Montag, April 28, 2008

Wissen ist Macht

Trotz fortgeschrittenem Alter habe ich mich Ende 2006 dazu entschlossen, nochmal die Schulbank zu drücken. Im Kölner Filmhaus habe ich mich zum Vorbereitungslehrgang zur IHK-Prüfung zum "Produktionsleiter Film & TV" angemeldet. Von Dezember 2006 bis November 2007 hieß es dann jedes 2. Wochende Seminar zu den verschiedensten Wissens- und Aufgabenbereichen, die ein Produktionsleiter beherrschen muss. Angefangen von der Kalkulation und Drehplanerstellung mit SESAM, über Menschenführung, Konfliktmanagement, arbeits- und urheberrechtliche Inhalte bis hin zu den dramaturgischen Grundlagen des Geschichtenerzählens. Die Dozenten waren Entscheidungsträger von RTL, vom WDR, von SONY PICTURES FFP und andere namhafte Film- und TV-Unternehmen. Zwischen den Seminarwochenenden wurden Lernwochenenden mit den anderen Kursteilnehmern eingebaut, um das Wissen zu vertiefen und zu festigen. Eine stressige, aber auch irgendwie schöne Zeit. Jedenfalls gehöre ich nach bestandener Prüfung zu den wenigen Produktionsleitern in Deutschland mit IHK-Abschluss. Warum ich das auf mich genommen habe? Durch den Lehrgang haben sich ein paar Wissenslücken, die trotz jahrelanger Berufserfahrung einfach da waren, geschlossen. Bei zukünftigen Projekten wird es einfacher sein, mit den Entscheidungsträgern auf Augenhöhe zu verhandeln. Wissen ist Macht.

Mittwoch, April 23, 2008

Relaunch vom Erdbeerfeld!

Nach mehreren Tagen harter Arbeit ist es endlich geschafft: Das Relaunch vom Erdbeerfeld ist da! Ab sofort kann das neue Erdbeerfeld über folgende Domain aufgerufen werden: http://www.das-erdbeerfeld.de/.

Eigentlich wollten wir nur meine Homepage updaten. Nachdem das aber alles nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben, und ich auch das Gefühl hatte, aus meiner alten Seite "herausgewachsen" zu sein, haben wir beschlossen, ein völlig neues Erdbeerfeld aus der Taufe zu heben.

Die Seite ist insgesamt schlanker und klarer strukturiert. Es gibt kein Gästebuch mehr und der Weblog wurde dem Design der Seite angepasst. Die Links zu externen Seiten öffnen sich in einem neuen Fenster (Erdbeerblog, Fotos, Archiv).

In der Rubrik Fotos kann man sich jede Menge neuer Fotos von unseren Ausflügen und Katzen etc. ansehen. Die Seite wird in einem neuen Fenster geöffnet. Der Anbieter dieses kleinen Features bietet das Programm nur in Englisch an, allein die Kommentare kann man selber verfassen und anpassen. Hier also eine kleine Übersetzung für all diejenigen unter euch, die kein Englisch beherrschen:

Go back one level up = eine Ebene höher gehen
Image Galerie = Bildergalerie
Sub Directories = Unterverzeichnis
Prev Image = vorheriges Bild
Next Image = nächstes Bild
Click for full size image = klicken, dann wird das Bild in Originalgröße angezeigt

In der Rubrik "Videos" kann man sich alle bisher veröffentlichten Videos aus dem alten Erdbeerfeld und zwei neue Videos von unserem Neuzugang Lena ansehen. Je nach Internetverbindung kann die Ladezeit etwas länger dauern.

Die Rubrik "Archiv" führt zum alten Erdbeerfeld. Hier kann man immer noch nach Lust und Laune herumstöbern, nichts ist verloren gegangen.

Besucher der Seite sind herzlich eingeladen in meinem Blog zu kommentieren und Feedback sowie konstruktive Kritik sind jederzeit herzlich willkommen. Die Email-Adresse findet sich im Impressum.

Ich wünsche euch nun viel Spaß mit und im neuen Erdbeerfeld!

Freitag, April 11, 2008

Die Buran war da

Per Zufall entdeckte ich in meiner bevorzugten Online-Zeitung einen Artikel über die Buran und dass sie per Schiff zum Technikmuseum nach Speyer geschippert wird. Schnell war klar, dass sie dafür an unserem Haus vorbei musste und wir hatten uns vorgenommen, uns dieses Schauspiel - wenn es irgendwie machbar ist - nicht entgehen zu lassen. Erst hieß es, sie würde am 07.04.08 in Köln-Deutz anlegen. Dann war klar, sie würde am nächsten Tag erst Köln erreichen. Ich bin also früher vom Büro nach Hause und Frank´s Termin war glücklicherweise auch rechtzeitig vorbei, so dass wir uns hier mit unserer Kamera auf die Lauer legen konnten. Sie war um ca. 14 Uhr auch kurz vor Leverkusen. Aber es hat noch bis ca. 17.30 Uhr gedauert, bis sie die Mülheimer Brücke erreichte und somit für uns in Sichtweite war.

Viele Leute haben sich entlang des Rheins und auf den Brücken versammelt, um sich den "Schneesturm" (so heißt "Buran" übersetzt) anzusehen. So etwas sieht man ja nun nicht alle Tage. Frank und mir war schnell klar, dass eines unserer nächsten Ausflugsziele Speyer und das dortige Technikmuseum sein wird.

Ein Mensch mit dem ich...

...den Rest meines Lebens verbringen möchte:

Natürlich mein Mann. <3

Mittwoch, April 09, 2008

Zwei Menschen, die mein Leben beeinflusst haben

1. Meine Eltern: Durch meine Geburt
2. Ich selber habe mein Leben beeinflusst...

...und natürlich mein Mann.

Dienstag, April 08, 2008

Drei meiner momentanen Lieblingslieder

1. Der Buffy-Musical-Soundtrack
2. Little Wonders
3. Incomplete

...und Musik von R.E.M., Depeche Mode, Nirvana, Robbie Williams, Justin Timberlake, Pink Floyd, Pearl Jam, Korn, David Bowie, Travis, 80er-Jahre-Knaller uvm.!

Sonntag, April 06, 2008

Fünf Lebensmittel, ohne die ich nicht leben könnte

Es ginge sicherlich auch ohne, würde mir aber schwer fallen:

1. Schokolade
2. Kaffee
3. Wasser
4. Gemüse
5. Pasta

Samstag, April 05, 2008

Sechs Dinge, die ich täglich tue

1. Meinen Mann küssen (mehrfach)
2. Die Katzen füttern und beschmusen
3. Den Morgenkaffee im Bett trinken
4. Lachen
5. Lesen
6. Im Netz surfen

Freitag, April 04, 2008

Sieben Objekte, die ich täglich anfasse

Es sind sicher mehr als sieben, aber bitte...

1. Zahnbürste, Zahnpasta, Waschlappen
2. Futternapf der Katzen
3. Kaffeetasse
4. Bücher
5. Keyboard, Maus und diverse andere PC-Einzelteile
6. Haustür
7. Autotür

Mittwoch, April 02, 2008

Acht Serien bzw. Filme, die ich immer wieder gerne sehe

1. Robin Hood (die Serie aus den 80er Jahren)
2. Herr der Ringe (alle Teile)
3. Star Wars (alle Teile)
4. Buffy
5. Angel
6. Rocky
7. Stirb langsam... Bruce Willis ist göttlich
8. Miami Vice

Das ist unfair, mir fallen noch tausend andere gute Filme und Serien ein...

Dienstag, April 01, 2008

Neun Dinge, die ich täglich trage

1. Ehering
2. Brille
3. Saubere Unterwäsche
4. Saubere Socken
5. Etliche andere saubere Kleidung
6. Wimperntusche
7. Deo
8. Ein Lächeln im Gesicht
9. Die Sonne in meinem Herzen

Montag, März 31, 2008

"Ja so war'ns, ja so war'ns...

ja so war'ns die olten Rittersleut":o) Noch immer ist das Mittelalter eine sowohl hoch interessante, als auch völlig missverstandene Zeit. Nicht zuletzt Hollywoods "Ritterfilme" und unsere eigene "Mittelalterromantik" verklären oft das Bild, das wir uns von unseren Vorfahren machen. Hinzu kommt, dass viele Zeugnisse aus der Zeit vor 1500, insbesondere die Wohnstädten, nur noch als Ruinen oder morsche Holzplanken vorhanden sind.
Nicht so die Burg Eltz. Als eine der wenigen mittelalterlichen Burgen wurde sie niemals durch Kriege oder Belagerungen zerstört und befindet sich seit über 30(!) Generationen im Besitz der gleichen Familie, die u.a. mit den Einnahmen der Burgführungen für den Erhalt der Burg sorgt. Das Besondere an der Burg Eltz ist, dass sie nicht, wie man vielleicht meinen könnte, hoch oben auf einem Berg, sondern geradezu versteckt auf einer von einem Bach umflossenen Anhöhe inmitten eines Tales steht. Hier diente sie zur Zeit ihrer Errichtung zum Schutz einer wichtigen Handelsstraße. Um zur Burg zu gelangen, haben die Besitzer einen vorbildlichen Shuttleservice mit einem Kleinbus eingerichtet. Zumindest für den steilen Rückweg sollte man den nutzen.
Die Burg, die im hinteren Teil von den Burgherren bewohnt wird, kann in kleinen Gruppen besichtigt werden. Während der Führung werden Geschichten rund um die Burg erzählt; Fragen können jederzeit gestellt werden. Interessant sind die für damalige Verhältnisse hochmodernen Toiletten mit Wasserspülung (die funktionierten aber nur bei Regen), die handbemalten Decken und Wände des Schlafzimmers und der große Rittersaal, in dem unter dem Schutz der Narrengesichter Redefreiheit galt. Beim Verlassen des Raumes wurde man durch das Rosensymbol über der Tür daran erinnert, dass man außerhalb des Rittersaales über alles, was darin gesagt wurde, zu Schweigen hatte. In der Burg war es bedingt durch die dicken Wände sehr kalt. Die Bewohner machten sich dies im Mittelalter zunutze, indem sie einen Kühlschrank in die Wand bauten, um leicht verderbliche Nahrung länger frischhalten zu können. Und das garantiert FCKW frei und Energieklasse A++++++++++++++++++++! ;o)
Außer der eigentlichen Burg kann man noch die Burgkapelle und die Schatzkammer besichtigen. Gerade Letzteres lohnt sich, man wird manches Kurioses und Prunkvolles entdecken.

Zehn Dinge, auf die ich mich freue

1. Jeden Morgen neben meinem Mann aufzuwachen
2. Jeden Morgen neben einer unserer Katzen aufzuwachen
3. Den Morgenkaffee im Bett
4. Strahlender Sonnenschein
5. Eigene geplante Projekte zu verwirklichen
6. Zukünftige Reisen
7. Irgendwann am Meer zu leben und der Stadt den Rücken zu kehren
8. Unbegrenzte Freiheit zu erleben
9. Absolute Unabhängigkeit
10. Die Zukunft unbeschwert mit meinem Mann zu verbringen

Sonntag, März 30, 2008

Elf Dinge, ohne die ich nicht leben könnte

Das ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber ungern verzichten würde ich auf folgende Dinge:

1. Mein Mann (ganz sicher)
2. Meine Katzen (ganz sicher)
3. Schokolade
4. Wasser
5. Musik
6. Leckeres Essen
7. Kaffee
8. Bücher
9. Persönliche Freiheit
10. Unabhängigkeit
11. Meinungsfreiheit

Samstag, März 29, 2008

Zwölf Dinge, die mich ärgern (können)

Unabhängig von der Reihenfolge:

1. Ignoranz/Gedankenlosigkeit
2. Gleichgültigkeit
3. Dummheit oder schlimmer: Leute, die sich dumm stellen
4. Engstirnigkeit
5. Wenn man mich nicht ausreden lässt
6. Wenn die Katzen ihre Medis nicht nehmen wollen
7. Dicke Bohnen, wahlweise noch gekochte Möhren
8. Kinder
9. Schwüle Hitze in der Stadt
10. Schwüle Hitze in der Nacht
11. Heimwerkerarbeiten, die nicht klappen
12. Schleicher auf der Autobahn

Die Anregung hierzu kam von diesem Blog. Es folgt noch mehr in den kommenden Tagen. :o)

Freitag, März 21, 2008

Frohe Ostern!


