Montag, April 26, 2010

Eine wunderschöne Ballonfahrt



Bei schönstem Wetter haben wir eine Ballonfahrt gemacht. Frank hatte sie mir zu Weihnachten geschenkt und nach einigen Terminverschiebungen war es dann am Samstag endlich soweit.

Im Vorfeld habe ich schon überlegt, wie es wohl für mich sein würde, denn ich leide unter Höhenangst. Die war aber kurz nach dem Start verflogen, denn Ballonfahren ist sehr sanft und ruhig. Traumhaft.

Treffpunkt war am frühen Abend der Butzweiler Hof. Dort haben wir unseren Piloten, Wim van den Bogaard, kennengelernt. Er hat dann Frank und mich sowie noch drei weitere Mitfahrer eingeladen und wir sind zum Startpunkt Decksteiner Weiher gefahren. Hier haben vor allem die Männer tatkräftig beim Aufbau des Ballons mitgeholfen. Wenn man genau hinschaut, sieht man Frank auf dem ersten Foto.

Nachdem der Ballon mit heißer Luft gefüllt war, konnten wir einsteigen. Da hatte ich doch ganz schön Fracksausen. Aber dann stiegen wir über die Baumgrenze hinweg in die Höhe und das wunderschöne Panorama von Köln hat die Angst vergessen lassen. Später habe ich erfahren, dass wir bis zu 400 Meter hoch gefahren sind. Mir kam es allerdings höher vor.

Das Verfolgerfahrzeug hatte uns immer im Blick und so haben wir uns vom Wind treiben lassen Richtung Rhein-Erft-Kreis. Wir haben den Otto-Maigler-See überflogen, einige Autobahnen, Knapsack und diverse Wohnsiedlungen und unbekannte Ortschaften. Der Pilot flog mal höher, mal tiefer, so dass wir die Ballonfahrt wirklich genießen konnten. Da solch ein Ballon immer noch etwas Besonderes ist, wurde unsere Fahrt vom Boden aus aufmerksam verfolgt und viele haben gewunken (wir natürlich auch). Wir konnten uns gar nicht satt sehen an der Landschaft.

Glücklicherweise hatte ich vor der Fahrt noch schnell nachgeschaut, wie man sich bei einer solchen Fahrt am besten anzieht. Da die Lufttemperatur nicht höher ist als die Bodentemperatur, war es unnötig einen Pullover oder gar eine Jacke anzuziehen. Es waren wohl um die 23 Grad am Samstag in Köln, da reichte auch das T-Shirt. Außerdem wurde es ab und zu sehr warm, wenn heiße Luft in den Ballon gepustet wurde. Feste und flache Schuhe sollte man tragen, da man ja nie weiß, wo man letztlich landet. Ich hatte meine Trekkingschuhe an und die Wahl war gut.

Nachdem wir rund eine Stunde über die Landschaft geschwebt sind, kam der Zeitpunkt für die Landung. Ich muss sagen, dass mir die Ballonfahrt wesentlich länger vorkam.

Der Pilot hat also den Landevorgang eingeleitet und wir sind doch etwas ruppig zu Boden gekommen. Das hat allerdings wirklich Spaß gemacht und ernstlich weh getan habe ich mir nicht. Nach der Landung haben wir gemeinsam den Ballon zusammengefaltet und dann kam auch schon das Verfolgerfahrzeug. So wurde ganz geschwind der Ballon samt Korb im Hänger verstaut und die Ballonfahrer-Taufe stand an.

Sektkühler und -gläser wurden aufgebaut, der Pilot schrieb während dessen die Urkunden. Sodann hielt er eine launige Rede, wir auf Knien. Dann wurden die Mitfahrer einzeln angesprochen, eine Strähne vom Haupthaar mit einem Feuerzeug angezündet und mit Sekt getauft. Anschließend durfte man seine Urkunde in Empfang nehmen. Von der Feuertaufe sieht man übrigens hinterher nichts.

Im Anschluss wurden wir zum Treffpunkt Butzweiler Hof zurückgefahren. Um ca. 22.30 Uhr waren wir zu Hause. Den Abend haben wir noch mit einem schönen Sekt ausklingen lassen.

Das war wirklich ein wunderbarer, lustiger Tag und ich bin mir sicher, dass Frank und ich wieder Ballonfahren werden.

Mal ganz unverblümt empfehle ich das Unternehmen unseres Piloten, der seine Sache wirklich toll gemacht hat: Die Cologne Airship Company & Bogaard Ballooning.

Ach ja, hier das Ballonfahrer-Diplom. Wer es nicht lesen kann: Man möge mich nun mit "Luftprinzessin Claudia - mutige Windsbraut am Himmel über Liblar" ansprechen...

Donnerstag, April 15, 2010

Star Wars - Hamburg - Helgoland

Vor ein paar Tagen sind wir aus Hamburg zurückgekommen. Anlass der Reise war das Star Wars Konzert in der Color Line Arena. Daraus haben wir dann ein verlängertes Wochenende mit einem eintägigen Aufenthalt auf Helgoland gemacht.

Frank ist wohl der größte Star Wars Fan (und Kenner) überhaupt. Allerdings bin ich auch ein großer Fan. Es kursierten schon lange Zeit Gerüchte, dass es auch in Deutschland Star Wars Konzerte geben wird. Nur wann und wo, war lange nicht klar. Zunächst wurde das Konzert in Hamburg bekannt gegeben. Wir haben uns natürlich direkt Karten gesichert. Anschließend fanden wir heraus, dass eine Woche vorher in Oberhausen ebenfalls ein Konzert stattfinden würde. Nun, da sind wir natürlich auch hingefahren. Ich bin froh, dass wir uns beide Konzerte angesehen haben und ich kann sagen, es war beide Male ein tolles Erlebnis. Die Musik, die Filmausschnitte, Anthony Daniels, alles war großartig. Nur die Stimmung, die war in Hamburg weitaus besser. Es war einfach grandios. Welcher Fan möchte nicht einmal im Leben die wunderbare Filmmusik von John Williams live erleben?



