Mittwoch, April 03, 2013

Challenge und andere Kleinigkeiten


Eigentlich dürfte ich diese Überschrift gar nicht verwenden, da ich die 30 Tage Challenge nicht mache. Trotzdem ist diese Ernährungsumstellung eine Challenge, eine Herausforderung. Man muss viel ausprobieren, genau auf die Zutatenlisten achten und schauen, dass man genug Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen usw. aufnimmt. Man muss sich einfach mit dem Essen und mit Lebensmitteln auseinandersetzen und genau das ist es, was ich daran so spannend finde.

Ostersonntag waren wir bei den Schwiegereltern und ich war schon riesig gespannt, was dort aufgetischt wird. Meine Schwiegermutter ist ein Goldstück und hat sich mit der Materie befasst. Sie hat mir Sojamilch für den Kaffee gekauft, vegane Banenenmuffins gebacken und das Essen war eine vegane Nudelpfanne mit gebratenen Pilzen. Für die "Fleischfresser" gab es zweierlei Schnitzelchen und für mich gab es marinierten, gebratenen Tofu. Eine Salatplatte wurde auch noch angeboten. Mein Nachtisch wäre Soja-Joghurt mit frischen Erdbeeren gewesen. Den habe ich allerdings nicht mehr geschafft.

Ich fand das großartig, weil meine Schwiegermutter ohne großes Vorwissen ein Essen gezaubert hat, das die "Fleischfresser" der Familie und ich sehr genießen konnten.


Tofu ist eine sehr wichtige Eiweißquelle und hier muss man sich wirklich quer durch das Angebot durcharbeiten. Tofu ist nicht gleich Tofu. Räuchertofu schmeckt sehr gut kalt auf dem Brot oder kross angebraten, als Speck-Ersatz. Aber der normale Tofu ist auch mariniert oftmals nicht so schmackhaft, weil er die falsche Konsistenz hat. Ich habe eine sehr gute Quelle im Internet entdeckt: Lord of Tofu. Allein der Name ist schon genial. Hier gibt es eine breite Palette an Tofu, 100 % bio, vegan und ohne künstliche Zusatzstoffe. Heute Morgen habe ich den Basilikum-Tofu ausprobiert. Eine schöne Scheibe Graubrot, etwas veganer Streich darauf, ein paar Scheiben vom Tofu und darauf dann frische Avocado mit Salz und Pfeffer aus der Mühle. Ein absolutes Gedicht. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Sorten, die ich gestern bestellt habe und die heute schon geliefert wurden.




Vor Ostern habe ich auf der Seite von Vegan Wonderland eine Art Probierpaket bestellt. Unter anderem mit zwei Arten von Käsealternativen: Wilmersburger Scheiben classic und Wilmersburger Kräuter. Da ich eine absolute Käseliebhaberin bin, war ich äußerst skeptisch, ob diese Käsealternativen überhaupt schmecken können. Ich habe die Wilmersburger Scheiben classic eben auf einer Scheibe Brot probiert und bin begeistert. Der Aufschnitt riecht frisch und nach Käse, er hat eine wunderbare Konsistenz und man kann ihn sogar "auf die Hand" essen, weil er so lecker ist.


Neben Seidentofu, mit dem man wunderbare Getränke im Mixer herstellen kann, habe ich noch zwei Wurst-Alternativen geordert: Hobelz Aufschnitt Pfeffer und Hobelz Aufschnitt Olive. Hier lasse ich mich mal überraschen. Vegane Gemüsebrühe war noch im Paket, ebenso Hickory Rauchsalz, geschmorter Tofu, Vleischkäse, Streiche von Zwergenwiese und No Muh Chas dezent, eine Käsealternative am Stück und nicht in Scheiben. Jetzt sollte ich erstmal versorgt sein.

Ein weiteres Kilo hat sich aus dem Staub gemacht, ohne dass ich etwas dafür getan hätte. Ich glaube das ist ein deutliches Zeichen. Am Ende der Woche werde ich beim Hausarzt ein Blutbild mit Vitaminstatus machen lassen, um die Blutwerte im Auge zu behalten. Das I-Tüpfelchen wäre jetzt ein Bio-Supermarkt vor Ort, um die Produkte direkt kaufen zu können. In Köln gibt es reichlich davon, aber ich habe weder Zeit noch Lust, deswegen in die Kölner Innenstadt zu fahren.

Hier sind noch ein paar Bilder von den Mahlzeiten der letzten Tage:

Weiße Bohnen mit
Tomaten-Zwiebel-Soße
 


Salat ohne Topping
Topping: Kross gebratenes Soja

Pralinen nach Attila Hildmann
Bananen-Schoko-Matcha-Shake

Ach ja und noch etwas! Unser Igel ist aus dem Winterschlaf erwacht, wir haben ihn gestern Abend beim Futterstibitzen erwischt:



Dienstag, März 26, 2013

Challenge - kleiner Bericht


Vergangenen Sonntag hatte meine Ernährungsumstellung die erste Bewährungsprobe: Ein Essen im Restaurant. Selbstverständlich kommt kein Steakhaus in Frage. Wir wohnen glücklicherweise in einer Umgebung mit sehr vielen sehr guten Restaurants mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Wir haben uns für das Restaurant Na-Ree Thai entschieden und wurden nicht enttäuscht. Sicher ist die Auswahl an vegetarischen (und bei diesem Thai auch gleichzeitig veganen) Gerichten nicht hoch. Aber man kann in der Vorspeise zwischen frittiertem Gemüse, einer Gemüsesuppe o.ä. wählen. Als Hauptgericht werden sogar 4 vegetarische Gerichte angeboten. Das Essen war sehr lecker, also werden wir dort sicher öfter mal Essen gehen.