Erdbeermund und Spinxer wünschen Euch allen da draußen frohe Ostern! Nutzt die Tage für ein paar erholsame Spaziergänge, ein paar Gläser guten Wein, viiiiiiiel Kuscheln (es soll schlechtes Wetter geben) und was sonst noch alles Spaß macht. Und wer seine Verwandten besuchen muss... Augen zu und durch (*g*)
PS: Letzteres gilt natürlich nicht für uns ;o)

Mittwoch, März 12, 2008

Hochzeitstag und Unsichtbar

Gestern war unser 4. Hochzeitstag und zugleich unser 6. Jahrestag. Dieses Ereignis feiern wir immer auf die eine oder andere besondere Art. Dieses Mal sollte es ein Restaurant-Besuch sein, natürlich etwas Ungewöhnliches. Wir haben uns für die Unsicht-Bar entschieden, weil wir da schon immer mal hin wollten.
Die Unsicht-Bar ist ein Dunkel-Restaurant und ein echtes Erlebnis. Es ist komplett dunkel und man sieht die Hand vor Augen nicht. Man nimmt Gerüche und Geräusche wahr, kann seine Umgebung ertasten und später versuchen zu erschmecken, welche Speisen sich auf dem Teller befinden. Eine wunderbare Sache!
Man wählt zwischen folgendem Menü-Variationen: Vegetarisch, Käse, Fisch, Geflügel, Lamm. Außerdem steht noch das Überraschungs-Menü zur Auswahl. Ganz nach Wunsch wird entweder ein 3-Gang-Menü (ohne Dessert) oder ein 4-Gang-Menü serviert. Bevor man das Restaurant in einer Art Polonäse mit dem blinden oder sehbehinderten Kellner betritt, kann man sich noch das erste Getränk und die Weine auswählen. Wir haben uns für das Wein-Menü entschieden: Zu jedem Gang das passende Glas Wein. Dazu noch ein großes Glas Wasser.
Der Kellner Arthur hat uns dann zu unserem Tisch geführt und war immer in Rufweite für den Fall, dass man mal auf die Toilette musste. Alleine sollte man sich in dem stockdunklen Lokal nicht bewegen. Es ist faszinierend, wie sicher sich die Bedienungen im Restaurant bewegen. Da die Küche im Erdgeschoss ist und das Restaurant selber in der 1. Etage, werden die Speisen mit einem Lastenaufzug in den 1. Stock transportiert. Die Geräuschkulisse ist unnachahmlich. Im ganzen Restaurant herrschte eine fröhliche, ausgelassene Stimmung. Nach einiger Zeit in "Habacht-Stellung" konnte man sich entspannen. Niemand konnte einen ja sehen. Frank hat die Geflügel-Variation bestellt, ich wollte die Käse-Variation haben. Nachdem die Getränke serviert wurden, konnte es losgehen. Dabei durfte es nicht fehlen, dass Frank eine kleine Ungeschicklichkeit mit seiner Wasserflasche passiert ist. Aber die Reflexe von unserem Kellner Arthur waren enorm, er hat die Wasserflasche aufgefangen, ohne dass es eine Riesenüberschwemmung gab. Herrlich!
Der erste Gang war eine Suppe. Es ist wirklich sehr schwierig, die Nuancen zuzuordnen. Dabei war ich fest davon überzeugt, dass ich alles herausschmecken würde. Nein, das war nicht der Fall. Ich habe bei meiner Suppe darauf getippt, dass sie mit Emmentaler zubereitet wurde. Es war aber eine Parmesansuppe. Frank konnte in seiner (von ihm vermuteten) Hühnersuppe das Gemüse auch nicht richtig zuordnen. Das fanden wir schon erstaunlich.
Der Zwischengang beinhaltete bei mir u.a. einen kleinen Salat, verschiedene Käsesorten (nur welche?), Aprikosenhälften, die mit leicht scharfem Senf bestrichen waren. Die Aprikosen habe ich nicht erkannt.
Alles in allem ist die Unsicht-Bar wirklich ein Erlebnis in ungezwungener und fröhlicher Atmosphäre. Das Essen ist unglaublich lecker und die Weine sehr gut. Viel Zeit sollte man mitbringen, wir haben gute 4 Stunden in diesem Restaurant verbracht. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort. Ich freue mich schon darauf, die anderen Menü-Variationen auszuprobieren.
Mein Schatz hat sich tolle Überraschungen für mich ausgedacht, unter anderem einen schwarzen glatten Stein, in den zwei Herzen eingraviert sind. Wunderschön.
An die Liebe meines Lebens: Ich danke dir für die schönsten, turbulentesten und nie langweilig seienden 6 Jahre meines Lebens! <3

Samstag, März 08, 2008

Bremerhaven im Urlaub

Da wir bei unserem letzten Aufenthalt in Butjadingen keine Zeit hatten, Bremerhaven zu besuchen, haben wir dies jetzt nachgeholt.

Bremerhaven kann man von Nordenham aus mit der Weserfähre erreichen. Man kann sich aussuchen, ob man mit dem Auto übersetzt oder als Fußgänger. Da aber Bremerhaven-Mitte direkt am Hafen liegt und alle Sehenswürdigkeiten, die wir uns anschauen wollten, dort zu finden waren, sind wir als Fußgänger übergesetzt. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Sinn macht ein Übersetzen mit Auto nur dann, wenn man auch weiter entlegene Besichtigungspunkte auf dem Plan hat.

Auf der Fahrt von Nordenham nach Bremerhaven sieht man von der Fähre aus die Skyline von Bremerhaven. Bei sonnigem Wetter hat das schon was von Miami Vice. Ins Auge stechen natürlich die drei großen weißen Wohnhochhäuser des Columbus-Center (eine riesige Einkaufs-Mall). Außerdem sieht man den beeindruckenden Bau des neuen Hotels Atlantic Sail City. Es sieht aus wie ein überdimensionales Segel, eine kleine Schwester des berühmten Hotels in Dubai. Direkt daneben entsteht das Klimahaus Bremerhaven. Das Klimahaus wird im Sommer 2008 fertiggestellt und wir einmal sehr futuristisch aussehen. Im Klimahaus gibt es die Darstellung des Wetters. In einer Reise rund um unseren Planeten erlebt man als Besucher die Wetterphänomene der Erde hautnah: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Zum Beispiel werden Luft und Leben in einem stählernen Wetterturm erlebbar gemacht. Frank und ich wissen eins ganz genau: Das Klimahaus gehört auf jeden Fall auf unsere Agenda.

Ist man dann in Bremerhaven angekommen, hat man nur einen kurzen Fußweg zum Neuen Hafen mit seinen Sehenswürdigkeiten:

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum:

Dieses Museum haben wir 2004 schon besucht und waren fasziniert. Man benötigt wirklich einen ganzen Tag, um wirklich alle Exponate und die ganze Ausstellung zu erfassen. Hier kann man u.a. das älteste Boot der Welt und die einzig noch erhaltene Hansekogge bestaunen. Rund 500 Schiffsmodelle kann man in diesem Museum besichtigen: Prunkvolle Segler zur Eroberung der Kolonien, Walfänger, Zwei- und Dreimaster auf denen sich die Auswanderer auf den Weg in die neue Heimat gemacht haben. Ein sehr eindrucksvolles Museum und ein absolutes Muss bei einem Besuch in Bremerhaven.

Freilichtmuseum mit Museumshafen:

Das ist ein historischer Hafen mit Museumsschiffen. Hier liegen z.B. das U-Boot Wilhelm Bauer sowie der Binnenschlepper Helmut und der Hafenschlepper Stier. Außerdem liegt dort u.a. noch die Windjammer Seute Deern, die heute als Restaurant genutzt wird. Die meisten Schiffe kann man sich ansehen. Leider war eine Besichtigung des U-Bootes nicht möglich, die Öffnungszeiten sind von März bis November.

Deutsches Auswandererhaus:

Ein großartiges Museum, dass die Geschichte der Auswanderer in die USA erzählt. An der Kasse erhält man eine ec-kartengroße Karte, auf der die Daten eines Auswanderers/einer Auswanderin enthalten sind, die einen während des Besuchs begleiten. Hier ist man also der Pate eines Auswanderers und kann an den Hörstationen die Geschichte seines Paten verfolgen. Ein tolles Konzept!

Den Rundgang beginnt man in der Wartehalle. Sie ist einer Wartehalle der 3. Klasse der Norddeutschen Lloyd nachempfunden. Nach einer kurzen Einleitung geht man über Holztreppen hoch zur Kaje, die Kaianlage des damaligen Bremerhaven. Betritt man diesen Ausstellungsraum, so weht einem eine frische Meeresbrise entgegen. Großartig. Dort ist eine Kaianlage nachgebaut mit Wasser und die schwankende Bordwand des Schnelldampfers Lahn. Von dort geht man zur "Galerie der 7 Millionen". Hier kann man in den Auswandererbiographien stöbern und entdeckt dabei, dass die Beweggründe, sein Land zu verlassen, damals wie heute sehr ähnlich sind. Hier wird der Zeitraum von 1830 (Eröffnung Alter Hafen, Bremerhaven) bis 1974 (Ablegen des letzten Auswandererschiffes von Bremerhaven) abgedeckt.

Im Anschluss daran steigt man auf das Schiff und erlebt die Zustände an Bord anhand von Rekonstruktionen: Vom Zwischendeck eines Segelschiffs und die 3. Klasse Unterkünfte eines Dampfschiffs und einem Liner. Nachgebildet wurden Schlaf- und Sanitärräume sowie ein Speisesaal. Nachdem man sich dies angeschaut hat, kommt man auf Ellis Island an. Hier wurde entschieden, wer einwandern durfte und wer zurückkehren musste. Da die Zahl der Einwanderer sehr groß war, wurde anhand eines Fragebogens, der in kürzester Zeit ausgefüllt bzw. beantwortet werden musste, festgestellt, wer als Einwanderer geeignet war. Einen solchen Schnelltest kann man an zwei Pulten im Ausstellungsraum Ellis Island selber machen. Aber auch bei der Ankunft wurden die potentiellen Einwanderer von Inspektoren beobachtet und klassifiziert. Hier wurden u.a. Fragen gestellt wie: Leiden Sie an einer psychiatrischen Krankheit? Haben Sie Verwandte in den USA? Wieviel Geld bringen Sie mit ins Land? Aber auch nach Augen- und Haarfarbe wurde gefragt, ebenso nach anarchistischen Aktivitäten.

Im Raum der Nachfahren kann man den Verlauf der Biografien der Auswanderer bis zu ihren heutigen Nachfahren verfolgen. In Telefonbüchern der USA kann man recherchieren, ob Verwandte zu finden sind und auf einer großen Karte kann man europäische Städtenamen aufspüren, die von den Einwanderen vergeben wurden. Köln findet sich immerhin 4 Mal auf dieser Karte.

Im Museumskino kann man sich dann eine Dokumentation über die Auswanderer nach Amerika ansehen. Leider war dies bei uns aufgrund der Sonderausstellung zu Auswanderern nach Buenos Aires nicht möglich.

Auch dieses Museum ist ein absolutes Muss! Im Anschluss an den Museumsbesuch kann man sich im schönen Speisesaal stärken oder Andenken im Museumsshop kaufen.

Und da alles so schön nah beieinander liegt, haben wir als krönenen Abschluss den Zoo am Meer besucht.