Da Hamburg in meinen Augen eine der schönsten Städte in Deutschland ist, lag es nahe, das Konzert mit einem längeren Aufenthalt zu verbinden. Ich war schon in Hamburg, aber das ist nun auch schon einige Zeit her. Also haben wir schöne Zimmer im Mercure und im Holiday Inn gebucht (eine Verlängerungsnacht im Mercure war leider nicht möglich) und haben das Flair der Stadt genossen.

Zunächst haben wir einen Bummel über die Landungsbrücken gemacht. Wir hatten schönstes Wetter und ein wenig Wartezeit, bis unsere große Hafenrundfahrt per Schiff losgehen konnte. Die 2-stündige Rundfahrt war schön und sehr kurzweilig. Vorbei an riesigen Containerschiffen und Luxusjachten (hier wieder von Herrn Abramowitsch - wie schon in Bremerhaven) ging es auch durch die Speicherstadt. Anschließend ging es noch mit dem Doppeldeckerbus auf eine Stadtrundfahrt. So erschließt sich einem die Stadt noch am besten.



Nach der Rundfahrt haben wir noch einen langen Spaziergang durch die Speicherstadt gemacht, die wirklich wunderschön und faszinierend ist. Es ist wirklich wahnsinnig, wie die neue Hafen City ausgebaut wird. Wenn das alles mal fertig ist, wird das sicher alles sehr schön werden. Man kann es jetzt schon erahnen.



Einen kleinen Zwischenstopp haben wir in der Kaffeerösterei eingelegt. Allerdings nicht, um dort Kaffee zu trinken, sondern uns mit schönen Kaffeesorten für zu Hause einzudecken. Es gibt unzählige wunderbare Kaffeesorten, wir haben uns für Indonesien, Malawi, Peru und die Caféhaus-Mischung entschieden. Indonesien haben wir sofort ausprobiert und ich kann sagen, dass das wirklich ein Kaffeegenuss ist.

Der nächste Tag war für Helgoland reserviert. Hier von Köln aus hatte ich schon Plätze im Halunder-Jet, einem schnellen Katamaran, reserviert. Natürlich in der Comfort-Klasse. Auf der Hinfahrt hatten wir Plätze in der ersten Reihe, mit einem schönen Ausblick. Vorbei am Hafen, dem Nobelviertel Blankenese, dem wunderschönen Treppenviertel sowie den Atomkraftwerken Brokhaus, Brunsbüttel, haben wir in Wedel und Cuxhaven angelegt, um weitere Fahrgäste aufzunehmen. In Wedel ist ja der berühmte Willkomm-Höft. Hier werden Schiffe ab einer gewissen Größe mit ihrer Nationalhymne begrüßt.



In Cuxhaven lag dann der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" vor Anker. Später haben wir herausgefunden, dass er dort einen Zwischenstopp eingelegt hatte, bevor es weiter zu einem Übungsmanöver ging. Aber es war schon ein toller Anblick.



Von Cuxhaven aus ging es dann aufs offene Meer und manches Mal war ein rauher Seegang zu spüren. Ich liebe das. Wie man auf den Fotos sehen kann, hatten wir traumhaftes Wetter und schon bald hatten wir Helgoland erreicht. Vom Hafen aus haben wir dann eine Inselrundfahrt gemacht und hier muss ich sagen, dass ich von Helgoland doch etwas enttäuscht war. Vieles wirkte heruntergekommen bzw. vernachlässigt. Das ist sicher so, weil Helgoland kein Geld hat, um die ganzen Anlagen in Schuss zu halten. Ich hatte mir Helgoland anders vorgestellt. Die Insel ist sehr klein und nicht so von Dünen und Strand umgeben, wie man es bei einer Insel erwartet. Das Unterland hatte ganz nette Gässchen und Oberland auch eine nette Promenade.



Wir sind dann zur Langen Anna marschiert und der Blick auf das Meer war wirklich sehr schön. Dass das Meer sehr sauber ist, konnte man sehen und die Luft war auch wunderbar. Der Insel vorgelagert ist die Düne, der Badestrand von Helgoland. Schade nur, dass sich dort die Landebahn für die kleinen Flugzeuge befindet. Einen Urlaub könnte ich auf Helgoland jedenfalls nicht verbringen. Wir lieben zwar die Einsamkeit, aber das wäre selbst uns zuviel. Natürlich muss man auch die Geschichte Helgolands betrachten und die ist wirklich sehr bewegt. Wenn man in Hamburg ist und Zeit hat, sollte man Helgoland auf jeden Fall besuchen.

Sonntags ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück wieder Richtung Köln und wir sind sehr gut durchgekommen. Das lag sicher auch daran, dass so gut wie keine LKW´s auf der Bahn unterwegs waren. Dennoch werden wir beim nächsten Mal wohl fliegen, da die Fahrt aufgrund der ständigen Baustellen sehr anstrengend und zeitraubend ist.

Das nächste verlängerte Wochenende ist schon in Planung. Diesmal werden wir Wangerooge besuchen und freuen uns schon sehr darauf.

Vulkan(e) auf Island

Der Eyjafjalla brodelt weiter und spuckt Asche aus. Der Katla fängt nun auch mit Aktivitäten an. Ich hoffe nur, dass sich beide Vulkane bis zu unserer Reise beruhigt haben...