Ostern bei den Schwiegereltern wird ein kleines Abenteuer. Ich habe zwar mitgeteilt, dass ich mich vegan ernähre und was das in Grundzügen bedeutet. Aber wie die Umsetzung erfolgt, bleibt spannend. Schön ist es, dass meine Entscheidung, mich vegan zu ernähren, nicht von blöden Kommentaren begleitet wird, sondern von Interesse an der Sache.

Gestern gab es leckere Zucchini-Spaghetti alla Carbonara. Den Räuchertofu muss ich aber vorher in der Pfanne anbraten, damit er schön kross wird. Dann wäre das Gericht perfekt gewesen.


Mittlerweile habe ich mir einen Butterersatz besorgt. Ich liebe die gesalzene Butter von kaergarden und ein Verzicht darauf ist nicht leicht. Aber die Pflanzenmargarine von Alsan ist gut und lecker. Da ich mich nicht sklavisch an die Challenge halte, sondern einfach nur vegan esse, habe ich mir jetzt im Internet im Vegan Wonderland ein kleines Probierpaket bestellt. Aufschnitt (Wurstersatz) und Käsealternativen als Aufschnitt. Ich brauche mein heißgeliebtes Vollkornbrot am Morgen und kann mich nicht ständig von Müsli oder dem Firestarter ernähren. Mein Ziel ist auch keine Gewichtsabnahme oder Wonderwoman zu werden. Mein Ziel ist es, mit Hilfe des Buches "Vegan for fit", in die vegane Ernährung hineinzufinden und mir schöne Anregungen zu holen. Der Nebeneffekt, dass ein paar Kilos verschwinden, kommt ganz von selbst.

Heute Abend gab es Ofengemüse (Zucchini, Aubergine, Möhren, Frühlingszwiebel, Kräuter, Tofu) mit Artischocken-Joghurt-Dip (inkl. Schnittlauch, frische Minze, Rosmarin, Dill, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Soja-Joghurt). Herrliche Schlemmerei!



Samstag, März 23, 2013

Challenge - kleines Wochenfazit


Seit 6 Tagen ernähre ich mich vegan. Ich fühle mich sehr wohl damit und außerdem fühle ich mich auch befreit. Ich fühle mich befreit davon, ebenfalls zum unsäglichen Leid der Tiere beizutragen. Das ist ein schönes Gefühl. Der Mehrwert dieser Ernährungsweise ist, dass ich mich gesund ernähre, mit regionalen und saisonalen Produkten. Ich brauche keine Flugmango, um gut zu essen.

Der Aufwand, Essen fürs Büro vorzubereiten, ist jetzt sehr viel höher. Das ist mir manchmal lästig, besonders, wenn ich abends noch etwas für den nächsten Tag vorbereiten muss. Ich kann ja nicht einfach in die Kantine gehen. Es gibt noch viel zu wenig vegane Angebote in Betriebskantinen oder in den Innenstädten. Das ist schade und sollte sich dringend ändern. Ansonsten ist alles eine Frage der Organisation, das spielt sich schon noch ein.

Gestern hatte ich kalte Quinoa-Buletten mit Tomaten-Tofu-Dip im Büro. Die waren sehr lecker. Viel Lust zum Kochen hatte ich zu Hause gestern nicht, also gab es noch ein paar übrig gebliebene Buletten, später einen Bananen-Schoko-Matcha-Shake und zwei Avocados mit Salz, Pfeffer und etwas Himbeeressig.

Ich habe keine Heißhungerattacken. Durch die bewusste Ernährung schiebt man sich auch nicht ständig nebenher irgend etwas ins Naschmäulchen. Schokolade und andere leicht verfügbare (und verführerische) Zwischenmahlzeiten sind ja nicht vegan. Ein Vorteil.

Nach 6 Tagen wiege ich 1 kg weniger. Das ist zwar nicht das Ziel, aber trotzdem ein schöner Nebeneffekt.

Donnerstag, März 21, 2013

Challenge - Tag 3 und 4


Ich kann gar nicht glauben, dass ich mich vegan ernähre. Das Essen ist so lecker und macht so satt, man muss weder etwas entbehren noch etwas vermissen. Einzig die aufwändigere Vorbereitung ist etwas anstrengend, da ich die Sachen mit ins Büro nehme. Sobald sich alles eingespielt hat, wird das sicher weniger werden. 

Gestern gab es Blumenkohl mit einer Currysoße. Dazu hatte ich mir noch Räuchertofu angebraten, weil ich dachte, dass ich nicht satt werden würde. Da hatte ich aber falsch gedacht, denn nach 1 1/2 Röschen Blumenkohl konnte ich meinen Tofu gar nicht mehr essen.

Heute war "Resteverwertung" vom gestrigen Tag im Büro angesagt. Morgens gab es einen Firestarter, aber dieses Mal mit Kakao und einer Banane. Äußerst schmackhaft.