Zoo am Meer:

Das ist ein wunderschöner, kleiner aber feiner Zoo. Hier kann man u.a. Eisbären, Polarfüchse, Basstölpel, Pinguine, Keas, Pumas, Seebären, Seehunde und Seelöwen beobachten. Die Gehege sind geräumig mit viel Wasser für die Eisbären sowie die Seebären, Seehunde und Seelöwen. Es sind Grotten angelegt, wo man die Unterwasseransicht in die Becken der Eisbären, Seebären, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und Basstölpel bestaunen kann. Leider waren bei unserem Besuch die Eisbären nicht im Wasser. Aber das Schauspiel hätte ich mir gerne angesehen. Dafür konnten wir die Pinguine und Basstölpel beobachten. Wunderbar anzusehen, wie leicht und elegant die Pinguine unter Wasser dahinschweben und unglaublich lustig zu sehen, wenn die Basstölpel mit ihrem Kopf unter Wasser gehen, um nach vermeintlicher Beute zu suchen.

Ganz toll ist auch das Puma-Gehege mit seinen großen Glasscheiben. Hier kann man die eleganten Tiere beim Dösen oder Flanieren beobachten und außerdem aus nächster Nähe betrachten, wenn sie sich direkt vor die Glasscheibe legen. Wunderschöne Tiere mit sehr großen Pfoten.

Die Gehege sind als Grotten angelegt, daher gibt es keine Zäune etc. Herzstück des Zoos ist ein wunderschöner Kinderspielplatz, ausgelegt mit blauen Sägespänen, mit Hängebrücken und einem großen Holz-Spielschiff. Man kann hochsteigen auf Aussichtsplattformen und die Aussicht rund um den Zoo genießen, der ja direkt am Hafen und Meer liegt.

Im Zoo-Shop kann man sich mit allerlei Stofftieren, Postkarten und seltenen Pflanzensamen versorgen und im Café am Meer kann man die Aussicht auf den Zoo noch einmal genießen.

Auch hier kann ich nur sagen: Absolutes Muss!

Wenn man sich die Liste der Sehenswürdigkeiten auf der Seite der Stadt Bremerhaven ansieht, so wird einem schnell klar, dass man noch längst nicht alles gesehen hat und auf jeden Fall wiederkommen muss.

Für mich hat Bremerhaven ein ganz eigenes Flair. Ich habe zwar nur Bremerhaven-Mitte (also den Hafenbereich) gesehen, aber es scheint mir ein recht schönes Fleckchen Erde zu sein. Es ist ganz klar, dass wir sicher noch öfter nach Bremerhaven kommen werden.

Im neuen Hafen haben wir ein paar schicke Bauten mit tollen Lofts entdeckt und bei der Rückkehr interessehalber mal nach schönen Immobilien in Bremerhaven gesucht. Es ist erstaunlich, wie niedrig hier die Preise sind. Für eine sehr sehr schicke 6 Zimmer-Wohnung (rund 140 qm) bezahlt man hier inkl. Heizkosten etc. schlappe 690 Euro. Ein Weserloft mit 245 qm Größe und einer 127 qm großen Dachterrasse kostet gerade mal 850.000 Euro. Das ist sehr viel Geld, aber gemessen an den Immobilienpreisen hier in Köln z.B. wirklich "Kleinkram".

Bremerhaven haben wir übrigens gleich zweimal besucht, obwohl das eigentlich gar nicht geplant war. An unserem ersten Tag, wir hatten das Auswandererhaus schon besichtigt und sehr schöne Fotos geschossen, ging die Speicherkarte der Digitalkamera bei unserem Besuch im Zoo am Meer kaputt. Das letzte Foto, das Frank noch machen konnte, war von den Lemmingen. Danach ging gar nichts mehr. Rund 500 Fotos von einer Urlaubswoche waren futsch. Ausgerechnet von der Urlaubswoche, wo das schönste Sonnenwetter war. Wir haben wunderbare Fotos von unseren Ausflügen gemacht, der Radtour nach Fedderwardersiel usw. Wir waren wirklich bedient. Ich (und Frank) haben noch nie gehört, dass eine solche Speicherkarte einfach so kaputt gehen kann. Wenn die Dinger nicht funktionieren, dann meist zu Beginn. Aber wir hatten schon 500 Fotos gemacht und dann geht die Karte kaputt? Davon hab ich noch nie gehört. Die Kamera zeigte Speicherkartenfehler an und das wars. Wir sind dann zum Laden gefahren, wo wir die 2 GB Speicherkarte geholt haben und auch die konnten uns leider nicht weiterhelfen. Weder am PC, noch am CeWe-Foto-Automaten war die Karte lesbar. Aber die (wirklich sehr freundliche) Mitarbeiterin des Ladens bot uns an, die Karte mit Reparaturauftrag an den Hersteller zu schicken, ganz offiziell. Freitag rief die Mitarbeiterin mich dann auch an. Die Herstellerfirma hatte eine Ersatzkarte geschickt und mitgeteilt, dass sie versuchen würde, die Daten auf der Karte zu retten. Diese Bemühungen finde ich gut und ich hoffe wirklich, dass diese Urlaubserinnerungen gerettet werden können. Jetzt heißt es warten.

Freitag, Februar 29, 2008

Wilhelmshaven im Urlaub

2004 waren wir schon einmal in Eckwarderhörne und haben leider nicht so viel unternehmen können, wie in unserem jetzigen Urlaub. Wir waren ja auch nur eine Woche dort.

Vor unserem Urlaub haben wir ein wenig im Internet gestöbert und geschaut, was wir in unserem Urlaub denn alles machen können. Wir sind Museumsfans und da war es klar, dass mehrere Museumsbesuche auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Da Wilhelmshaven und Bremerhaven mit die größten Städte im Umkreis sind, und auch die, die wohl in der Hinsicht am meisten zu bieten haben, war klar, dass beide Städte von uns besucht werden.

Zuerst war Wilhelmshaven an der Reihe. Nach einer Autofahrt von knapp einer Dreiviertelstunde kamen wir dort an, der Weg zur "Maritimen Meile" Richtung Helgolandkai war gut ausgeschildert. Auf dem Weg zum Parkplatz konnten wir schon die Museumsschiffe im Hafen sehen, darunter den Lenkwaffenzerstörer Mölders. Ein toller Anblick, ebenso das auf dem Freigelände ausgestellte U-Boot U-10. Wir waren am Ziel: Das Deutsche Marinemuseum.

Zuerst stand ein Rundgang auf dem Freigelände an. Vorbei am Starfighter ging es direkt zum U-Boot. Es ist schon erstaunlich, dass hier eine Besatzung auf engstem Raum zusammengelebt und gearbeitet hat. Sehr interessant die Kojen, die Kombüse und das WC. Faszinierend die Technik, die die Besatzungsmitglieder blind beherrscht haben müssen. Anschließend haben wir den Lenkwaffenzerstörer Mölders besichtigt. Rund 334 Besatzungsmitglieder mussten hier ebenfalls auf engstem Raum leben und arbeiten. Man konnte die Decks, die Kapitänsbrücke, die Waffensysteme, die Arbeitsplätze (u.a. Funkraum, Kantine, Kombüse) und Unterkünfte der Besatzung besichtigen, einschließlich der sanitären Anlagen. Zum Schluss haben wir noch das Minenjagtboot Weilheim besichtigt. Dieses Boot war schon einige Jahre älter als der Lenkwaffenzerstörer und die Ausstattung entsprechend. Alles in dunklem Holz, sehr gediegen. Insgesamt hat man hier einen kleinen Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen der Besatzungsmitglieder bekommen und kann sich nur wundern, dass es Menschen gibt, die eine solche anspruchsvolle Aufgabe für lange Zeit auf engstem Raum mit anderen Menschen wahrgenommen haben.

Da alles so schön nah beieinander liegt, haben wir im Anschluss an das Marinemuseum das Aquarium Wilhelmshaven besucht.

Nachdem man eine Treppe zum Aquarium hinuntergegangen ist, passiert man ein riesiges Seehund-Becken, in dem man die Seehunde unter Wasser an den Scheiben vorbeischwimmen sieht. Es ist interessant, wie elegant diese Tiere durch das Wasser gleiten und sehr putzig anzusehen, wenn sie z.B. mit kleinen Muscheln oder ähnlichem spielen. Man kann sich gar nicht satt sehen an diesen schönen Tieren. Gleich daneben ist das riesige Haifischbecken mit einem großen Zebrahai, mehreren kleinen Schwarzspitzenhaien, Rochen und vielen anderen Fischen. Sehr majestätisch gleiten die Haie an der Panoramafensterscheibe vorbei. Die Scheiben sind aus Spezialglas und 20 Zentimeter dick. Immerhin fassen die Becken fast 300.000 Liter Wasser. Es gibt viele kleinere Aquarien mit allerlei Fischarten, Krabben, Krebsen und Hummern. Ein Stockwerk höher kommt man an einem kleinen Regenwald mit vielen verschiedenen Vogelarten sowie Seidenkopfäffchen und Aquarien mit Korallen und entsprechenden Fischen, sowie Terrarien mit Fröschen, Insekten und Spinnen vorbei. Einen sprechenden Beo gibt es dort auch. Vom "Regenwald" aus geht man über eine kleine Brücke ein kleines Stück im Freien über das darunterliegende Seehundbecken und kann von dort die Seehunde beobachten. Schon ist der Rundgang beendet. Das Aquarium hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Seehund- und Haifischbecken sind sehr faszinierend.

Sollte man nach diesem Rundgang hungrig sein, kann man sich im Panorama-Restaurant (Selbstbedienungstheke mit frisch zubereiteten Speisen) stärken. Von den Sitzplätzen aus hat man einen wunderschönen Blick aufs Meer und die Kinder können sich im Kinderspiel-Palast (gestrandetes Piratenschiff, Kletterburg etc.) austoben.

Weil wir noch Zeit und Lust hatten, sind wir nach einem Spaziergang am Südstrand mit seiner schönen Promenade am Meer ins Wattenmeerhaus gegangen.

Ein schönes Museum rund um das Wattenmeer mit seinen Vögeln, den Salzwiesen, der Fischerei, den Gefahren im Watt, einem kleinen aber schönen Aquarium und dem Sturmraum. Außerdem kann man dort den Krabbenkutter "Daggi" besichtigen und bekommt eine Idee vom rauhen Leben und Arbeiten der Fischer.

Für den Rest der Stadt blieb dann keine Zeit mehr, aber was wir gesehen haben, hat uns sehr gefallen. Vom Hafen aus konnte man das Historische Kraftwerk Südzentrale sehen, ein wunderschöner alter Bau, der leider zusehens verfällt. Schade, dass hier nichts für den Erhalt dieses Bauwerks getan wird (werden kann).

Die Stadtgeschichte ist ebenfalls sehr interessant, denn ursprünglich war Wilhelmshaven ein bzw. der erste deutsche Kriegshafen. Daraus hat sich die Stadt entwickelt. Ebenfalls sehr interessant ist, dass sich hier eine Freimaurerloge befindet. Wilhelmshaven besitzt den einzigen Tiefseehafen und ist der bedeutenste Erdölumschlagshafen Deutschlands.

Wilhelmshaven war einmal Großstadt. Aber aufgrund vieler Firmenschließungen (u.a. das Olympia-Schreibmaschinenwerk) verringerte sich die Einwohnerzahl stetig.

Hier lohnt sich wirklich ein zweiter Blick und wir werden Wilhelmshaven sicher noch mehrere Besuche abstatten, wenn wir wieder in der Gegend sind.

Dienstag, Februar 26, 2008

Der Jadebusen/Butjadingen

Der Jadebusen ist eine Meeresbucht, die zwischen Weser- und Emsmündung mit der Nordsee verbunden ist. Butjadingen ist die Halbinsel und Gemeinde am Jadebusen (Niedersächsisches Wattenmeer), dort haben wir unseren Urlaub verbracht. Butjadingen zeichnet sich durch dünne Besiedlung, wunderschöne Landschaft und sehr nette Menschen aus. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig.

Das Feriendorf Eckwarderhörne liegt direkt hinter dem Deich am Meer. Rings herum ist sehr viel "Gegend" und trotzdem kann man viel unternehmen, wenn man mobil ist. Auf der Karte sieht Butjadingen größer aus, als es wirklich ist. Besonders schön ist übrigens Fedderwardersiel mit seinem kleinen Hafen.

Gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Tossens und Burhave (netto und Markant) und in Nordenham. Dort gibt es ein großes Einkaufscenter und eine sehr große Kaufland-Filiale.