Mehr Infos dazu auf Spiegel Online.

Donnerstag, April 01, 2010

Sonntag, März 28, 2010

Island wir kommen


Bild 1: Reykjavik - Bild 2: Gulfoss - Bild 3: Südland / alle Fotos: © www.iceland.de


Für die Urlaubsplanung in diesem Jahr hatten wir ein Auge auf die Lofoten/Norwegen geworfen. Nach diversen Recherchen im Internet erschien uns die Anreise doch etwas komplizierter, so dass wir dieses Reiseziel auf einen späteren Zeitpunkt verschoben haben.

Nun, wo sollte denn die Reise statt dessen hingehen? Schnell kamen wir auf Island. Ebenfalls ein kleiner Traum von uns beiden: Wunderschöne Natur, nicht überlaufen, Ruhe. Was uns natürlich ebenfalls sehr gereizt hat war die Tatsache, dass wir auch in Island eine Wal-Beobachtung machen können. Etwas, das wir schon in Norwegen ins Auge gefasst haben.

So haben wir die Zeit genutzt und unsere zweiwöchige Reise nach Island inklusive Flüge, Mietwagen, Hotel und Ferienhaus gebucht. Wir freuen uns unglaublich auf dieses wunderschöne Land.

Wie es so üblich ist, haben wir uns natürlich per Reiseführer, Reise-DVD und im Internet über Land und Leute informiert und dabei auf interessante Dinge gestoßen, z.B. die Essgewohnheiten der Isländer.

Neben Schafen, Lamm und Geflügel essen die Isländer auch gerne Hákarl, fermentierter Hai, Grönlandhai - um genau zu sein. Zunächst wird der Hai, nachdem er ausgenommen wurde, in ein Kiesbett eingegraben und mit Felsen beschwert. Er wird ziemlich lange in diesem Kiesbett belassen. Anschließend wird er in eine Trockenhütte gehängt, nochmal für zwei bis vier Monate. Das muss sein, da der Hai sonst nicht genießbar ist. Er ist schlicht giftig, da er keine Nieren besitzt und den Harnstoff im Blut anreichert. Durch die o.g. Zubereitung "verflüchtigt" sich der Ammoniak und der Hai wird essbar. Es muss ziemlich stark riechen. Wenn man den Hai serviert bekommt, sieht er aus wie fetter Bauchspeck und soll auch eine ähnliche Konsistenz haben. Das muss man wohl mögen...

Außerdem gehören abgesengte Schafsköpfe und eingelegte Schafshoden ebenfalls zu den Gerichten, die in Island verspeist werden. Auch Papageietaucher werden dort gerne mal serviert. Aber bei allen landestypischen Eigenheiten kann man sich dort auch so ernähren, wie man es gewohnt ist.

Wie man anhand der Fotos sehen kann, ist Island landschaftlich einfach wunderschön und sehr reizvoll. Durch die Nähe zum Polarkreis hat man natürlich tiefere Temperaturen, aber mit der richtigen Kleidung ist alles kein Problem. Toll sind auch die Hot Pots, die heißen Quellen. Wo es erlaubt ist, kann man in diesen natürlichen heißen Quellen baden. Daher sollte man auf seinen Erkundungen auch immer Badesachen und Handtücher dabei haben. Es gibt natürlich noch den größten "Hot Pot", die Blaue Lagune. Sie ist eine Lavasenke und teils mit Salzwasser und teils mit Süßwasser gefüllt. Eigentlich ist sie ein Nebenprodukt eines Geothermalkraftwerks. Hier wird Meerwasser in eine Tiefe von 2 Meter gepumpt und kommt dann mit einer Temperatur von 240 Grad wieder an die Oberfläche. Dort dient es der Stromerzeugung und fließt ins umliegende Lavafeld ab. Nach einer Zeit entstand dann eine Art Salzwassersee mit milchig-blauer Farbe (hervorgerufen durch die Kieselsäure).

Hier in der Blauen Lagune kann man nun in 37 bis 39 Grad warmen Wasser entspannen. Auch darauf freuen wir uns.

Wunderschön sind auch die Wasserfälle in Island. Am ungewöhnlichsten ist wohl der Svartifoss, der aussieht wie Orgelpfeifen.

Bevor wir das Ferienhaus beziehen, verbringen wir einige Tage in der Hauptstadt Reykjavik. Reykjavik hat etwas über 100.000 Einwohner. Ein Drittel aller Isländer leben in Reykjavik. Island ist in etwa so groß wie Bayern und Hessen zusammen. Trotz der geringen Einwohnerzahl ist die Hauptstadt sehr lebendig und quirlig. Es finden viele Festivals statt und die Isländer gehen sehr gerne feiern. Von Donnerstag bis Sonntag ist Reykjavik eine Partymeile. Ein Grund, sich nicht all zu lange dort aufzuhalten, denn wir suchen ja die Ruhe.

In Island liebt man den Kaffee und verbringt seine Zeit in den schönen Cafés, die es in der Hauptstadt zu Hauf geben soll. Etwas, das uns entgegenkommt und wir sind schon sehr neugierig.

Es gibt zahlreiche Museen in Reykjavik, z.B. das Nationalmuseum, das Freilichtmuseum oder das Museum für das kulturelle Erbe Islands. Allerdings gibt es auch eine Kuriosität unter den Museen in Island, nämlich das Phallusmuseum in Húsavík. Hier werden die Penisse sämtlicher auf der Insel vorkommender Säugetiere konserviert ausgestellt.

Interessant wird sicher auch die Hallgrímskirkja sein, eine imposante Kirche in Reykjavik.