Für das Büro morgen habe ich Quinoa-Buletten mit Tomaten-Dip vorbereitet. Da verzichte ich auf den Firestarter. Für die Quinoa-Buletten benötigt man 200 g Quinoa. Das kocht man mit 550 ml Wasser so lange, bis das Wasser verkocht ist. In der Zwischenzeit hackt man zwei kleine rote Zwiebeln, schneidet frisches Schnittlauch, gibt etwas Senf und 2 EL Johannisbrotkernmehl hinzu und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Anschließend vermischt man alles und brät die Masse mit etwas Öl in der Pfanne von jeder Seite ca. 4 Minuten. Der Dip besteht aus Soja-Joghurt, 2 frische Tomaten, ein paar getrocknete Tomaten, Salz, Pfeffer und dann alles ab in den Mixer.

Das heutige Abendessen war Freestyle: Mangold mit einer Tomaten-Tofu-Soße. Wieder habe ich nur einen Bruchteil der Portion geschafft. Den Mangold habe ich im Ofen mit etwas Öl, Salz und Pfeffer bei kleiner Hitze angeschmort. Während dessen habe ich weichen Naturtofu mit der Gabel zerdrückt und mit etwas Rapsöl im Topf angebraten. Vorher habe ich weißes Mandelmus mit Wasser vermischt und Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Chillipulver gewürzt. Diese Mischung habe ich dann zum Tofu in den Topf gegeben und andicken lassen. Die Soße war in nullkommanix fertig. Diese Nussmuse sind eine wahre Entdeckung. Besser können Soßen nicht schmecken, sie könnten nicht sämiger sein und sie haben eine natürliche Bindung.



Tagsüber habe ich sehr oft richtige Energieschübe und unglaublich gute Laune. Ich bin munterer als ohnehin schon. Das gipfelte heute in wahre Glücksgefühle. Wenn das ebenfalls eine der "Nebenwirkungen" veganer Ernährung ist, kann ich nur sagen: Weiter so!

Dienstag, März 19, 2013

Challenge - Tag 2



Die Nacht war um 04.49 Uhr zu Ende. Unser Dicker wollte raus und ich war fit. Also habe ich mich daran gemacht, mir den Firestarter zu mixen. Mein Frühstück am zweiten Tag der Challenge.


Das Zusammenstellen der Rezeptur hat etwas gedauert, da ich die Zutaten abwiegen musste. Künftig werde ich das am Abend vorher machen, damit ich morgens direkt losmixen kann. Alles andere lässt sich mit unserem Tagesrhythmus und Alltag nicht vereinbaren.


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Das Grundrezept des Firestarters geht so:


  • 40 g Haferflocken
  • 20 g gepopptes Amaranth
  • 400 ml Hafermilch
  • 1 Msp. gemahlene Vanille
  • 35 g Agavendicksaft
  • 15 g geröstete Haselnusskerne
  • 15 g Walnusskerne
  • 1 EL Leinsamen
  • 4 Eiswürfel
  • 100 g Heidelbeeren

Ich habe die Haselnusskerne und die Walnusskerne durch Mandeln ersetzt, da ich weder Haselnüsse noch Walnüsse im Haus hatte. Die Heidelbeeren wurden durch meine gestrige Beerenmischung ersetzt. Der Boost war dann das Matcha, das ja eine intensiv grüne Farbe hat. In Verbindung mit den roten Beeren kam dann dieses giftgrüne Getränk heraus, das der Hexe des Westens alle Ehre gemacht hätte.

Der Firestarter macht pappsatt und schmeckt sehr gut. Er lässt sich prima variieren mit Kakao oder Bananen. Ein guter Start in den Tag, auch, wenn ich mein Vollkornbrot vermisst habe.

Mittags gab es den gut durchgezogenen Quinoa-Salat. Herrlich lecker!

Da von den Zucchini-Spaghetti noch so viel übrig geblieben ist, haben wir uns entschlossen, heute die Reste zu essen. Der holde Göttergatte macht sich dann noch Rührei oder gebackenen Feta dazu und fertig ist das köstliche Abendessen.

So kann es weitergehen.

Montag, März 18, 2013

Die Challenge beginnt


Nachdem ich das Buch "Peace Food" von Ruediger Dahlke gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich mit dem Beginn der Challenge nicht bis nach Ostern warten wollte. Im Kapitel "Das Leid der Tiere" wurde mir noch einmal drastisch vor Augen geführt, wie sehr wir Menschen Tiere quälen, damit sie später als Steak auf unseren Tellern laden. Also habe ich die Challenge vorverlegt und heute ist der erste Tag.

Glücklicherweise wurde mein Standmixer heute geliefert, so dass ich nun den morgendlichen Firestarter zubereiten kann oder auch den ein oder anderen Matcha-Shake.

Mein Frühstück war das Amaranth-Joghurt-Pop mit gemischten Beeren. Amaranth ist eine Art Getreide, das sehr eiweißhaltig ist. Darüber hinaus enthält es noch sehr viel Eisen, Magnesium und Calcium.

Für diese Zubereitung benötigt man gepopptes Amaranth, das eine flockige und leichte Konsistenz hat. Man denke nur an Popcorn. Allerdings hat Amaranth nur ein Bruchteil seiner Größe, da die Körnchen ungefähr die Größe von Hirsekörnern haben.