Es gibt schöne kleine Ortschaften wie Eckwarden, aber auch Orte wie Langwarden, denen man anmerkt, dass das Geld nicht gerade locker sitzt. Dennoch kann man in Langwarden u.a. die älteste Orgel Butjadingens besichtigen, sie steht in der St. Laurentius Kirche. Butjadingen ist natürlich geprägt von der Fischerei und der Landwirtschaft.

Butjadingen eignet sich hervorragend zum Radfahren hinter dem Deich. Es gibt dort sehr gut ausgebaute Wege und man kann von einem Ende der Halbinsel zum nächsten fahren. Mein Schatz und ich haben an einem wunderschönen sonnigen Tag eine Tour von Eckwarderhörne nach Fedderwardersiel gemacht.

Vom Kap Hörne (Eckwarderhörne) aus kann man rüber nach Wilhelmshaven schauen.

Von Fedderwardersiel - also auf der gegenüberliegenden Seite der Halbinsel - schaut man rüber nach Bremerhaven.

Beide Städte sind einen Besuch wert, aber dazu gibt es in anderen Beiträgen mehr zu lesen.

Wie es in der Hauptsaison in Butjadingen zugeht, haben wir noch nicht feststellen können. Wir ziehen es vor in der Nebensaison in "unser" Ferienhaus zu reisen, weil man dann wirklich die Ruhe und Abgeschiedenheit hat, die wir suchen.

Insgesamt ist Butjadingen eine vielfältige Urlaubsregion und bleibt auch hoffentlich weiterhin ein schönes, kleines und ein bißchen geheimes Kleinod.

Montag, Februar 25, 2008

Zurück vom Jadebusen

Samstag sind wir nach zwei Wochen Urlaub am Jadebusen wieder in Köln gelandet.
Komisch war´s schon und es wartet viel Arbeit auf mich/uns. Wir müssen uns erstmal wieder eingewöhnen, daher: Ein Urlaubsbericht mit Fotos kommt später. :-)

Sonntag, Februar 03, 2008

Gegensätze

1. Süss oder sauer?
Schwierige Entscheidung, aber wohl doch eher süß...

2. Meer oder Berge?
Das Meer! Ich liebe das Wellenrauschen, den endlosen Horizont. Nicht zu verwechseln mit den Stränden südlicher Urlaubsländer, wo die Urlauber wie Ölsardinen am Strand schmoren. Das mag ich gar nicht.

3. Kalt oder warm?
Kalt. Ich bin eindeutig ein Nachtschattengewächs und liebe es am meisten, wenn die Sonne strahlt, der Himmel knallblau ist und die Luft frostig kalt.

4. Sonne oder Regen?
Sonne. Nicht heiß und alles verbrennend, sondern hell und strahlend.

5. Norden oder Süden?
Ich bin ein Nordlicht, ganz eindeutig.

Quelle: http://www.gimme-five.org/

Donnerstag, Januar 31, 2008

Weiberfastnacht und Schwanensee

Heute ist Weiberfastnacht in Köln und ich habe mich in einen Tag Urlaub geflüchtet. Ich bin zwar Rheinländerin, habe aber mit Karneval rein gar nichts am Hut. Liebe Närrinnen und Narren, feiert, was das Zeug hält - noch sieht das Wetter klasse aus - aber bitte ohne mich. :o)
Montag waren mein Schatz und ich im Schwanensee. Wir wollten schon immer mal ein klassisches Ballett live sehen. Glücklicherweise gastierte das St. Petersburger Staatsballett am 28. Januar 2008 im Kölner Musical Dome und so habe ich zwei Karten besorgt und eine davon meinem Schatz zum Geburtstag geschenkt. Am Montag war es dann soweit. Die Vorstellung war ausverkauft und das Publikum sehr gemischt. Viele ältere Semester, aber auch Jugendliche und ein paar Kinder waren im Publikum vertreten. Schade war nur, dass die Musik vom Band kam. Für ein richtiges Orchester ist im Musical Dome einfach kein Platz. Dennoch war die Aufführung wunderbar. Ein schönes Bühnenbild, wunderbare Kostüme, zauberhafte Lichtstimmungen und wirklich grandiose Tänzer. Die Musik von Tschaikowsky ist wirklich wunderschön.
Es war eine zeitgenössische Aufführung unter der Leitung von Choreograf Viktor Korolkow. Es wurden die Charaktertänze aufgeführt, ebenso die Solo-Variationen, die Pas de deux Siegfrieds mit dem weißen Schwan im 1. Akt und mit dem schwarzen Schwan im 2. Akt einschließlich der berühmten Serie von 32 Fouettés, der legendäre Tanz der vier kleinen Schwäne sowie die Variationen der großen Schwäne.
Allerdings ist der Musical Dome nicht ganz der passende Ort für eine Ballettaufführung. Wir haben beschlossen, dass wir ganz sicher noch einmal ein klassisches Ballett sehen werden. Dann allerdings in einer Oper. In einer Oper wie der Semperoper. Wunderbar opulent und barock. Hier ist m.E. doch eher der richtige Rahmen für eine klassische Ballettaufführung.
Dennoch: Ich habe den Abend sehr genossen, für mich war es ein wunderschönes Erlebnis.

Samstag, Januar 19, 2008

Am Morgen

Es ist 07:19 Uhr und es ist ganz still über Köln. Die Straßen sind leer, die Lichter brennen und es scheint sehr friedlich zu sein. Der Wind pfeift ums Haus und die Wolken hängen tief. Ein Fußgänger geht über die Straße. Es ist die Zeit am Tag, die ich am meisten liebe. Der Tag erwacht ganz langsam. Das Gefühl, über die Stadt blicken zu können, hat etwas Erhabenes.
Vereinzelt gehen die Lichter in den Wohnungen an. Was machen die Bewohner? Müssen sie zur Arbeit? Sind sie glücklich? Wie sieht ihr Leben aus? Es ist so geheimnisvoll.
Leichter Dunst liegt über der Stadt. Er taucht sie in ein warmes, gelbes Licht. Er macht sie sanft. Ein einsamer Mensch steht an der Haltestelle und wartet auf die Bahn. Was erwartet ihn? Blickt er hoffnungsvoll in die Zukunft oder hat er resigniert?
Es scheint so friedlich zu sein, langsam erwacht die Stadt zum Leben. Am Horizont kann man den Sonnenaufgang schon erahnen. Ein milchig-gelbes Licht kämpft sich durch den Dunst, hinter dem Bergischen Land wartet die Sonne darauf, die Stadt zu wecken.
Alles ist ruhig und friedlich. Noch.

Sonntag, Januar 13, 2008

Träume

Jeder hat Träume. Der Eine möchte eine steile Karriere hinlegen, Dinge bewegen. Der Andere möchte mit Hund, Haus, Kind und Kegel glücklich werden. Träume sind so unterschiedlich wie die Menschen selber und jeder hat seine Berechtigung.
Mein Traum ist ein Haus am Meer, ein langes und gesundes Leben, mit Frank gemeinsam tolle Projekte verwirklichen. Ich war schon öfter am Meer und ich liebe den endlosen Horizont. Scheinbar kann nichts den Frieden trüben. Wunderbare Wolkenkonstellationen und ursprüngliche Natur.
Das Leben in der Stadt hat seine Vorzüge, aber auch jede Menge Nachteile. Die Aggression der Menschen untereinander nimmt zu. Man kann ja kaum noch über die Straße gehen, ohne angerempelt zu werden. Das Motto: Hier komme ich und alle anderen müssen weichen. Es ist laut und dreckig. Dabei haben wir noch wirkliches Glück, weil wir im Kölner Norden leben und auch noch direkt am Rhein. Zentral: Man kommt überall schnell hin und doch abgelegen und inmitten von relativ viel Natur und schöner Stadtteilstruktur. Wir kriegen von all dem Trubel, der in der Stadt herrschen kann, nichts mit. Sei es Karneval, CSD oder andere Ereignisse. Es ist schön, wie vielfältig die Kultur und das Nachtleben in Köln ist. Aber ich habe gemerkt, dass mein Ruhebedürfnis immer mehr zunimmt.
Ein Haus, am besten ein schöner Resthof, am Meer käme diesem Ruhebedürfnis am nächsten. Natürlich weiß ich nicht, wie es auf Dauer wäre, in einer Umgebung zu leben, wo die nächste Ortschaft Kilometerweit entfernt liegt. Ich kann nur sagen, dass ich es im Urlaub sehr genieße.
Die Freiheit, die man hat, wenn man aufgrund von vielen schönen Projekten ein selbständiges Leben führen kann, ist von unschätzbarem Wert. Dieses Ziel streben Frank und ich mit aller Kraft an und ich freue mich schon auf die Zeit, wenn wir dieses Ziel erreicht haben.
Natürlich ist diese Freiheit und Selbständigkeit mit viel persönlichem Einsatz verbunden. Das sehe ich ja jeden Tag, aber dafür ist man sein eigener Herr. Eine Sache, die mir sehr entgegen kommt. Eine Sache, für die sich wirklich jeder Einsatz lohnt.
Darum freue ich mich jetzt auf den nächsten Urlaub, in dem ich an dieser Freiheit schnuppern und von ihr träumen kann.

Das war übrigens der 100. Beitrag in diesem Blog. :o)

Dienstag, Januar 08, 2008

2007 / 2008

2007 war ein turbulentes Jahr. Sehr viele wunderschöne Momente, einige traurige Augenblicke, viele schöne Erlebnisse, Wendepunkte und wieder ein deutlicher Aufwärtstrend. Das Jahr ist wirklich sehr schnell vorbeigezogen und ich hoffe, dass 2008 zwar auch sehr abwechslungsreich, aber auch etwas weniger hektisch wird.
Im letzten Jahr habe ich über das Internet eine ganz liebe Freundin wiedergefunden, von der ich seit 14 Jahren nichts mehr gehört hatte. Wir haben die Schulzeit und mehr miteinander erlebt und teilen viele schöne Erinnerungen. Bald werden wir uns sehen und ich freue mich schon sehr darauf.
Dieses Jahr fängt erholsam mit Urlaub an und geht nach kurzer "Stippvisite" im Büro fast so erholsam weiter in den nächsten Urlaub. Wir brauchen diesen Urlaub dringend, denn wir müssen auftanken.
Die nächste OP steht an und für Frank schließt sich auch ein Kapitel (sicher sehr erfolgreich). Das neue Jahr wird sicher wieder spannend und ich blicke sehr neugierig in die Zukunft.

Montag, Januar 07, 2008

Ohne Titel, einfach nur so

Einfach nur so will ich sagen:

Ich liebe Dich!

Unendlich!

Von Herzen

Mit Schmerzen

Ein Wunder, das in mein Leben getreten ist, als ich am wenigsten damit gerechnet habe.

Das bist Du.

Und tausend andere Dinge.

Wäre ich ein Vogel, Du wärst der Wind unter meinen Flügeln.