All das haben wir zusammengetragen aus Reiseführern, Emails mit dem Reisebüro und Internetrecherchen. Wir sind schon sehr gespannt, wie Island sich darstellt, wenn wir unseren Urlaub dort verbringen und freuen uns schon riesig darauf.

Mittwoch, März 17, 2010

Gorillaz - Stylo

Von Zeit zu Zeit veröffentliche ich hier meine momentanen Lieblingslieder. Derzeit ist es Stylo von den wunderbaren Gorillaz. Neben Jan Delay (Hoffnung) mein Favorit. Ach, ich liebe Bruce Willis...

Samstag, März 13, 2010

Unser 6. Hochzeitstag

   

Nach Möglichkeit versuchen mein Schatz und ich an unserem Hochzeitstag immer etwas Besonderes zu unternehmen. An unserem ersten Hochzeitstag klappte das nicht, da ich mit Hexenschuss ans Bett gefesselt war. In den Jahren danach war das Timing aber immer besser (zum Teil hier im Blog nachzulesen). Diesmal haben wir uns für eine Kuschelübernachtung in einer Luxus Junior-Suite im Victor´s Residenz-Hotel in Saarbrücken entschieden. Das Residenz-Hotel ist im "französischen" Stil erbaut und liegt etwas außerhalb der Stadt am Deutsch-Französischen Park. Die Suite hat ein schönes und sehr bequemes Bett, eine Sitzecke, ein gesondertes WC und ein Bad mit Dusche und Wanne. Die Wanne war richtig schön groß und die haben wir auch ausgiebig mit einem wohlriechenden Badezusatz "Liebeszauber" genutzt. Bildmaterialien zu diesen Aktivitäten werden hier selbstverständlich nicht veröffentlicht. Es macht sehr viel Spaß, wenn man - und sei es auch nur für eine Nacht - aus dem gewohnten Alltagsstress ausbricht und zusammen mit leckerem Cremant und ein paar Knabbereien die Zeit um sich herum vergisst. Es gab in diesem Hotel natürlich Zimmerservice und so haben wir uns am nächsten Morgen das Frühstück servieren lassen. Schön...

Am nächsten Tag haben wir das Gondwana Praehistorium besucht. Auf dieses Museum ist mein Schatz per Zufall aufmerksam geworden, als sie im Internet irgendwas gesucht hatte. Wir sind beide totale Dinofans und immer gern bereit, uns in die "Vergessene Welt" der Urzeitechsen entführen zu lassen. Das Praehistorium ist wirklich sehr gelungen, denn es stellt nicht einfach nur ein paar Dinosaurier aus, sondern bildet auch die jeweilige Umgebung täuschen echt nach; inklusive der entsprechenden Gerüche (!) und Geräusche. Das Ganze hat so fast schon etwas von einem Zoobesuch. Besonders beeindruckend war das 40 (!) Meter lange und 8 (!) Meter hohe Dinoskelett im Eingangsbereich, der Urzeitcanyon, der alle 8 Minuten mit Wasser überflutet wird und natürlich der T-Rex. In diesem Fall ein halbwüchsiger "Halbstarker", der gerade dabei ist, einen anderen Dino zu fressen. Alle Dinos bewegen sich, atmen und bewegen sogar die Augen, was teilweise richtig unheimlich ist. Zu Anfang und am Ende des Rundgangs wird ein Film gezeigt, der zweite sogar in 3D. Das war lustig, da mein Schatz hier richtig zusammengezuckt ist, wenn ein Flugdino scheinbar aus der Leinwand herausgeschossen kam. Demnächst soll noch eine große Halle angebaut werden und dann werden die Riesensaurier (die sich dann ebenfalls bewegen) ausgestellt. So einer, wie anfangs als Skelett zu sehen ist. Das ist bestimmt überwältigend.

Ich kann immer wieder nur staunen und dankbar sein, wie schön das Leben mit meinem Schatz ist. Wir finden die selben Dinge interessant, sehen die selben Filme gern (einzige Ausnahme: "Flash Gordon", den mag sie nicht so) und passen auch sonst in jeder Hinsicht perfekt zusammen. Ich freue mich schon auf unseren 7. Hochzeitstag!

Mittwoch, März 10, 2010

Wer wird Millionär - bin ich jetzt im Fernsehn?


Frank und ich mögen die Sendung "Wer wird Millionär". Irgendwann haben wir uns in den Newsletter-Verteiler der Produktionsfirma eingetragen und bekommen so regelmäßig spontane Einladungen zu den verschiedensten Sendungen. Wirklich interessant ist aber nur WWM.

So kam es, dass wir nach langer Zeit auch endlich die Möglichkeit erhielten, Karten für WWM zu erhaschen. Die Chance haben wir genutzt und so haben wir am 9. März eine Aufzeichnung von WWM besucht. Alexandra und Uli waren auch dabei und wir waren schon sehr gespannt.

Um die Eintrittskarten (die zugleich auch die Platzkarten sind) zu erhalten, sammelt man sich im Foyer des Studios und zu einem bestimmten Zeitpunkt beginnt die Kartenausgabe. Einfluss auf die Sitzplätze hat man nicht. Aber da Frank sich glücklicherweise sehr früh angestellt hat, haben wir die weltbesten Karten überhaupt erhalten und zufällig genau die, die wir uns gewünscht haben.