Weitere Zutaten waren Soja-Joghurt, Agavensirup (mit dem ich auch meinen Kaffee süße) und gemischte Beeren. Normalerweise wird das richtig schön im Glas geschichtet, allerdings war ich heute Morgen so hungrig, dass ich es mir einfach in einem Teller angerichtet habe.

Das Frühstück war sehr sättigend und sehr lecker, dabei aber leicht. Der Agavensirup süßt sehr mild und das Amaranth hatte eine leicht nussige Note. Das war ein gelungener Start in den Tag.

Als "Zwischenmahlzeit" habe ich mir im Mixer eine Matcha-Vanille-Mandelmilch zubereitet. Hierfür habe ich 300 ml Mandelmilch, 1 Prise Salz, 1 1/2 Esslöffel Agavensirup, 2 Msp. gemahlene Vanille und 1 leicht gehäuften Teelöffel Matcha in den Mixer gegeben und alles kräftig gemixt. Anschließend wurde der Shake in einem Glas mit 5 Eiswürfeln aufgegossen.


Dieser Shake schmeckt mir sehr gut, weil er durch den Matcha leicht herb ist. Ich lasse mich mal überraschen, ob der Matcha bei mir auch eine aufputschende Wirkung hat, die man ihm zuschreibt.


              

Zum Abendessen wird es Zucchini-Spaghetti-Bolognese mit Mandel-Parmesan geben. Die Zucchini-Spagehtti werden mit einem Spiralschneider geschnitten. Die Bolognese wird aus Tofu zubereitet, außerdem kommen noch folgende Zutaten hinzu: Zwiebeln, Knoblauch, getrocknete Tomaten, Basilikum, Olivenöl, Oregano, Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Tomatenmark. Das Mandel-Parmesan wird aus gerösteten Mandeln hergestellt, die im Mixer so lange gemahlen werden, bis sie wie Parmesan aussehen. Auf das Abendessen freue ich mich schon, weil ich unglaublich gespannt bin auf die Zucchini-Spaghetti.

Fürs Büro werde ich ein paar Dinge vorbereiten: Quinoa-Buletten und den Quinoa-Salat "to go". Dazu kommen noch die Chilli-Cracker aus Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Meersalz, Tomatenmark, Chilli und Kurkuma und die Amaranth-Riegel mit Kirsche und Mandel. So kann man sicherstellen, dass man auch für unterwegs oder im Büro auf veganes Essen zurückgreifen kann.

Noch ist das alles mit einiger Vorbereitung verbunden. Aber wenn man diese Ernährungsweise einmal verinnerlicht hat, geht das sicher leichter von der Hand. Ich freue mich darauf.

Samstag, März 09, 2013

Vegan for fit


Seit je her spielt Essen in meinem Leben eine große Rolle. Als Kind war ich sehr dünn und aktiv, wollte nicht richtig essen - wenn überhaupt nur Milka Noisette-Schokolade. Später, als meine Eltern sich scheiden ließen, habe ich fehlende Zuwendung und Kummer mit Essen kompensiert. Ich wurde dick, ich wurde gehänselt. In der Pubertät war ich viel unterwegs und wurde wieder sehr schlank, ohne etwas dafür zu tun. Das Muster bei mir war, dass ich vieles über das Essen kompensiert habe: Frust, Kummer, Langeweile. Daher wurde das zentrale Thema in meinem Leben: Was darf ich essen und was nicht?

Ich bin durch einige Tiefen (und natürlich auch Höhen) in meinem Leben gegangen und mittlerweile ist Essen für mich Genuss. Ich liebe Essen und bin sehr interessiert am Thema "Ernährung". Ich brauche nicht mehr darüber nachzudenken, ob ich etwas esse oder essen darf. Darüber bin ich froh.

Da ich aber auch Tiere sehr liebe, kann ich meine Augen einfach nicht mehr davor verschließen, wie sehr die sog. Nutztiere leiden müssen, bevor sie auf unseren Tellern landen. Ich habe immer gerne Fleisch gegessen, aber mittlerweile regt sich in mir der Widerwille. Es ist einfach pervers, dass der einzige Grund, dass es Kalbfleisch zu kaufen gibt, die Milchproduktion ist. Aber ohne Trächtigkeit wird eben keine Milch produziert. Da unterscheidet sich die Kuh nicht von einer Schwangeren. Der Mensch ist das einzige Säugetier, das die Muttermilch eines anderen Säugetiers trinkt. Dabei ist Milch weder so gesund, wie immer behauptet wird (siehe Laktoseintolerenz) noch unverzichtbar. Für mich ist sie schlichtweg überflüssig.

Aufgrund unseres Wohnortes sind wir in der glücklichen Lage, unser Fleisch nicht im Supermarkt kaufen zu müssen. Es gibt hier sehr viele regionale Anbieter, bei denen man sich sicher sein kann, dass die Tiere artgerecht gehalten und gefüttert werden und am Ende ihres Lebens nicht in qualvoller Weise tausende von Kilometern transportiert werden, um als Steak auf unseren Tellern zu landen.

Dennoch... Ich möchte kein Fleisch mehr essen.

Zufällig sah ich in der Sendung "Der Vorkoster" einen Bericht über Attila Hildmann. Er hat, zusammen mit Björn Freitag, vegane Gerichte gekocht, die selbst den Sternekoch überzeugt haben. Das, was auf den Teller gebracht wurde, sah auch sehr lecker aus. Dann bin ich über die Bücher von Attila Hildmann "gestolpert": Vegan for fun und das neue Buch Vegan for fit.



