffee in allen möglichen Ausprägungen: Latte, Espresso, Milchkaffee - lecker. Am liebsten trinke ich den vom Göttergatten aufgebrühten und mit Liebe zubereiteten Kaffee. Ein Schmankerl!
5. Beschreibe dein Rezept gegen einen Kater.
Ich habe selten Kater. Wenn man schon viel trinken will, sollte man das gute Mineralwasser zwischendurch nicht vergessen. Als wirkungsvoll hat sich in früheren Zeiten immer eine aufgelöste Magnesium-Brausetablette erwiesen oder auch ein sog. Sportdrink wie "Gatorade". Gibts das überhaupt noch? Ansonsten: Alka-Selzer. Wirkt Wunder. :o)

Samstag, September 02, 2006

Gefühlswelten

Montag war ich zum Nachschnitt in der Uniklinik Münster. Wir waren zeitig da und die OP ging früher los als geplant. Im OP war diesmal etwas mehr los. Ein Pfleger war dabei, der Oberarzt (klar) und ein "Zuschauer" aus einem asiatischen Land, das ich nicht näher benennen kann.
Nachdem klar war, wo der Nachschnitt zu machen war, hat sich mein Oberarzt die entzündete Narbe angeschaut. Die Narbe zum ersten Nachschnitt bei diesem Oberarzt. Die gefiel ihm gar nicht und er beschloss, diese auch gleich noch einmal mit zu operieren und neu zu vernähen. Mir ist das Herz in die Hose gerutscht.
Sicher sind wohl OPs unter lokaler Betäubung für den Körper besser zu verkraften. Aber ich muss schon sagen, dass ich nach diesen OPs regelmäßig mit den Nerven am Ende bin. Es ist gräßlich. Diesmal hat die Betäubung sehr schlecht gewirkt, mein Oberarzt musste ständig nachspritzen. Es ist auch nicht sehr angenehm, wenn man merkt, dass ein relativ großes Stück aus dem eigenen Körper geschnitten wird. Kaum war der Nachschnitt also beendet und die Wunde gut vernäht, kam meine entzündete Narbe dran. Bei dieser OP konnte ich eine Idee davon bekommen, was die armen Leute in früheren Zeiten mitmachen mussten, als es noch keine Betäubung gab. Aufgrund der Entzündung und des Narbengewebes hat auch hier das Betäubungsmittel erst nicht gewirkt (auch hier wurde ständig nachgespritzt) und als der Oberarzt mit seinem Skalpell anfing zu schneiden, habe ich das noch gut gespürt. Aber er ist ja kein Unmensch, er hat natürlich aufgehört.
Ich hoffe wirklich inständig, dass meine nächsten Muttermale, die noch entfernt werden, allesamt unauffällig im Befund sind. Ich habe die Schnauze voll von ambulanten OPs und Nachschnitten.
Nach ein paar Tagen kann ich sagen, die Narben verheilen gut. Sie sind überhaupt nicht so hart, wie bei der ersten OP und nach 2 Tagen mit Schmerzen, sind auch diese weitgehend weg. Ich hoffe auch hier, dass die Narben jetzt vollständig gut verheilen und da nix mehr nachkommt.
Während ich mit all diesen Dingen beschäftigt war, ist meine Mutter gestorben. Natürlich war klar, dass sie mit ihrer Diagnose keine hundert Jahre alt werden würde, aber diese Nachricht war ein Schock, zumal ich sie - aufgrund meiner eigenen Krankengeschichte und dem ganzen Drumherum - längere Zeit nicht mehr gesehen habe. Es ist nur im Film so, dass man noch die Gelegenheit bekommt, sich "vernünftig" zu verabschieden und den Menschen nicht allein zu lassen. Ich hoffe, dass sie nicht gelitten hat und ich hoffe, dass ihr Tod friedlich war. Mehr kann und will ich hier nicht dazu schreiben.

Freitag, August 25, 2006