Nach der Kartenausgabe kann man sich an der "Bar" erfrischen. Das haben wir getan und mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Dann ging es rüber ins gegenüberliegende Studio und wir konnten mal hinter die Kulissen schauen. Nun ist es so, dass ich schon bei einigen TV-Aufzeichnungen war, aber es ist immer wieder ganz spannend, den "Vorhang zu lüpfen". Natürlich ist das Studio kleiner, als es im TV aussieht (es passen rd. 200 Zuschauer rein) und das Fernsehen schluckt viel. Aber die Atmosphäre war toll und als wir realisiert haben, dass wir eigentlich (in unseren Augen) die besten Plätze hatten, haben wir uns riesig gefreut. Es sei so viel verraten: Wer Alexandra und mich kennt, wird uns wohl des öfteren mal im Bild sehen. Und noch so viel: Wir hatten einen guten Blick auf Günther Jauch und den Hinterkopf der Kandidaten...

Günther Jauch ist sehr nett, sehr natürlich und entspannt. Genauso verlief auch die Aufzeichnung. Vorher und nachher wurde noch ein Plausch mit dem Publikum gehalten. Natürlich wurden wir als Publikum auf verschiedene Dinge hingewiesen. Leider konnten Frank und ich beim Publikums-Joker nicht aufstehen (und wir hatten uns das fest vorgenommen), weil wir bei den Antworten nicht so sicher waren, um es gut genug zu begründen für den Kandidaten. Aber das stand ja auch nicht im Vordergrund.

Nach einer Aufzeichnung war alles vorbei. Schade kann ich nur sagen. Sollten wir die Möglichkeit haben, würden wir auch 2 Studioaufzeichnungen buchen. Dieses Mal war das leider nicht möglich. Alexandra und Uli hatten auch viel Spaß und so werden wir die Sendungen jetzt wohl mit anderen Augen sehen.

Ach ja, die gestrige Aufzeichnung wird am Montag, den 15.03.2010 gesendet. :o)

Sonntag, Februar 07, 2010

Köln im Schnee

        

Wie man sehen kann, liegt auch in Köln im Winter mal Schnee. Dass es selbst in der Kölner Bucht so heftig geschneit hat und der Schnee über Tage liegen geblieben ist, ist eher ungewöhnlich. Aber sehr schön. Wir haben natürlich die Gunst der Stunde genutzt und sind im Schnee spazieren gegangen. Köln im Schnee ist einfach wunderschön. Der Schnee bedeckt die eher unschönen Ecken, das ist eine Augenweide.

Köln bereitet sich auf die Karnevalstage vor. Glücklicherweise bekommen wir hier in unserem Stadtteil davon nicht allzu viel mit. Die Jecken sollen feiern und Spaß haben, ich schaue mir das lieber aus der Ferne an. Dummerweise hat das Kölner Verwaltungsgericht die unglückliche Entscheidung getroffen, das Glasverbot an einigen Brennpunkten der Stadt aufzuheben. So wird auch dieses Jahr wieder ein Scherbenmeer auf den Straßen zurückbleiben, von den Verletzten durch Glas mal ganz zu schweigen. Wahrscheinlich stammt der Richter aus dem fernen Westfalen und weiß nicht, wie es im Karneval im Rheinland so zugeht. Anders kann ich mir eine solche Entscheidung nicht erklären. Aber auch die Stadt Köln muss sich fragen lassen, ob ein solches Verbot nicht vorher durch die Juristen der Stadt geprüft wurde. Die ganze Werbeaktion, die sicher viel Geld gekostet hat, ist jedenfalls für die Katz... Hier muss man leider wieder feststellen: Typisch Köln.

Weiberfastnacht jedenfalls machen Frank und ich uns einen schönen Tag. Zuhause.

Dieses Wochenende habe ich damit zugebracht zu überlegen, wo es dieses Jahr in den Urlaub hingehen kann. Frank und ich mögen Skandinavien und hatten Schweden ins Auge gefasst. Aber durch einen Artikel auf Spiegel Online wurde ich auf die Lofoten (Norwegen) aufmerksam. Eine wunderschöne Landschaft, viel Ruhe, der Atlantik und Wale sind die größten Attraktionen.

Zunächst aber freuen wir uns auf unsere kleine Reise anlässlich des 6. Hochzeitstages und die Star Wars Konzerte in Deutschland. Zwischendrin gibt es genug Stress, die Buchmesse in Leipzig steht wieder an und DIE HÖRSPIEL in Hamburg.  Die Sprachaufnahmen zur 2. Staffel von Cungerlan sind inzwischen fertig und weitere Projekte derzeit in der Mache. Mangelnde Beschäftigung gibt es nicht.

Heute jedoch genieße ich den faulen Sonntag mit einem schönen Buch auf dem Sofa.

Samstag, Januar 09, 2010

Dinosaurier Live

Donnerstag waren Frank und ich in der Kölnarena und haben uns Dinosaurier Live - Im Reich der Giganten angeschaut.

Um ein Haar wären wir zu spät dort aufgetaucht, weil wir vorher noch im Mongos Essen waren und ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass die Show erst um 20.00 Uhr beginnt. Glücklicherweise haben wir den zweiten Cocktail ausgeschlagen und uns um 18.30 Uhr zu Fuß in Richtung Kölnarena aufgemacht. Wir saßen kaum, als die Ankündigung kam, dass die Show in 5 Minuten beginnt. Puh...

Leider war die Kölnarena nicht ganz ausverkauft. Das war schade. Es waren - wie zu erwarten - viele Familien mit Kindern da. Das hat mir wieder gezeigt, dass sich meine Begeisterung für Kinder in Grenzen hält bzw. die Eltern den Kindern heute wohl gar nichts mehr beibringen, was irgendwie mit einem gewissen Benehmen oder Respekt vor dem Eigentum Anderer zu tun hat. Ich frage mich, was diese Kinder mal ihren Kindern weitergeben, haben sie selbst doch anscheinend nichts gelernt. Aber das ist ein anderes Thema.