Das wollte ich nur sagen

Einfach nur so

Sonntag, Januar 06, 2008

Frohes Neues

Schon zum zweiten Mal konnten mein Schatz und ich den Jaheswechsel in unserem neuen Muffland erleben. Wie zuvor haben wir es uns mit Wein, einem schönen Fondue und einem köstlichen Champagner - diesmal Pol Roger - an Silvester gut gehen lassen. Auf dem Weg zum Jahreswechsel gab es außerdem noch ein paar Folgen "Buffy - Im Bann der Dämonen" (unsere Lieblingsserie im Moment) und etwas Büffeln für die IHK Prüfung.
Das Wetter war diesmal nicht so gut, d.h., aufgrund des starken Nebels konnten wir von unserem extra für diesen Abend angeordneten Feuerwerk nicht allzuviel sehen. Dafür haben wir mit unseren Wunderkerzen herumgewirbelt und uns heftig geknutscht - was im Endeffekt sowieso viel schöner war, als jedes Feuerwerk!
In diesem Sinne: Frohes Neues für euch alle da draußen! (bis auf ein paar Leute, die ich davon ausnehme und ihnen vollen Herzens die Pest oder ein schmerzhaftes Furunkel an den Leib wünsche. *g*)

Montag, Dezember 31, 2007

Burg Windeck

Die Burg Windeck war das letzte Ausflugsziel für mich und meinen Schatz in diesem Jahr. Die Burg - eher eine Burgruine - stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde zuletzt im 30jährigen Krieg belagert und durch Sprengungen stark beschädigt. Später hat man das Gemäuer dann nur noch als Steinbruch genutzt.
Heute kann die Burg besichtigt werden. Von Köln kommt man über die A4, die B256 und dann die L333 sehr gut innerhalb von 40 Minuten dahin. Diese alten, von Moos überwachsenen Burganlagen haben irgendwie etwas sehr romantisches an sich. Man kann sich gut vorstellen, wie die Menschen dort in früheren Jahrhunderten gelebt haben. Es muss sehr kalt, feucht und zugig gewesen sein. Ich frage mich oft, was die ehemaligen Eigentümer wohl dazu sagen würden, wenn heute das "gemeine Volk" einfach so durch ihre ehemaligen Besitzungen wandelt. ;o)
Burg Windeck ist vergleichsweise gut erhalten, Teile des Bergfrieds stehen noch und jede Menge Mauern. Beim Erkunden der Burg hat mein Schatz auch einen unheimlichen Gang unterhalb der Burg (wahrscheinlich die frühere Vorratskammer) entdeckt, sich aber nicht getraut, weiter hinein zu gehen. Man muss aber auch sagen, dass es wirklich sehr unheimlich war, zumal auch das Wetter eher bedeckt und Licht ganz allgemein Mangelware war.
Insgesamt scheint mir die Burg touristisch nicht so gut genutzt zu werden, wie z.B. "Burg Drachenfels", aber vielleicht kann man das auch nicht so gut vergleichen. Da es erkennbar kein Café in der Nähe gab, sind mein Schatz und ich dann nach dem Rundgang durch die Burg wieder über Land nach Hause gefahren. Alles in allem ein schöner, romantischer und leicht verregneter letzter Spaziergang im Jahr 2007.

Countdown to Silvester

Nun sitze ich hier und erwarte meinen Göttergatten mit den letzten Einkäufen für Silvester, darunter so profane Dinge wie Frühstücksbrötchen und Baguette. Es ist aber wirklich eine große Schwierigkeit (mittlerweile) in Deutschland an einem Tag wie Heiligabend oder Silvester frische Brötchen und Baguette zu erhalten. Dass die Lebensmittel so knapp sind, war mir nicht bewusst. Ist es mittlerweile schon so, dass man frische Brötchen nur noch an der Tanke bekommt?
Ich muss mich wundern...

Sonntag, Dezember 23, 2007

Countdown to Heiligabend

Nach einem üppigen Frühstück haben mein Schatz und ich die Zeit zu einem gemütlichen Heiligabendvortagsspaziergang genutzt. Es ist frisch in Köln, aber nicht wirklich kalt; leider, denn natürlich hätten wir auch gern eine weiße Weihnacht.
Am Tag vor Heiligabend möchten wir allen, denen wir noch nicht persönlich Glückwünsche geschickt haben, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!

Samstag, Dezember 22, 2007

Fröhliche Weihnachten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war ein turbulentes Jahr. Bei einem Sektfrühstück haben wir heute für uns den offiziellen Weihnachtsbeginn eingeläutet. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern des Blogs schöne und kuschlige Weihnachtstage, einen guten Rutsch sowie ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr.

Mittwoch, Dezember 19, 2007

Weihnachtsteller

Der Weihnachtsteller gehört ebenso zu den schönen Traditionen der (Vor-)Weihnachtszeit wie das Schmücken des Weihnachtsbaumes, der Adventskalender, der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, der Christstollen und der Adventskranz.
Traditionell gehören natürlich eine Orange, ein Apfel, ein paar Mandarinen und jede Menge Nüsse dazu, aber ich finde es so besser. Mein Schatz übrigens auch ;o)

Sonntag, Dezember 16, 2007

Honigpunsch

Weihnachtsmärkte gibt es ja viele, aber irgendwie sind sie alle gleich. Was noch dazu kommt ist, dass zumindest in den größeren Städten diese auch noch total überfüllt sind. Man wird angerempelt, Leute treten einem auf die Füße und der Glühwein schmeckt irgendwie wie der vom "A...", nur teurer.
Eine wirklich schöne Ausnahme von der gerade aufgestellten Regel ist der Soester Weihnachstmarkt. Mitten in der mittelalterlichen Altstadt gelegen, kommt hier tatsächlich noch so etwas wie Vorweihnachtsfreude auf. Nicht zu viele Stände - und dazu noch mit verschiedenen Angeboten! - und leckeres zum Naschen und Knabbern überall.
Mit das Leckerste dort ist der Honigpunsch, der an einer Bude direkt an der Kirche (hier ist der Markt fast schon zuende) verkauft wird. Den Punsch gibt es wahlweise mit Rum oder Amaretto. Mein Schatz und ich haben uns für Rum entschieden. Köstlich! Wie dieses Video unter Beweis stellt:


Fazit: Ein Besuch des Soester Weihnachtsmarktes lohnt in jedem Fall!

Montag, Dezember 10, 2007

Ein Neuer ist in der Stadt...

...und sein Name ist "Korky".
Korky ist eine Korktanne und außerdem noch unser diesjähriger Weihnachtsbaum. Wie immer haben mein Schatz und ich einen kleinen aber feinen Baum mit Ballen ausgewählt und bei einer köstlichen Flasche Bailey's mit dem vollen Ornat geschmückt.
Neben den obligatorischen roten Weihnachtskugeln haben wir diesmal auch lustige kleine rot-weiße Holzfigürchen - Engel, Dampflokomotiven, Bibabutzelmännchen usw. - die zusammen mit der LED-Lichterkette an den Ästen von "Korky" befestigt sind.
Die Lichterkette ist überhaupt das Beste; für sage und schreibe 5,--EUR aus einem Billigladen gekauft hält sie seit 2002 wacker durch. Eine lohnende Investition!
Ich freue mich auf Weihnachten, das zweite Mal das wir es im neuen Muffland feiern können.

Sonntag, Dezember 02, 2007

Stayfriends

Irgendwann, lange Jahre nach dem letzten Schulbesuch, fragt man sich doch, was aus den guten alten Klassenkameraden geworden ist. Das ging/geht zumindest mir so. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und habe so manches Mal überlegt, was wohl aus den Freunden von damals geworden ist. Nun gibt es eine sehr gute Plattform, um alte Schulkameraden wiederzufinden, das ist Stayfriends.
Ich habe mich dort schon vor geraumer Zeit angemeldet und immer mal geforscht und auch sehr viele Schulkameraden wiedergefunden. Mit einigen habe ich auch per Mail Kontakt gehabt und ich fand es sehr schön zu erfahren, wie die ihr Leben bisher gestaltet haben. Man merkt aber sehr schnell, dass die Gemeinsamkeiten bei der Schulzeit aufhören und das ist auch absolut nicht schlimm. Man hat sich ausgetauscht und gut ist es.
In der Schulzeit hatte ich natürlich auch eine beste Freundin. Im Alter von 12 oder 13 Jahren wechselt das sicher auch häufiger, aber diese beste Freundin war doch etwas Besonderes. Wir waren sehr viele Jahre befreundet und haben einiges miteinander erlebt: die erste Liebe, die erste Zigarette. Natürlich gab es auch weniger schöne Zeiten mit Streit und Ablehnung.
Aber trotz dieser Höhen und Tiefen blieben wir bis ins Jahr 1992 oder 1993 (ich weiß es nicht mehr so genau) befreundet. Dann kam ihre Hochzeit, ihre Schwangerschaft, ihr Haus in der Pampa und die unterschiedlichen Lebensmodelle. So ist diese Freundschaft eingeschlafen.
Im Jahr 2007 haben wir uns wiedergetroffen, und zwar auf Stayfriends. Ich habe immer mal nachgeforscht, ob ich im Internet etwas über sie finde, aber da war gar nichts. Ich war doch neugierig, was aus ihr geworden ist. Jetzt haben wir uns wiedergefunden und beim ersten Telefonat nach ewiger Zeit war gar kein "Befremden" da. Für mich war es, als hätten wir erst kürzlich telefoniert, wenn auch sehr viele Jahre dazwischen lagen. Das fand ich toll. Wir wollen uns natürlich auch treffen und darauf bin ich wirklich gespannt. Allerdings erst nach dem Weihnachtstrubel, derzeit ist alles irgendwie so unruhig. Aber ich freue mich sehr darauf, sie dann im neuen Jahr wiederzutreffen.

Planetarium Bochum

Ein Planetarium kannte ich bisher nur aus Filmen oder Videos, vornehmlich aus den USA. Ich fand es schon immer faszinierend, sich den Sternenhimmel anzusehen und mit den Gedanken weit weg zu schweifen. Irgendwie kamen wir auf die Idee, doch mal ein Planetarium zu besuchen und wir haben im Internet recherchiert, wo sich ein Planetarium in der Nähe befindet. Das war eigentlich auch schnell gefunden, nämlich das Planetarium in Bochum.
Als wir uns auf der Webseite umgeschaut haben, fanden wir auch ein Musikprogramm, neben vielen anderen Veranstaltungen. Das hörte sich doch sehr interessant an und so war unsere erste Begegnung (zumindest bei mir) eine Reise durchs Universum untermalt mit Musik der Beatles. Das war richtig toll.
Wir waren uns schnell einig, dass wir das auf jeden Fall wiederholen wollen und haben immer mal geschaut, welches Musikprogramm das Planetarium denn anbietet. Neben Klassik wird auch Trance/House angeboten. Aber das ist nicht so sehr Franks Geschmack.
Im Oktober wurden wir dann fündig: Eine Reise durch die Sterne mit Pink Floyd. Die wunderbare Musik von Pink Floyd bietet sich hier ja geradezu an, also haben wir uns wieder auf den Weg nach Bochum gemacht (kaum eine Stunde Fahrt) und haben die Reise angetreten.
Leider war die Reise durch die Sterne dieses Mal nicht ganz so schön wie bei den Beatles und auch das Publikum (teilweise sehr junge Leute) war leider nicht so gut, so dass man zwischendurch immer mal das Gequatsche der Leute hörte. Das ist ein Phänomen, mal so am Rande bemerkt, das immer mehr um sich greift: Die Leute können einfach nicht mehr den Mund halten, während einer Veranstaltung. Sei es im Kino, im Planetarium oder bei anderen Darbietungen. Wenn man keine Geduld für derartige Veranstaltungen hat, sollte man eigentlich besser zu Hause bleiben.
Glücklicherweise ist die Gruppe von jungen Leuten dann kurz darauf gegangen, ich habe mich sowieso gewundert, dass die etwas mit Pink Floyd anfangen konnten.
Alles in allem war es aber ein sehr schöner Abend und eine Reise durch die Sterne ist immer empfehlenswert. Hier kann man wirklich Abstand zum Alltag gewinnen.