Vegan for fit ist eine 30 Tage Challenge. Hier wird vegane Ernährung in tollen Rezepten vorgestellt, so dass ich beschlossen habe, diese Challenge ebenfalls in Angriff zu nehmen. Ich bin sehr gespannt darauf, was die neue Ernährungsform bewirkt. Mir geht es hier nicht darum abzunehmen, sondern auszuprobieren, ob dieser Weg ein Weg für mich sein kann.

Nach Ostern werde ich mit der Challenge beginnen. Vorher werde ich noch die notwendigen Basics und Küchengeräte bestellen, damit ich optimal vorbereitet bin. Im Blog und auf Facebook werde ich von dieser Challenge berichten und vielleicht den ein oder anderen anregen, es auch auszuprobieren.

Ich freue mich schon sehr auf diese Erfahrung und bin ungeheuer gespannt, welches Fazit ich am Ende der Challenge ziehen kann.

Samstag, Januar 05, 2013

Kleines Klassentreffen


Man mag es kaum glauben, aber "früher" war ich strikt gegen Facebook. Eine Bekannte aus einem Forum, in dem ich schon längst nicht mehr unterwegs bin, hat mich gelockt und nachdem ich mich dort angemeldet und einigermaßen zurecht gefunden habe, nutze ich Facebook täglich.

Ich habe immer noch Bedenken und sehe Facebook kritisch. Wenn man aber um diese Dinge weiß und die Einstellungen entsprechend anpasst, macht Facebook Spaß.

So habe ich u.a. auf Facebook viele alte Klassenkameraden wiedergetroffen und man ist in Kontakt gekommen. Mit zwei von meinen alten Klassenkameraden habe ich mich zu einem kleinen Klassentreffen verabredet. Nach einigen Anläufen haben wir uns zwischen den Tagen getroffen und es war unglaublich lustig und schön. Manu hatte ich im Sommer nach gut 22 Jahren wiedergetroffen und war erstaunt, wie gut ich noch meine alte Freundin erkannt habe. René habe ich auch ca. 22 - 23 Jahre lang nicht gesehen. Ich war neugierig und hab mich sehr auf den Abend mit den beiden gefreut.

Nach der langen Zeit war immer noch Vertrautheit da. Es gab kein peinliches Schweigen (höchstens gefräßige Stille...). Es gab viel Gesprächsstoff und ganz wie in alten Zeiten, war René der Motor des Gesprächs. Ich habe den Abend (und einige Mojitos) sehr genossen und würde mich sehr freuen, wenn wir weiter einen guten Kontakt haben.

Das Abschlussjahr in der Klasse 10 B habe ich in schöner Erinnerung, weil ich mich in dieser Klasse sehr wohl gefühlt habe. Es war eine relativ kleine Klasse und trotz einzelner Grüppchen kamen wir doch alle gut miteinander aus. Die Abschlussfahrt zum Skifahren nach Ramsau hat die gute Klassengemeinschaft noch verstärkt.

Eigentlich war damals schon klar, wie der Lebensweg mancher Schulfreunde verlaufen würde. Die vage Vorstellung davon hat sich oftmals bestätigt. Nur wenige Klassenkameraden haben sich weit von ihrer Heimat entfernt, René ist da die große Ausnahme. Ich bin ja letztlich auch in meine alte Heimat zurückgekehrt. Es war schön, im Fotoalbum von der Abschlussfahrt zu blättern und die Erinnerungen aufleben zu lassen.

Manu und René, danke für diesen schönen Abend. Es ist toll, dass wir uns wiedergefunden und getroffen haben, ich freue mich auf mehr davon!

 

Dienstag, Januar 01, 2013

Neujahrsgrüße


Der Jahreswechsel war sehr schön, 2013 kann kommen!


Nach einem leckeren Fondue (der Sud bestand aus Gemüsebrühe, Kokosmilch, verschiedene Gewürze und frischen Kräutern) mit delikatem Fleisch und köstlichen Rosmarin-Backkartöffelchen konnte der Silvesterbalkon vorbereitet werden.

Leere Sektflaschen dienten als Ständer für die Wunderkerzen. Feuerzeuge und ein Eimer Wasser standen ebenfalls bereit. Das Kamerastativ wurde aufgebaut und so konnten wir in Ruhe bei einem Glas Sekt den Jahreswechsel abwarten.

Raketen und Böller haben wir uns gespart. Wir wollten lieber das Feuerwerk auf unserem Logenplatz genießen. Glücklicherweise hat es nicht geregnet und der Himmel war klar. Einzig der Wind war etwas lästig.





Sodann konnte der Göttergatte mit dem Champagner die Bühne betreten und das eigens für uns bestellte Feuerwerk und die Wunderkerzen haben alles in ein stimmungsvolles Licht getaucht.


Voller Freude haben wir das Jahr 2013 begrüßt.

Gute Vorsätze für das Jahr 2013 haben wir uns geschenkt. Das Leben ist spannend, aufregend, manchmal hektisch und traurig, gelegentlich ärgerlich und dennoch ein Geschenk. Wozu brauche ich da Vorsätze? Ich bleibe lieber neugierig und offen für alles, was das neue Jahr für uns bereit hält.