Eine Art Erzähler, der Entdecker bzw. Wissenschaftler Huxley, führt als roter Faden durch die Show und erklärt die verschiedenen Erdzeitalter und die darin lebenden Dinosaurier, die dann die Bühne betreten. Das ist sehr beeindruckend und toll. Dass Huxley auf der Bühne durch die Show führt zeigt den Größenunterschied. Man kann fast gar nicht glauben, dass diese Lebewesen die Erde über Millionen von Jahren bevölkert haben. Wirklich faszinierend.

Das Bühnenbild ist zwar recht einfach, aber toll gemacht. Zum Ende, als Höhepunkt, tritt der Tyrannosaurus Rex auf.

Frank und ich waren wirklich begeistert von Dinosaurier Live und können diese Show (nicht nur Familien mit Kindern) unbedingt weiter empfehlen. Hier ein paar Impressionen:

Donnerstag, Dezember 24, 2009

Frohe Weihnachten

Wenn´s alte Jahr erfolgreich war,
dann freue dich aufs neue
und war es schlecht - ja dann erst recht!

(Karl-Heinz Söhler)

Wir wünschen euch wunderschöne Weihnachtstage, Zeit für Erholung und Entspannung, schönem Beisammensein, leckerem Essen und vielleicht auch leckerem Wein. Einen guten Rutsch ins Jahr 2010 mit viel Glück und vor allem Gesundheit.

Freitag, Dezember 18, 2009

Gestatten: Capitain Kork

Dieses Mal haben wir etwas länger damit gewartet, unseren Weihnachtsbaum zu kaufen. Traditionell ist es so bei uns, dass wir am 1. Advent die Wohnung samt Baum schmücken. Bisher hatten wir aber auch Bäume mit Ballen. Da die Auswahl hier aber nicht ganz so groß ist und die Bäume auch eher klein ausfallen, haben wir seit letztem Jahr einen wunderbaren Christbaumständer und frische Bäume. Dennoch sind 4 Wochen im Wasser für einen solchen Baum sehr lang, so dass wir erst ab dem 2. oder 3. Advent einen frischen Baum kaufen.

Das haben wir also getan und haben uns aufgemacht: Dingers Gartencenter.  Nach eigenen Angaben übrigens das größte überdachte Gartencenter Europas.

Wir haben uns die Bäume angeschaut. Da wir schon sowieso viele große Pflanzen im Wohnzimmer stehen haben und der Platz begrenzt ist, durfte es kein Baum sein, der ausladend ist. Eine 2 Meter Tanne ist ok, aber schlank sollte sie sein, damit sie in die avisierte Ecke passt. Wie man sieht, haben wir sie bekommen. Eine wunderschöne Korktanne mit blauem Nadelkleid. Allerdings haben wir auch mit einer Colorado-Tanne geliebäugelt und so eine würde ich gerne nächstes Jahr haben. Die sind einfach sehr ungewöhnlich.

Vergangene Woche wurde also unser Capitain Kork wunderbar geschmückt, schöner Weihnachtspop aus den 80er Jahren und Baileys haben uns das Schmücken versüßt. Die Geschenke liegen auch schon unterm Christbaum, denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude...

Zwischen all den schönen roten Kugeln und Holzfiguren haben wir eine "Köln-Weihnachtskugel" aufgehängt, die wir im Gartencenter entdeckt hatten. Sie gefiel uns so gut, dass wir sie einfach mitnehmen mussten.


Wir freuen uns sehr auf Weihnachten. Endlich mal einen Gang zurückschalten und Ruhe genießen.

Samstag, Dezember 12, 2009

Tafel Spende

In einer der letzten Lokalzeit Köln-Sendungen war ein Bericht über die sog. Weihnachtspäckchen-Aktion. Hier kann man als Zuschauer haltbare Lebensmittel einkaufen, in ein Päckchen oder Paket packen und an die verschiedenen Tafeln der Stadt (Köln oder Leverkusen) spenden. Diese Weihnachtspäckchen werden dann an bedürftige Menschen ausgegeben.

Frank und ich sind von dieser Idee, die wohl schon seit einigen Jahren läuft, begeistert. Wir haben dann beim letzten Einkauf einfach etwas mehr gekauft und so ein schönes Weihnachtspäckchen zusammengestellt. Außerdem noch ein paar Spiele, falls das Paket an eine Familie ausgegeben wird. Die Mitarbeiter der Tafeln werden ja wissen, an wen sie die verschiedenen Pakete ausgeben.

Ich selber weiß, wie es ist, wenn es um Weihnachten herum schwierig wird. Das erste Weihnachten nach der Scheidung meiner Eltern 1978 oder 1979 war traurig. Meine Mutter musste sich erst orientieren und hat kleine Bilder aus einem Katalog ausgeschnitten mit Dingen, die mein Bruder und ich uns gewünscht haben. Diese Bildchen wurden verpackt und an uns verschenkt mit dem Hinweis, dass wir diese Sachen bekommen, wenn es uns etwas besser geht.

Daher finde ich es schön, wenn man etwas abgibt, damit sich auch andere Menschen auf Weihnachten freuen können. Als Frank sagte, dass wir uns an dieser Aktion doch beteiligen können, fand ich das toll. Montag werden wir also dieses Paket bei der Leverkusener Tafel abgeben und hoffen, dass sich eine Familie darüber freuen wird.