Mittwoch, November 21, 2007

Sternenklänge in Bochum



Schon zum zweiten Mal sind Erdbeermund und Spinxer zu den Sternenklängen ins Planetarium Bochum gefahren. Diesmal gab's ein Programm mit der wunderbaren Musik von PINK FLOYD. Die esoterisch-sphärischen Klänge der legendären Rockgruppe sind natürlich wie geschaffen für eine virtuelle Reise durch's Universum.
Wie bei den Beatles war auch diesmal das Planetarium sehr gut besucht - vielleicht eine Nuance weniger. Dafür war das Publikum im Schnitt etwas jünger. Prompt musste sich dann auch einer während der Vorstellung mit seinem Handy beschäftigen. Eine andere jüngere Formation verließ etwa in der Mitte der Vorstellung den Saal. Wieder ein andere Quasselstrippe musste der Spinxer mit klaren und deutlichen Worten zum Stillsein auffordern (was auch geklappt hat.)
Ich denke, wenn jemand quasseln will, dann hat er/sie in so einer Vorstellung nichts verloren. Anderes Beispiel: eine ältere Dame, die ihrem Enkelkind während der Vorstellung die Sternbilder erklärt hat. Eine Art "analoger Audiokommentar". Dummerweise konnte man den nicht wahlweise abschalten.
Überhaupt, es scheint inzwischen für die meisten Leute wahnsinnig schwierig geworden zu sein, länger als 2 Sekunden mal nichts zu sagen. Das kann einem wirklich den ganzen Abend verderben, gerade, wenn es wie hier (oder auch im Kino - das selbe Problem!) darauf ankommt, sich auf eine gewisse Stimmung einzulassen.
Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Der Abend war sehr gelungen, die Störungen konnten eingedämmt werden und die Musik war traumhaft gut.
Die Kenner von PINK FLOYD dürften bei der Titelliste sofort glänzende Augen bekommen:
Time
Any Colour You Like
Speak to Me, Breathe in the Air
A Pillow of Winds
The Great Gig in the Sky
On the Run
What Do You Want from Me
Set the Controls for the Heart of the Sun
The Narrow Way: Part One
Wish You Were Here
Fat Old Sun
Brain Damage
Eclipse
Das Programm, eine Reise durch die Milchstraße, wurde von Renate Heinrichs zusammengestellt. Die Akustik im Planetarium ist überraschend gut und der Ausblick ins All absolut umwerfend. Egal ob Sternenklänge oder normales Programm, das Planetarium Bochum ist immer eine Reise wert.
Erdbeermund und Spinxer freuen sich schon auf den nächsten Besuch im All...

Samstag, Oktober 27, 2007

Das Ministerium für Bildung...

...aus Taiwan war auf dem Erdbeerfeld. Ich bin immer wieder sehr verwundert, wer alles mein Erdbeerfeld besucht und darüber auch sehr erfreut. Besonders lustig ist die Google-Übersetzung meiner Seite auf Englisch. Hier habe ich schon Tränen gelacht. Ob das den Besuchern auch so geht? Das wäre schön, denn ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. Das sagte schon Charlie Chaplin.
Derzeit befinde ich mich in einer komischen Stimmung. Ob das das "Hangover" zum Jahresende ist? Am Wetter liegt es doch wohl hoffentlich nicht, denn eigentlich ist meine Stimmung unabhängig vom Wetter. Obwohl... Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein bin ich auch besser drauf. Aber dafür freue ich mich jetzt schon auf die Vorweihnachtszeit. Dieses Jahr haben wir einen richtig großen Weihnachtsbaum geplant. Wo er stehen soll, ist auch schon klar und der Baileys, den wir beim Schmücken immer trinken, steht auch schon bereit...
Alles ist gut!

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Mein Freund Felix...

...oder warum es nicht "nur" eine Katze ist.
Jeder, der mit Katzen lebt, wird bestätigen, dass das Besondere und faszinierende an ihnen ihre ausgeprägte und höchst individuelle Persönlichkeit ist. Gerade ich als zum Katzenfreund bekehrter kann die Begeisterung, die eigentlich jeder Katzenhalter für seine(n) Schützling(e) hegt gut nachvollziehen. Es sind eben nicht "nur" Katzen, sondern Tini, Helena, Felix, Mauz... indem wir ihnen Namen geben, geben wir ihnen auch eine Seele. Eine uralte Vorstellung, aber weit verbreitet. Fragen sie doch mal nach dem Namen des Autos ihres Nachbarn. Außerdem bin ich sicher, dass manche Leute ihren Handies Namen geben :o)
Ich habe mich oft über Felix geärgert, wenn er mal wieder etwas "markiert", (hätte er als kastrierter Kater gar nicht "gedurft" - hat ihn aber nicht gestört) oder wenn er Tini "verprügelt" hat (bei Katzen fliegen manchmal die Fetzen). Aber ich habe viele, sehr viele gute Erinnerungen an ihn und die werden bleiben.
Und trotz aller Vernuft wünsche ich mir, dass etwas von seinem Wesen, seine "Seele" jetzt irgendwo an einem besseren Ort ist, zusammen mit Mauz und unzähligen anderen Katzen. Alle zusammen im Regenbogenland.
Und weil er einen Namen hatte, vermisse ich ihn...
...mein kleiner schwarzer Freund Felix.

Samstag, Oktober 20, 2007

Sterbefälle

Im Hautkrebsforum des Krebs-Kompass sterben derzeit sehr viele Mitglieder an dieser furchtbaren Krankheit. Das macht Angst. Auch, wenn diese Mitglieder eine weit schlechtere Diagnose als ich hatten. Alle Melanome (meist) weit über 1 mm dick und der Clark Level bei mindestens IV. Trotzdem ist das gar nicht so weit von meiner Diagnose entfernt. Das macht wirklich nachdenklich, denn ich will nicht sterben. Nicht, bevor ich nicht mindestens 100 Jahre alt geworden bin und mit Frank zahnlos auf der Veranda sitzen kann. Meine Uroma ist über 90 Jahre alt geworden und meine Oma ist auch 87 Jahre alt und sehr rüstig. Ich bin einfach noch zu jung.
In diesem Jahr sind 9 Menschen aus dem Forum an Hautkrebs gestorben. Das ist wirklich sehr erschütternd. Gerade auch deswegen, weil es teilweise so verdammt schnell geht. Michael zum Beispiel hat am 9. Oktober noch einen Beitrag geschrieben. Am 18.10. ist er verstorben. Das macht sprachlos.
Keine Angst vor dem Tod soll man haben. Dass ich nicht lache. Niemand, der gestorben ist, wollte das so. Sie alle wollten ganz sicher weiterleben. Und das will ich auch und das werde ich auch.

Endlich...

...ist mein Schatz wieder zu Hause. Eine Woche Dreharbeiten, das ist mir ganz schön lang geworden! :o)

Samstag, Oktober 06, 2007

Gestatten: Helena (die Schöne)

Hallo, mein Name ist Helena. Ich bin "die Neue" im Hause Rost. Mein genaues Alter weiß ich gar nicht, man schätzt mich auf ca. 7 bis 12 Jahre. Ich bin eine sog. Silbertabby mit hellgrünen Augen und ich bin sehr verschmust. Ich habe einige Zeit bei einer ganz lieben Frau gelebt, die mich hochgepäppelt hat, bevor ich zur Familie Rost gekommen bin. Meine alten Besitzer haben mich einfach in der Wohnung zurückgelassen, als sie in eine Seniorenresidenz gezogen sind. Darum bin ich körperlich nicht so ganz fit, aber ich glaube, dass meine neue Familie mich sicher gut päppeln wird.
Zähne habe ich auch so gut wie keine mehr. Das hindert mich aber nicht daran, mir den Bauch vollzuschlagen und das Trockenfutter auf den Felgen zu kauen.
Tini ist noch skeptisch und vorsichtig. Das kann ich verstehen, ich bin ja neu in ihr Revier gekommen. Da muss sie erstmal schauen, was für eine ich denn überhaupt bin. Da wir aber beide ältere und ganz liebe Katzendamen sind, werden wir uns sicher bald gut aneinander gewöhnt haben.
Meine alte Heimat war die Katzenhilfe Uedem. Dort wurde ich gut gepflegt und viele meiner alten Kameraden suchen immer noch ein liebevolles Zuhause. Ich hoffe, dass sie es genauso gut treffen werden, wie ich.
Leider gibt es zu wenig Menschen, die auch älteren Tieren wie mir noch eine Chance geben, in ein liebevolles Zuhause zu kommen. Das ist sehr schade, denn wir sind meistens so dankbare und liebe Tiere, dass unsere neuen Besitzer sicher viel Freude mit uns haben würden. Ich wünsche es mir für meine alten Kumpels und drücke alle Krallen.
Jetzt bin ich aber müde und werde mich auf den schönen Rattansessel zurückziehen, auf dem ich in der Sonne dösen kann.

Samstag, September 22, 2007

Dies und Das

Nachdem wir von unseren schönen Erlebnissen in London "gezehrt" haben und der Monat September vergleichsweise ruhig verlaufen ist, folgt nun der stressige Oktober. Ich hab mal wieder eine Millionen Arzttermine und schludere dadurch andere Sachen wie Zahnarzt und Augenarzt. Aber irgendwann hat man einfach den Kaffee auf.
Eine Magenspiegelung steht an, wegen wochenlang anhaltendem Würgereiz. Sonografie der Schilddrüse, Untersuchung beim Neurochirurgen, wegen der ständigen Kopfschmerzen und als Sahnehäubchen mal wieder eine OP. Im November sind meine halbjährlichen Krebsnachsorgeuntersuchungen dran, es wird also überhaupt nicht langweilig. Eigentlich wäre noch ein Zahnarzttermin fällig und zum Augenarzt müsste ich auch mal...
Dafür freue ich mich um so mehr auf den Geburtstag vom Schatz. Ich hab mir einen Tag Urlaub genommen und so können wir den Geburtstag gebührend feiern mit schönem Wein, Raclette, Cremant d´Alsace. Zum Raclette gibt es neben vielen schönen und leckeren Kleinigkeiten noch Jakobsmuscheln (haben wir noch nie gegessen), Garnelenschwänze, King Prawns und Muscheln. Wunderbar!
Am meisten freue ich mich aber darauf, Frank zu beschenken. Ich bin schon sehr gespannt auf seine Reaktion. :o)
Den größten Teil der Weihnachtsgeschenke für die Familie haben wir auch schon zusammen, das macht richtig Spaß.
Langsam fängt die heiße Phase des Lehrgangs für Frank an. Nur noch 4 Seminarwochenenden und dann kann er sich langsam auf die Prüfung vorbereiten. Er wird das gut schaffen, aber es ist eben sehr viel Stress: Lernen, Aufträge, Hörspiel, Ehefrau... ;o)
Ich bin wirklich froh, wenn er (wir) das im Januar zunächst überstanden haben. Ich freue mich schon riesig auf zwei Wochen Eckwarderhörne nächstes Jahr. Das können wir gut gebrauchen!

Sonntag, August 19, 2007

London calling...