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Wir wünschen ein tolles und glückliches 2013!

Sonntag, Dezember 30, 2012

Rocky Musical und Hamburg


Von meinem Göttergatten hatte ich Karten für das Rocky Musical geschenkt bekommen. Wir beide lieben die Rocky-Filme, besonders Teil 1 und 6.

Da ich die Karten früh im Jahr geschenkt bekommen habe, hatten wir viel Zeit für Vorfreude. Am 15.12. war es dann endlich soweit.

Zunächst hatte ich Flüge gebucht, über das Portal www.fluege.de (der Unternehmensgruppe gehört auch das Portal "ab-in-den-urlaub.de"). Da wir Söckchen noch nicht hatten, als wir Flüge und Hotel gebucht hatten und es schwierig war, so kurz vor Weihnachten einen Catsitter zu bekommen, habe ich den Aufenthalt auf eine Übernachtung verkürzt. Das Umbuchen des Zimmers war gar kein Problem. Wir buchen immer über booking.com und das geht alles sehr unkompliziert. Allerdings war es nicht möglich, die Flüge umzubuchen und ich kann nur jedem abraten, über fluege.de oder über ab-in-den-urlaub.de Reisen bzw. Flüge zu buchen. Zunächst ist das Unternehmen nur über eine 0900er-Nummer erreichbar und dann kassiert dieses Unternehmen Geld für eine Umbuchungsversicherung (flexi-fly), die unbrauchbar ist. Die Flüge waren nicht umbuchbar und ich musste sie stornieren. Selbstverständlich haben wir kein Geld zurückerhalten. Gut, Lehrgeld bezahlen und daraus lernen...

Freude auf Hamburg
Wir sind mit der Deutschen Bahn gefahren, 1. Klasse, das erste Mal gemeinsam. Die Fahrkarten waren erschwinglich und so sind wir ohne Stress und Verspätung in Hamburg angekommen.

Sehr schön fand ich das Bedienen am Platz in der ersten Klasse und die Möglichkeit, sich in der DB Lounge am Bahnhof aufzuhalten. Hier wird man ebenfalls am Platz bedient und bekommt Getränke und Snacks (u.a. kleine Suppen, Sandwiches uvm.) kostenfrei. Das hat die Wartezeit am Bahnhof (man ist ja immer etwas zu früh da) sehr angenehm gemacht.

Snack DB Lounge Köln


Gebucht hatten wir ein schönes Zimmer im Mercure Hotel Hamburg City. Das liegt etwas außerhalb, allerdings ist man dennoch in 20 Minuten zu Fuß in der Speicherstadt und am Hafen. Das Hotel hat einen sehr guten Service und ich lege Wert darauf, im Zimmer frühstücken zu können. Unser Zimmer hatte einen Schlaf- und einen Wohnbereich mit kleiner Sitzgruppe einem 2. Flat-TV und einer Tassimo. Ich finde es unglaublich angenehm, wenn ich die Möglichkeit habe, im Hotel jederzeit einen vernünftigen Kaffee trinken zu können.

Vor dem Feuerschiff


Im Hotel angekommen haben wir uns also erstmal einen Kaffee gegönnt und sind dann zu Fuß in Richtung Hafen spaziert, da wir auf dem Feuerschiff Essen gehen wollten. Ich hatte Frank hierfür einen Gutschein geschenkt. Das Feuerschiff diente früher als Seezeichen für die Schifffahrt vor Englands Küsten. Daher der rote Anstrich und die englische Telefonzelle vor dem Schiff.


Restaurant Feuerschiff
Das Feuerschiff ist heute ein Hotel mit Restaurant und Bar und das Essen ist gigantisch gut. Das Restaurant ist gemütlich, urig und hat nur wenig Plätze. Die Zimmer bzw. Kojen sind klein, erscheinen aber gemütlich. Wir haben schon beschlossen, uns beim nächsten Besuch in Hamburg dort ein Zimmer zu nehmen.






Der Saal füllt sich
Nach dem Essen haben wir uns im Hotel umgezogen und sind zum TUI Operettenhaus gefahren und haben das Musical genossen. Die Vorstellung war ausverkauft, die Stimmung großartig und das Ensemble unglaublich gut. Das Musical ist insofern ungewöhnlich, weil zwischen den Liedern viel gespielt wird. Das Musical ist natürlich auf Deutsch, was einige Texte etwas holprig erscheinen lässt. Aber das "vergisst" man sehr schnell, denn die Darsteller Drew Sarich (Rocky), Wietske van Tongeren (Adrian) und Terence Archie (Apollo Creed) sind herausragend. Eye of the Tiger wird auf Englisch gesungen und hat den Saal noch einmal mehr zum Kochen gebracht.




Schlussbild mit Ring
Ein Höhepunkt war in jedem Fall, dass für den Endkampf der Ring zum Teil in den Publikumsraum gefahren wird. Hierfür werden die Sitzplatzinhaber auf die Bühne geleitet, wo eine Boxtribüne reingefahren wurde und das Publikum dort Platz genommen hat. Das Publikum war also Teil der Aufführung. Leinwände haben Live-Bilder vom Kampf übertragen, ebenso die Box-Kommentatoren. Unglaublich. Ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr noch einmal reingehen werden. Phänomenal!