Es wäre großartig, wenn sich mehr Menschen an dieser Aktion beteiligen würden, daher hier die Links zur entsprechenden Webseite des WDR:


Hier der Link zur WDR Mediathek, dort kann man sich in Filmbeiträgen alles rund um die Weihnachtspäckchen-Aktion ansehen:



Mittwoch, Dezember 09, 2009

Nu(h)r die Ruhe

Vergangenen Samstag waren wir bei Dieter Nuhr und haben uns sein neues Programm "Nuhr die Ruhe" angeschaut. Stattgefunden hat das Ganze im TSV Bayer Sportcenter in Dormagen, eine nicht ganz so schicke Adresse. Es gab freie Platzwahl und da wir schon recht früh in Dormagen aufgeschlagen sind, haben wir noch gute Plätze ergattert.

Dieter Nuhr war wunderbar und bissig, wie man ihn kennt. Ein oder zwei Mal hat man gemerkt, dass das neue Programm noch nicht so ganz sitzt, aber das schleift sich ja im Laufe seiner Tour ab und er hat es meisterhaft überspielt. Wir haben sehr gelacht. Großartig war die Zugabe und die Möglichkeit, Dieter Nuhr Fragen zu stellen. Das war definitiv ein Highlight.

Es ist wohl üblich, dass Dieter Nuhr nach seinem Programm DVD´s, CD´s und T-Shirts etc. signiert und diese Möglichkeit haben wir uns nicht entgehen lassen, wie man auf dem Handy-Foto sehen kann. Wir wussten nicht, dass es erlaubt ist, Fotos zu machen, daher hatten wir unsere Kamera zu Hause gelassen.

Wir haben uns dann noch ein paar Dinge signieren lassen. Was, wird nicht verraten, es sollen ja schließlich Überraschungen sein.

Am 20.11.2010 ist er in der Kölnarena und wir überlegen, ob wir nicht noch einmal hingehen sollen. Lohnen würde es sich in jedem Fall.

Samstag, November 28, 2009

Urlaub an der Nordsee

Vor einiger Zeit sind wir aus dem wohlverdienten und lange ersehnten Urlaub zurückgekommen. Zwei Wochen Nordsee, zwei Wochen Butjadingen. Das war nötig.

Unser Ferienhaus war gebucht, die Fahrt verlief schnell und problemlos und wir hatten uns einiges an Unternehmungen vorgenommen. Zunächst ging es zum Kap Hörne, das machen wir jedes Mal so.

Butjadingen ist einfach der ideale Standort und es gibt noch so viel zu entdecken. Man ist in kurzer Zeit in Wilhelmshaven.  Mit der Fähre von Nordenham aus gehts in 12 Minuten nach Bremerhaven. Man kann die Küstenbäder "abfahren" und die Nordseeinseln besuchen. Wir wollten zunächst nach Wangerooge, allerdings gab es nur wenige Fährverbindungen. Wir haben uns dann für Norderney und Spiekeroog entschieden. Auch Cuxhaven haben wir besucht, waren aber doch ziemlich enttäuscht.

Was man allein in Bremerhaven unternehmen kann ist unglaublich. Dieses Mal wollten wir die Hafenrundfahrt und die Fahrt mit dem Hafenbus nicht verpassen.

Der Hafenbus startet im Fischereihafen von Bremerhaven. Das sog. Schaufenster Fischereihafen ist eine wunderschöne Anlage, kleine Restaurants, ein Museumsschiff und ein Meerwasseraquarium sind dort zu finden. Beim nächsten Besuch werden wir uns das Schaufenster sicher genauer ansehen.

Der Hafenbus benötigt rund 2 Stunden für die Rundfahrt im Containerhafen mit anschließender kleiner Stadtrundfahrt. Allein der Auto-Terminal ist beeindruckend. Die großen Schiffe, die ausschließlich mit Autos (rd. 6000 - 8000 Stück) beladen werden, sind gigantisch. Die Parkdecks (sog. Regale) sind voller Autos. Im Auto-Terminal standen kilometerweit die Autos mit einem Wert von ca. 4 Mrd. Euro. Vom Kleinwagen zum LKW über die Yacht bis zum Krankenwagen, für den Einsatz im Irak, ist alles dabei.

Es war toll, hinter die Kulissen zu blicken.

Die Hafenrundfahrt mit dem Schiff ist da schon etwas gemütlicher. Man startet im Neuen Hafen zu einer einstündigen Rundfahrt und sieht den Containerhafen von Seeseite aus. Das ist eine etwas andere und auch sehr interessante Perspektive. Es ist schon toll, wenn man einerseits an einer russischen Rostlaube vorbeischippert und im nächsten Moment an der noch nicht ganz fertig gestellten millionenteuren Yacht von Milliardär Abramowitsch vorbeifährt.


     

Außerdem trifft man auf allerhand lustiger Seeleute, die einem freundlich zuwinken...


Unbedingt besuchen wollten wir auch die Plattform des Atlantic Sail City Hotels, das dem in Dubai nicht ganz unähnlich ist. Auf 140 Metern hat man eine grandiose Aussicht auf die Stadt, die Maritime Meile, dem Zoo am Meer (den wir auch wieder besucht haben) bis hin zum Schaufenster Fischereihafen genau entgegengesetzt. Der Blick auf die Wesermündung ist atemberaubend. Es ist schon ein wenig unheimlich so weit oben über der Stadt. Bis ins Letzte ist die Plattform nicht abgesichert. Wer will, kann dort ohne Mühe über das Geländer klettern.


         

Ein weiteres Highlight in Bremerhaven ist das neu erstellte Klimahaus. Man unternimmt dort eine Reise entlang des 8. Längengrades um die Welt. Es gibt Sinnes-Stationen, Rauminszinierungen und Multimedia-Stationen und so taucht man in die fremde Klimawelt ein. 