Seit meinem ersten Besuch in London vor mittlerweile 22 Jahren übt diese Metropole eine ungebrochene Faszination auf mich aus. London ist einfach unglaublich spannend, ein ständiger Kontrast aus Tradition und Moderne, Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Und man findet hier wirklich jene märchenhaften Momente, die man aus seiner Kindheit aus "Peter Pan" und "Mary Poppins" mitbekommen hat.
Neben vielen anderen Dingen teilen mein Schatz und ich auch die Liebe zur britischen Hauptstadt. Daher war ich sofort Feuer und Flamme, als sie vorschlug, zur Star Wars Ausstellung nach London zu fahren. Eine vergleichbare Herr der Ringe Ausstellung in Berlin hatten wir schon verpasst.
Nach einem Busunternehmen und einem Billigflieger in 2002 haben wir uns diesmal zu einem regulären Flug mit der Lufthansa "hochgearbeitet". Hier sind Snacks und Getränke (u.a. der berühmte Tomatensaft) gratis und man landet in Heathrow und nicht in Luton oder sonstwo. Der Flug mit der Boing 737 von Köln/Bonn aus verlief ohne Zwischenfälle (allerdings bei schlechtem Wetter, was wegen der eingeschränkten Aussicht schade war).
Wer nach London kommt sollte reichlich Geld mitbringen. Allein der Shuttlebusservice vom Flughafen zum Hotel kostet 8 Pfund (11,78 EUR). Zum Glück haben wir später die reguläre Buslinie entdeckt, die in der Nähe des Hotels hält, sonst wäre unsere Reisekasse doch arg gebeutelt worden.
Das Hotel selbst... na ja, ich erwarte in London einfach nicht den selben Standard, wie bei uns. Allerdings war die Aktion mit dem "boxed Breakfast" (= eine Lunchbox von Kellogs) doch schon hart an der Schmerzgrenze, zumal ein 24h Zimmerservice angeboten wird. Besonders ärgerlich ist es, wenn man zuvor auch noch nachfragt, ob das Frühstück per Zimmerservice aufs Zimmer gebracht werden kann (so gut ist mein Englisch dann doch noch! *g*) und man dann über eine Stunde auf diese %$§§&% Pappbox wartet und noch nicht mal Kaffee bekommt, obwohl, wie gesagt, etwas anderes angekündigt wurde. Naja, nach einer etwas längeren Auseinandersetzung mit dem Hotelmanager bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass da etwas "Lost in Translation" gewesen sein muss oder man auf der anderen Seite nicht wirklich bemüht war, meine Frage richtig zu verstehen.
Aber: Schwamm drüber!
Denn wir sind ja der großartigen Stadt wegen nach London geflogen und nicht, um uns über das (verspätete) Frühstück zu ärgern. *g*
Den Tower wollte ich diesmal unbedingt besichtigen. Ein echter Klassiker, an dem ich bisher nur vorbeigefahren bin. Die Anlage erinnert an Festungsbauten, die wir auch in Deutschland haben, allerdings wirkt der Tower durch die Vermischung verschiedener Baustile besonders interessant. Bevor man die echten Kronjuwelen zu sehen bekommt, wird man wie im Phantasialand durch verschiedene Räume geführt, auf denen auf Großleinwänden Filme über die diversen Kronen und Zepter laufen. So weiß man dann sehr gut Bescheid, was man sieht, wenn man es dann sieht. Finde ich sehr gut gelöst!
Die Tower Bridge ist natürlich neben Big Ben das zweite Wahrzeichen von London. Auch hier bin ich bisher nur vorbei- oder drübergefahren. Jetzt war endlich die lange fällige Besichtigung dran. Ich könnte mir die Brücke stundenlang ansehen, einfach, weil sie unheimlich schön (und einzigartig) ist.
Die Star Wars Ausstellung zeigte original Requisiten, Kostüme, Zeichnungen und Modelle aus den Lucasfilm-Archiven aus allen sechs Star Wars Filmen. Die Ausstellung war stilvoll in der County Hall untergebracht. In den gedämpft beleuchteten Ausstellungshallen und Räumen liefen jeweils passen zum Thema ausgesuchte kurze Filmausschnitte; z.B. Szenen aus dem "Pod-Race" mit Anakins und Sebulbas Podracer (in Originalgröße!) davor. Für einen Fan der ersten Stunde (hab den Film bei der Uraufführung 1978 als 8jähriger gesehen *froi*) war es natürlich schon ein nahezu erhabenes Gefühl, all diese "Artefakte" aus der Nähe sehen zu können. Besonders beeindruckt war ich von Ralph McQuarries ersten Zeichnungen von C-3PO (mit handschriftlichen Kommentaren) und der Rüstung von Darth Vader. Ihm hatte man einen eigenen Raum gewidmet, in dem unablässig das bekannte mechanische Atmen lief. Richtig unheimlich! (ein paar kleinere Kinder wollten dann auch gar nicht erst in die Nähe von diesem großen, monumentalen Kerl *g*).
Das Publikum war stark gemischt. Viele Eltern mit Kindern, ältere Leute, 30somethings (wie wir selbst), Teenager... Star Wars ist eben nicht "nur" ein Film, sondern ein gesellschaftliches Phänomen.
Besonders lustig waren die Kurzauftritte eines Sturmtruppen-Soldaten, des Imperators und Darth Vader, mit denen man sich fotografieren lassen konnte. Besonders Vader war der absolute Publikumsmagnet (den Imperator mochte eigentlich keiner so richtig...).
Etwas mager fiel dann der Merchandisingstand aus. Es gab ein paar Poster und T-Shirts. Hier hatte ich doch wesentlich mehr erwartet. Schade!
Das Science Museum (gleich neben dem Natural History Museum und gegenüber dem Victoria and Albert Museum) bietet auf 7 (!) großzügigen Etagen einen breiten Überblick über die Geschichte von Wissenschaft und Technik seit dem 18.Jahrhundert. Man sieht die ersten Dampflokomotiven, Doppeldecker und den berühmten Mini-Cooper, aber auch Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens. Besonders befremdlich ist es, wenn man dann im Anschluss an Knochenzangen aus den napoleonischen Kriegen Schallplattenspieler aus den 70ern (die man selbst noch in Aktion gesehen hat) oder eine Verkaufsbox des ersten "Windows" neben einem Apple-Computer im Museum sieht. Da wird einem wirklich die Vergänglichkeit alles Irdischen bewusst.
Spaßig war die gläserne, frei schwingende Brücke in etwa 10 Meter Höhe, über die mein Schatz nur mit äußerstem Widerwillen gelaufen ist. Aber sie ist drüber! (Trotz Höhenangst) Hochachtung!
Ähnlich wie in der Star Wars Ausstellung bestand auch hier das Publikum zu einem großen Teil aus Eltern mit Kindern. Auch Rollstuhlfahrer konnten barrierefrei alle Ausstellungsteile erreichen. Besonders vorbildlich: Es gab Picknick-Zonen innerhalb des Museums, in denen man sein selbst mitgebrachtes Essen verspeisen durfte. Hierzulande wohl immer noch undenkbar :/
Ich würde mir mehr solcher Museen auch in Deutschland wünschen! Und bedenkt man dann noch, dass der Eintritt frei ist... erstaunlich!
Sicherheit wird in London sehr groß geschrieben. Jede Ecke wird mit mehreren Kameras überwacht, auf der Straße sind die Bobbies und die Metropolitan Police ständig präsent. Was mir auch aufgefallen ist: Es gibt so gut wie keine Graffittischmierereien in London. Außerdem ist es vergleichsweise sauber und man findet wirklich an jeder Ecke eine Bank, auf die man sich setzen und kurz ausruhen kann. Hier in Köln sucht man die oft vergeblich und wenn man sie findet, dann sind sie kaputt und/oder verschmiert. Vielleicht sollte man ein paar Bobbies importieren, das hätte Vorteile ;o)
Überhaupt sind die Londoner extrem wetterfest und abgehärtet. Man sieht überall Jogger, die selbst im dichtesten Berufsverkehr unverdrossen ihre Runden ziehen und selbst bei gefühlten 15 Grad und Regen liegen sie im Park oder sitzen auf den Bänke vor ihrem Pub, während man hierzulande wohl noch die Heizdecke rausholt.
In der Abflughalle habe ich dann von einem Bobby erfahren, dass es nicht erlaubt ist, im Interesse des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus Fotos von den diversen gelandeten Flugzeugen in Heathrow zu machen. Also musste ich die Bilder wieder löschen (immerhin, wäre es eine analoge Kamera gewesen, hätten sie den ganzen Film beschlagnahmt und die Urlaubserinnerungen wären futsch gewesen... digitale Fotografie hat wirklich so einige Vorteile). Ich denke, man kann die Engländer verstehen, immerhin sind erst kürzlich ein paar Spinner mit einem brennenden Auto auf einen Flugplatz zugerast. In Köln/Bonn hat es übrigens niemanden interessiert, dass ich ein paar Fotos gemacht habe.
So schön und toll London an vielen Stellen auch ist - beim Essen hört der Spaß auf! Da muss man wirklich sehr tief ins Geldsäckelchen greifen, wenn man etwas Vernünftiges essen will. Supermärkte, wie wir das kennen, gibt es dort nicht. Die Geschäfte haben eher die Größe von kleinen EDEKA- oder Spar-Märkten und entsprechende Preise. Dafür werden die Sachen, die man kauft, vom Personal direkt in Plastiktüten gepackt.
Die drei Tage sind wie im Flug vergangen und ich freue mich schon auf unsere nächste Reise nach London, denn es gibt noch unendlich viel zu entdecken...

London

Urlaub ist eine feine Sache und ich wünschte, ich hätte noch mehr davon. Ich genieße die freien Tage und bin gerade dabei, unseren Kurztrip (3 Tage) nach London zu "verarbeiten".
London war wunderschön. Wie immer. London war bunt, laut, quirlig. Wie immer. Wir haben viel unternommen und haben dieses Mal ein Hotel ca. 2 km vom Flughafen Heathrow gebucht. Das Comfort Inn.
Zunächst waren wir eigentlich recht begeistert, denn die Mittelklasse-Hotels sind in London nicht das, was man von Deutschland gewöhnt ist. Den (wirklich hohen) deutschen Standard darf man hier also nicht erwarten. Aber unser Zimmer war sauber, mit Klimaanlage, TV, Kaffee-/Teezubereiter, Bügelstation und einem Bad im Zimmer. Trotz der Nähe zum Flughafen und zur Autobahn hat man rein gar nichts gehört. Ungewohnt ist es allerdings, dass man (aufgrund der Klimaanlage) die Fenster nicht öffnen konnte. In der ersten Nacht haben wir die Klimaanlage ausgeschaltet, aber das war keine gute Idee, wenn man das Fenster eben nicht öffnen kann. Aber trotz eingeschalteter Klimaanlage und merkwürdiger Matratze habe ich einigermaßen gut geschlafen. Die Lobby und die Lounge des Hotels waren hell und freundlich, ebenso das Restaurant im Hotel. Man konnte für 2 Pfund eine halbe Stunde ins Internet, wenn man wollte. Wir wollten aber nicht. :o)
Da wir sehr früh, also ca. 10 Uhr, angereist sind, war unser Zimmer noch nicht fertig. Wir mussten aber nicht lange warten, da konnten wir das Zimmer beziehen. Das hat uns positiv überrascht. Wir hatten über HRS gebucht und dort hatte das Hotel 3 Sterne bekommen. Diese Einschätzung konnten wir aber nicht teilen. Das Frühstück im Zimmer bestand aus einer Lunchbox aus Pappe. Da waren wir doch sehr überrascht, denn Frank hatte am Abend vorher nachgefragt, ob das normale kontinentale Frühstück auch auf´s Zimmer gebracht wird. Wir haben die Boxen dann zurückgebracht und im Restaurant gefrühstückt.
Abschließend zum Hotel bleibt zu sagen, dass wir in Deutschland für weniger Geld weitaus luxuriöser gewohnt haben. Aber das ist im Grunde nicht schlimm, denn das wussten wir ja vorher. Beim nächsten London-Besuch werden wir aber ganz sicher ein anderes Hotel buchen. Sicherheitshalber von einer bekannten Kette.
London hat en gros etwas über 12 Millionen Einwohner. In Inner London leben immerhin noch ca. 2,7 Millionen Menschen, mehr als doppelt so viel wie in Köln. Dennoch geht es in dieser Metropole weitaus gelassener, freundlicher und ruhiger zu. Der Verkehr ist sicher mörderisch und wenn man in der Rush Hour (ca. ab 17 Uhr) mit der Tube fährt, weiß man, wie sich Ölsardinen fühlen. Aber man hört keine Unhöflichkeiten, man wird nicht angerempelt und man nimmt Rücksicht. Das Miteinander in dieser Stadt ist eins der Dinge, die ich an London so schätze. Hier wird mir wieder sehr klar, wie flegelhaft, aggressiv und unfreundlich wir Deutschen miteinander umgehen.

Nach dem Frühstück sind wir meist gegen 10 Uhr in Richtung London-City losgefahren. Wenn die Tube gut durchgekommen ist, fährt man ca. 45 Minuten. Ein paar Meter vom Hotel bis zur Busstation (Linie 140 - Richtung Heathrow Airport, fährt rund um die Uhr ca. alle 15 Minuten) und dann vom Flughafen direkt in die Tube. Je nach dem, was wir geplant hatten, mussten wir Gloucester Road oder South Kensington umsteigen. Das war aber nur am ersten Tag der Fall, als wir den Tower und die Tower Bridge besucht haben.

Man kann sich in London nicht verfahren. Die U-Bahn ist äußerst simpel und oftmals kann man bis zu den Knotenpunkten der Stadt (z.B. Picadilly Circus) durchfahren. Auch das Ticketsystem ist sehr einfach, wir haben uns einfach eine 3 Tages-Travelcard gekauft, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und Tube) galt. Hier gibt es nur zwei verschiedene Zonen, nämlich 1-3 (Innenstadt, grob gesagt) und 1-6 (mit Außenbezirken, wie bei uns Heathrow).