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Nach einem guten und gemütlichen Frühstück haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht. Auf Wiedersehen Hamburg!

Hafenansicht

Mittwoch, Dezember 26, 2012

Söckchen

Hier habe ich über unsere Katzenparade berichtet. Mit von der Partie war auch immer mal wieder ein stattlicher schwarzer Kater mit weißen Pfoten, Brust und Schnäuzchen. Wir haben ihn auf den Namen "Söckchen" getauft.

Söckchen kam immer mal wieder zu Besuch und war recht scheu. Da er sehr gut im Futter war, sind wir davon ausgegangen, dass er ein Zuhause hat. Nach und nach habe ich mich mit ihm angefreundet und langsam sein Vertrauen gewonnen.

Er kam jetzt immer öfter, manchmal mehrmals am Tag. Hier steht immer Trockenfutter für unsere diversen Besucherkatzen bereit und davon hat er sich immer genussvoll bedient. Ich weiß nicht warum, aber irgendwann habe ich ihn einfach ins Haus gelassen und mit der Zeit wurde er zutraulicher, verschmuster und kam abends pünktlich nach Hause.

Söckchen konnte kein Zuhause haben oder ihm gefiel es bei uns besser. Wir wissen es bis heute nicht. Um herauszufinden, ob unser Neuzuwachs einen Dosenöffner hat, haben wir ihm ein Halsband umgelegt, versehen mit unserem Namen und meiner Handynummer. Davon war er zunächst wenig begeistert. Er ist wieder auf die Pirsch gegangen und kam die ganze Nacht nicht nach Hause. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, denn ich bin eigentlich kein Freund von Katzenhalsbändern. Ich habe Söckchen schon erdrosselt in irgendwelchem Gestrüpp gesehen. Auch lag die Vermutung nahe, dass sein Besitzer ihn erstmal zu Hause behalten hat.

Am nächsten Tag kam Söckchen und ich war unglaublich erleichtert. Das Halsband hatte er noch an. Einen Anruf hatten wir nicht erhalten, somit war bzw. ist für uns klar, dass er keinen Besitzer hat. Wäre Söckchen mein Kater und er wäre mit einem Halsband nach Hause gekommen, hätte ich es ihm abgenommen und einen Kontakt hergestellt. Da das nicht passiert ist, gehen wir jetzt davon aus, dass Söckchen uns adoptiert hat. Selbstverständlich haben wir ihm das Halsband sofort abgenommen. Er gehört jetzt zu uns und genießt es sehr, ein Zuhause zu haben. Er ist unglaublich verschmust, verspielt und schläft sehr gerne bei uns im Bett. Er verteidigt sein neues Zuhause sehr vehement und versteht sich darüber hinaus ganz ordentlich mit Trixi. Beide nähern sich sehr langsam an, sind neugierig aufeinander - wenn auch Söckchen ab und an für Trixi´s Geschmack zu stürmisch ist. Wir sind sehr glücklich, dass die (eigentlich ungewollte) Zusammenführung so wunderbar funktioniert.

Die anderen Besucherkatzen kommen weiterhin zu uns. Der rote Kater heißt Pinkus und gehört der hiesigen Tierärztin. Moritz gehörte einem Nachbarn, der ihn nach seinem Auszug zurückgelassen hat und so kümmern sich eine Nachbarin und ich uns um den schwarzen Kater. Der genießt seine von uns umsorgte Freiheit und lebt ein schönes Katerleben. Er darf ins Haus, wenn er das möchte. Allerdings dauern diese Besuche nie lange, da es ihn doch in die Freiheit zieht. Unser Gartenhaus ist immer zugänglich und ausgestattet mit einem großen Teppichrest aus dem Baumarkt, einer Kiste mit kuschligen Fleecedecken, einem Katzenhaus (auch im o.g. Post zu sehen) und einem Gartenstuhl mit warmer Decke. So hat er es bei frostigen Temperaturen warm, wind- und regengeschützt und darüber hinaus auch noch geheizt. Vor dem Gartenhaus stehen zwei weitere Katzendomizile. Eins davon hat einen beheizbaren Boden und ist isoliert und mit Filz ausgekleidet. Darin liegt Moritz sehr gerne und beobachtet die Vögel und verdöst seine Zeit.

Es ist einfach so schön, sich um die wunderbaren Geschöpfe zu kümmern und dass auch Moritz seine Freiheit in seiner vertrauten Umgebung genießen kann.

Söckchen macht es sich gemütlich
Obstschale mal anders
Gartenhaus im Herbst
Eingeschneites Gartenhaus

Montag, Dezember 24, 2012

Frohe Weihnachten




Wieder ist ein Jahr vergangen und gerade in der Weihnachtszeit fragt man sich oft, wo die Zeit nur geblieben ist. Es ist doch schön, wenn man trotz der Hektik zum Jahresende einmal inne hält und auch gedanklich "Luft holt".

Ich wünsche euch eine schöne, besinnliche und erholsame Weihnachtszeit. Genießt die schönen Tage im Kreise eurer Familien und/oder Freunde und lasst es euch gut gehen. Rutscht gut ins neue Jahr, bleibt gesund und findet euer Glück.

Dienstag, Mai 01, 2012

1. Mai

Heute ist der 1. Mai, Tag der Arbeit, und ich feiere mein 25-jähriges Dienstjubiläum. Passt ja.