Von Bremerhaven geht es in die Schweiz, auf Sardinien, nach Kanak (Niger), Ikenge (Kamerun), Königin-Maud-Land (Antarktis), Satitoa (Samoa), Gambell (Alaska) und auf das Hallig Langeneß. Die verschiedenen Klimazonen werden mit Sinnes-Stationen und Rauminszinierungen begreifbar gemacht, z.B. durch einen künstlichen Gletscher mit einer Raumstation und echtem Eis und Temperaturen bis - 6 Grad.  Man erlebt das feucht-heiße Klima des Regenwaldes in der Sektion Kamerun, man kann den Sandstrand inklusive Inselkirche von Samoa erleben oder auch die Hitze der Sahel-Zone mit 35 Grad in der Sektion Niger. Das Klimahaus hat zwar nach der Neueröffnung noch ein paar Kinderkrankheiten, aber ein Besuch ist ein Muss. Wichtig: Die richtige Kleidung. Gerade die heißen Klimazonen machen mit einem dicken Woll-Rolli, wie ich ihn an diesem Tag getragen habe, keinen richtigen Spaß. Das nächste Mal geht es mit richtiger Kleidung wieder ins Klimahaus.

Bremerhaven ist eine wunderschöne Stadt mit einer tollen Maritimen Meile und bietet vielfältige Möglichkeiten, unsere Favoriten sind:

  • Auswandererhaus
  • Klimahaus
  • Deutsches Schiffahrtsmuseum
  • Hafenbus
  • Hafenrundfahrt
  • Zoo am Meer (für mich einer der schönsten Zoos in Deutschland)
  • Plattform Atlantic Sail City
  • Schaufenster Fischereihafen
  • Maritime Meile

Bei den letzten Besuchen knapp verpasst und dieses Mal nachgeholt: Eine Schiffstour zu den Robbenbänken von Fedderwardersiel aus mit der Wega II. Fedderwardersiel ist ein süßes Hafenstädtchen in Butjadingen. Von dort aus sind wir bei schönstem Wetter rund 4 Stunden auf dem Meer unterwegs gewesen. Wir waren die ganze Zeit an Deck, auch wenn es zum Ende hin - trotz superdicker Jacken - recht kalt wurde. Es waren sehr viele Robben auf der Sandbank und wir wurden angewiesen, ganz leise zu sein und nur zu flüstern, damit wir die Robben so wenig wie möglich stören. Auch der Schiffsmotor wurde abgestellt. Das war ein sehr schönes Erlebnis.

Auf dem Rückweg zum Hafen kreuzte uns Europas größtes Containerschiff, die Elli Maerks. Sie ist rund 400 Meter lang. Die Bugwelle, die uns später traf, sorgte für einen ordentlichen Wellengang. Das war ein Gefühl, als würde man auf der Kirmes mit der Bounty fahren. Ein großer Spaß!

        

Dieses Mal wollten wir gerne Wangerooge besuchen. Eine Tagesfahrt auf eine Nordseeinsel mit einer Fähre. Leider waren die Fährzeiten nach Wangerooge äußerst bescheiden und wir sind einfach die Küstenstraße weitergefahren und haben nach und nach geschaut, wann welche Fähre auf eine der Inseln fährt. Wenn wir uns schon Wangerooge nicht ansehen sollten, dann doch wenigstens eine der anderen Inseln. Zunächst ging es nach Norderney. Also rauf auf die Fähre und los ging es. In 55 Minuten waren wir da.

Leider war das Wetter recht schlecht und die Zeit etwas knapp, so dass wir nicht so viel von Norderney sehen konnten, wie geplant. Das Städtchen ist sehr schön, viele weiße und hellgelbe Bauten, die Wege (Fußgängerzone) mit rotem Ziegel gepflastert. Leider gibt es aber auch ein oder zwei Bausünden der 70er Jahre, die das Bild ein wenig stören. Wir haben uns dann im Bistro Börse (sehr schön und urig) bei Käsekuchen und Friesenschokolade aufgewärmt, bevor es mit der Fähre wieder zurück aufs Festland ging.

An einem der anderen Tage hatten wir uns eine Tagesfahrt nach Spiekeroog ausgesucht. Spiekeroog ist ja völlig anders. Die Insel ist zwar nicht sooo viel kleiner als Norderney, hat aber nur einen Bruchteil an Bewohnern (etwas über 700 im Gegensatz zu Norderney mit über 5000). Die Insel ist knuffig, süß, malerisch. Kein Haus ist höher als die Kirche, allein das Rathaus ist 3-stöckig. Türen, Bänke, Zäune, Pavillions sind weiß gestrichen. Fensterläden etc. grün. Süße kleine Cafés und Restaurants und eine für mich ganz besondere Dünenlandschaft. Teilweise hat man das Gefühl, dass man die Highlands in Schottland besucht und sich nicht auf einer Nordseeinsel aufhält. Das Meer, der Strand, alles war wunderschön. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort.

      

      

Der Urlaub war wunderschön und die Rückfahrt ist immer mit ein wenig Wehmut verbunden, weil man genau weiß, dass jetzt wieder viel Arbeit und Stress auf einen wartet. Wie immer haben wir uns am Tag der Abfahrt vom Kap Hörne verabschiedet, um Richtung Heimat zu starten.


Ab morgen beginnt für uns die Vorweihnachtszeit, auf die wir uns sehr freuen. Rechtzeitig zum 1. Advent wird die Wohnung schön geschmückt und der Adventskranz selber gebastelt.

Trotzdem freue ich mich schon auf unseren nächsten Urlaub...