Am ersten Tag waren wir also im Tower und in der Tower Bridge. Das Wetter war bedeckt, ab und zu hat es geregnet, dafür war es aber im Tower leerer als sonst. Wobei ja leer in London anders zu werten ist, als bei uns. Relativ leer in London ist gut besucht bei uns. Trotzdem hat die Tour durch den Tower (mit den berühmten Raben) Spaß gemacht. Wie gesagt, in London ist, trotz der Menschenmengen, alles etwas zivilisierter. Der Tower ist eine beeindruckende Anlage. Hier entstand durch die verschiedenen Anbauten in den vergangenen Jahrhunderten ein toller Stilmix. Natürlich haben wir uns auch die Kronjuwelen angeschaut. Unglaubliche Schätze und an den diversen Kronen und Juwelen wird man mit einer Rollbahn, wie man sie vom Flughafen kennt, vorbeigefahren. Wirklich witzig.

Man konnte sich im Tower die diversen Türme ansehen, in denen u.a. auch sehr berühmte Insassen (teilweise mit eigener Dienerschaft) eingesperrt waren. Am bekanntesten wohl die beiden Ehefrauen von Heinrich dem 8. (die beide ihr Leben ließen) und die berühmten Prinzen im Tower, die von ihrem Onkel Richard III. in den Tower gebracht wurden und nie wieder aufgetaucht sind. Man vermutet, dass sie ermordet wurden. Sie wurden nur 10 und 13 Jahre alt.

Im Anschluss daran haben wir die Tower Bridge besucht. Man kann dort hochfahren und durch die oberen Stege auf die andere Seite der Themse gehen und hat einen wunderbaren Blick auf die Themse und London. Außerdem kann man noch eine Ausstellung der Maschinenräume besuchen und sich darüber informieren, wie die Brücke bis ins Jahr 1977 betrieben wurde.

Am Tower haben wir dann noch Fish & Chips gegessen und haben uns dann auf dem Weg ins Hotel gemacht. Wir waren hundemüde. Hier sind wir mitten in den Berufsverkehr geraten und haben dann ausgemacht, dass wir am nächsten Tag später zum Hotel zurückfahren werden. Trotz aller Höflichkeit ist es dennoch nicht sehr angenehm, in einer vollen Tube zu fahren.

Im Hotel haben wir dann unsere Postkarten geschrieben und den Tag ausklingen lassen. Der nächste Tag war der große Tag der Star Wars-Ausstellung in der County Hall direkt am Themse-Ufer gegenüber Big Ben. Die Ausstellung war der Knaller. Direkt am Eingang kam uns ein Mitglied der Sturmtruppen entgegen und wir haben die Gelegenheit ergriffen, ein Foto mit ihm zu machen. Das Foto wird von Frank in seinem Bericht nachgeliefert. :o)

Die Ausstellungsstücke waren toll. Original Storyboard-Zeichnungen mit Anmerkungen, ein Original Naboo N-1 Starfighter und der Podracer von Klein-Anakin (Episode I). Die Kostüme von Amidala wurden gezeigt, ebenso die Kostüme von Qui-Gon Jinn, dem jungen Obi-Wan, Darth Maul und Anakin. Da sieht man erstmal, wie groß die Schauspieler sind, denn hier wurden natürlich die Originalkostüme ausgestellt. Es gab natürlich auch das Kostüm von Darth Vader. Unglaublich beeindruckend, denn der Darsteller war nicht nur sehr groß (über 2 Meter), sondern auch Bodybuilder und hatte eine entsprechend raumgreifende Figur. Yoda konnte man ebenso bewundern, wie die Büsten der berühmtesten Jedis. Man konnte die Jedi-Schule besuchen und es gab einen Greenscreen-Raum. Dort konnte man sich vor einem Greenscreen platzieren, mit einem Jedi kämpfen und wurde dann in den Film einkopiert. Das hätten wir gerne gemacht, allerdings war die Schlange so lang, dass wir nach ca. 1 Stunde Wartezeit aufgegeben haben. Wir hätten sicher noch gut und gerne 2 bis 2,5 Stunden warten müssen. Das war uns zuviel. Stattdessen haben wir die obligatorische Bustour mit der Big Bus Company gemacht und dieses Mal die sehr umfangreiche "blaue Tour" gebucht. Die "rote Tour" ist kürzer und die kannten wir schon. Das ist schon Tradition, dass wir bei jedem London-Besuch diese Tour mitmachen, weil man so das Flair der Stadt einfach nochmal genießen kann. Man hat ja durch die Doppeldeckerbusse eine super Übersicht und kann alles ganz in Ruhe auf sich einwirken lassen. London ist auch sehr gut zu Fuß zu entdecken, weil viele Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar sind. Besonders aufgefallen ist uns ein Denkmal für die Tiere im Krieg. Als Tierliebhaberin finde ich es natürlich toll, dass auch diese Tiere gewürdigt werden.

Auffällig ist, dass es in London oftmals schwierig ist, Lebensmittel einzukaufen oder ein Bistro etc. zu finden. In London ist es so, dass es rund um die Sehenswürdigkeiten immer möglich ist, etwas zu essen. Hier findet man dann Fish & Chips Buden oder die Subway-Kette. Aber es ist nicht so wie bei uns, dass man an jeder Ecke einen Imbiss findet. Da muss man schon ordentlich suchen. In Deutschland finden sich sehr viele Läden (sei es Aldi, Lidl, Penny, Plus) und man hat immer die Möglichkeit, sich etwas zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen zu kaufen. Das gibt es in London so nicht. Meist haben die Souvenierläden auch Getränke, aber irgendwo mal Kekse für unterwegs zu kaufen, das geht so spontan nicht. Auch kennen die Briten keine Kioske. Hier merkt man erst, wie gut strukturiert deutsche Städte sind. Selbstverständlich ist London schweineteuer. Aber das weiß man ja auch vorher. Wenn man essen gehen möchte, ohne ein Vermögen auszugeben, ist man mit Subway, Pret a manger, Wetherspoons oder Garfunkels gut bedient. Hier bekommt man eine breite Pallette an Speisen, die jedem schmecken sollten. U.a. vegetarisch, Burger, Pasta, Pizza, Sandwiches. Wer es authentischer mag, sollte mal in einem Pub speisen. Ob einem die englische Küche zusagt, weiß man spätestens dann...

Am dritten Tag haben wir das Wissenschaftsmuseum in South Kensington besucht. Wie schon bei unserem letzten London-Trip das Imperial War Museum, erschlägt einen auch das Museum mit einer Fülle von Informationen und Ausstellungsstücken. Der Eintritt (wie in sehr vielen Museen in London) ist frei. Grob unterteilen kann man das Museum in die Bereiche Kunst, Umwelt, Energie, Weltraum/Raumfahrt, Transport (Straße, Luft, Wasser). Hier bekommt man u.a. Lokomotiven, den Ford T (um 1908), Flugzeuge, Helikopter, Rennboote usw. zu sehen. Man kann sich die Raumkapsel Apollo 10 anschauen. Eine gigantische Ausstellung.

Da derzeit in und um London herum Gleisarbeiten durchgeführt wurden, haben wir uns rechtzeitig wieder auf dem Weg nach Heathrow gemacht. Nachdem wir eingecheckt hatten, haben wir uns den Flughafen noch etwas angeschaut und haben eine Kleinigkeit gegessen. Im Duty-Free-Shop haben wir uns umgeschaut und die schönen großen Maschinen beim Starten und Landen beobachtet. Frank hat hiervon Fotos geschossen und dabei (wieder) Bekanntschaft mit der britischen Polizei gemacht. Aber das wird er selber berichten. :o)

London ist eine tolle Stadt. Es ist ganz sicher keine Erholung, dort hinzufahren. Aber es ist immer wieder ein Erlebnis.

Samstag, August 04, 2007

Tini

Das Blutbild hat es gezeigt, Tini hat eine Schilddrüsenüberfunktion. Ich bin froh, dass es nicht Diabetes ist. Tini bekommt jetzt 1 x täglich ein Schilddrüsenmedikament und 1 x täglich ein Herzmedikament. Vier Wochen warten wir jetzt ab und schauen dann, wie sich die Schilddrüsenwerte entwickelt haben. Wenn alles gut läuft, kann nach den 4 Wochen das Herzmedikament abgesetzt werden. Da Tini hochwertiges Premiumfutter bekommt, muss keine Futterumstellung stattfinden. Wir werden lediglich das Futter mit Nierendiätfutter mischen, damit die Nierenfunktion unterstützt wird. Keine Therapie mit Medis ohne Nebenwirkungen.
Der Tierarztwechsel hat sich ausgezahlt.

Freitag, August 03, 2007

Endlich Urlaub!

Wunderbar! Hurra, endlich Urlaub! Und was mache ich? Ich stehe um kurz vor sieben Uhr auf. Aber das macht gar nichts, weil ich weiß, dass ich den ganzen Tag genießen kann. Das ist herrlich.
Mittwoch waren wir mit unserer Maus Tini bei einem anderen Tierarzt. Nach dem Tod von Felix haben wir nicht mehr so viel Vertrauen in die alte Tierarztpraxis. Und auch wenn die damalige Tierärztin Felix nicht retten konnte, so hat sie doch ein paar Dinge sofort angemerkt, die in der alten Praxis auch hätten auffallen müssen. Wenn ich als Tierhalter immer alles wüsste, bräuchte ich keinen Tierarzt, denn schließlich vertraut man diesem...
Nach dem Tod von Felix haben wir also beschlossen, dass Tini doch auch noch einmal untersucht werden sollte und siehe da, der Tierarzt hat etwas bemerkt. Tini ist sehr schlank, das war sie schon, als wir sie vor 3 Jahren bekommen haben. Durch ihr dichtes Fell (Main Coon/Perser-Mix) fällt es nur nicht auf. Sie frisst sehr gut und nimmt aber nicht zu. Sie trinkt viel. Ansonsten ist sie munter, agil und unglaublich lieb. Am Hals hat sie einen kleinen Knoten, den wir auch abklären lassen wollten. Der Knoten ist harmlos, allerdings meinte der Tierarzt, wir sollten doch ein Blutbild machen lassen. Da Tini eben sehr dünn ist und viel frisst ohne zuzunehmen, wäre das ein Hinweis auf entweder a) Diabetes oder b) Schilddrüsenüberfunktion. Beides kann tödlich enden, wenn man es nicht behandelt und beides ist gut behandelbar. Außerdem hat er festgestellt, dass ihr Herz unheimlich rast und er klärte uns darüber auf, dass dies mit der Überfunktion der Schilddrüse zusammenhängen kann. Wenn das nicht behandelt würde, würde Tini eines Tages umkippen, da ihr kleiner Körper ständig "übertourig" läuft. Frank war dann gestern Morgen mit Tini zur Blutabnahme und heute werden wir das Ergebnis erfahren und die weitere Behandlung darauf abstellen.
Unser neuer Tierarzt meinte, dass er diese Art Untersuchung jedem Katzenhalter empfehlen würde, da die beiden Krankheiten (ebenso wie CNI) bei Katzen ab einem Alter zwischen 10 und 12 Jahren auftreten können. Unsere alte Praxis hat das nicht für nötig befunden. Tini ist inzwischen 15 Jahre alt. Sie macht einen gesunden Eindruck. Ich wäre doch ziemlich überrascht gewesen, wenn Tini eines Tages so umgekippt wäre wie Felix. Ich bin ziemlich sauer auf meine alte Tierarztpraxis, dass die weder bei Felix noch bei Tini hinterhergehakt haben. Sie wussten um die Symptome. Dabei hat diese Praxis einen sehr guten Ruf. Aber aufgrund der Patientenschwemme ist wohl gründliche Arbeit nicht mehr möglich.
Wir haben unsere Konsequenzen daraus gezogen und die Praxis gewechselt. Ich hoffe natürlich, dass mit Tini alles ok ist. Aber was es auch ist, wir werden alles für die kleine Maus tun.
Die Sonne scheint und es liegt ein leichter Dunst über der Stadt, Morgennebel. Es sieht wunderschön aus. Frank schläft noch. Ich bin ja eher eine Frühaufsteherin. :o) Ich freue mich auf unseren Kaffee im Bett, ausgedehnte Frühstücke, viele Ausflüge und eine ganz besondere Reise. Alles ist schön!