Aber schöner ist, dass ich einen Maibaum bekommen habe. :-)


Sonntag, April 08, 2012

Ostergrüße



Ostern ist für mich ein Fest, das nicht so gefeiert wird, wie z.B. Weihnachten. Es ist aus christlicher Sicht sicher das "wichtigere" Fest und mir sind christliche Werte wichtig. Dennoch habe ich es nicht so verinnerlicht wie das Weihnachtsfest.

Trotzdem möchte ich es nicht versäumen, euch ein schönes Osterfest zu wünschen. Genießt die schöne freie Zeit.

Montag, März 19, 2012

Katzenparade und Igel

Das Katzenhaus, bzw. die Futterstelle darunter, ist ein großer Erfolg, wie die Katzenparade zeigt. Ein fester Kreis wunderschöner und stattlicher Katzen findet sich tagsüber an der Futterstelle ein und lässt es sich gut gehen. Das freut mich sehr.

Morgens, wenn das frische Futter serviert wird, bin ich immer ziemlich erstaunt, dass der Napf ratzeputz leergefressen ist und ich habe immer überlegt, welche der Katzen wohl nachts das Buffet aufsucht.

Gestern Nacht, oder besser heute Morgen, ist Frank von der Leipziger Buchmesse zurückgekommen. Ich habe mir noch eine Dose Katzenfutter geschnappt, um den Napf für die Nacht aufzufüllen. Trixi wollte auch nochmal raus, vornehmlich, um aus dem Vogelbad zu saufen. Ich habe gesehen, dass Trixi den Futternapf fixiert hat und ich konnte meinen Augen kaum trauen: Ein Igel hat genüsslich vom Katzenfutter gefressen.

Trixi war das stachlige Etwas suspekt und nachdem sie ihr Brackwasser gesoffen hat, hat sie sich ins Haus verzogen. Der Igel hat sich nicht weiter stören lassen und siehe da, heute Morgen war der Napf wieder fast leergeputzt.

Ich freue mich sehr, dass unser Igelhotel, das wir im letzten Herbst gebaut haben, offensichtlich Anklang gefunden hat. Hier bin ich so richtig in meinem Element und kann in meinem kleinen Umfeld etwas für die Tiere hier tun.

Ein Foto vom Igel habe ich leider nicht, denn ich wollte ihn weder stören noch vertreiben. Es ist schön, dass er da ist.



1. Das Katzenhaus, 2. Igelhotel mit Moritz, 3. Moritz auf dem Rasen


1. Moritz und Tigerkater, 2. Tigerkater auf der Treppe



1. Silberkater mit orangefarbenen Augen, 2. Söckchen, 3. Roter Kater

Die Katzen sind mehr oder weniger zutraulich, die meisten von ihnen haben offensichtlich ein Zuhause, 3 von ihnen tragen sogar Halsbänder. Aber natürlich lassen sie sich bei ihren Streifzügen keine gute Mahlzeit entgehen.

Besonders angetan hat es mir Moritz, der mich sehr an meinen 2006 verstorbenen Felix erinnert. Er ist ein pfiffiges und süßes Katerchen und mittlerweile kommt er angelaufen, wenn er mich sieht. Er gehört wohl einem jungen Mann in der Nachbarschaft, so muss ich mir keine Sorgen um ihn machen. Der Silberkater ist ein wunderschönes Tier mit orangefarbenen Augen. Das habe ich noch nie gesehen. Er lässt sich ungern streicheln und knurrt gerne. Da er ein Halsband trägt, hat er ebenfalls ein Zuhause. Er hat eine Vorliebe für die Futterrosinen und frisst gerne in paar von ihnen. Es ist wunderschön, Moritz und ihn beim Spielen in unserem Garten zu beobachten.

Tigerchen, der braungetigerte Kater, ist auch ein zutrauliches Kerlchen, der eher unregelmäßig kommt und anfangs ein Flohhalsband trug. Auch hier ist klar, dass er jemandem gehört.

Der große rote Kater trägt ein rotes Halsband und gehört einer der Mitarbeiterinnen der Tierarztpraxis um die Ecke. Söckchen ist ein sehr hübsches Tier mit strahlend gelben Augen, weißen Pfoten und weißen Schnurrhaaren. Sie ist nicht direkt scheu und ich lasse sie in Ruhe. Da sie sehr gut genährt ist und gut gepflegt aussieht, hat sie sicher auch ihre Dosenöffner.

Dann haben wir noch Spooky (nicht auf den Fotos), die anfangs immer Max und Trixi durch die Fensterscheibe jagen wollte. Da sie über den Winter sehr dick geworden ist, wurde sie entweder gut gefüttert oder sie ist trächtig.

Außerdem kommen noch zwei stattliche Kater, die wohl zum Bauernhof gegenüber gehören. Sie sind schon etwas älter und haben die eine oder andere Kampfspur. Einer der Kater ist ganz schwarz, der andere eine sog. Kuhkatze. Sie sind scheu und so lasse ich auch ihnen ihre Ruhe. Sie kommen gerne fressen und ich freue mich, wenn sie sich bei mir sattfressen können.

Unser Garten ist bei den Katzen sehr beliebt, weil sie wohl fühlen, dass sie dort sicher sind. Außerdem haben wir sehr viele Vögel im Garten. Meine Nachbarin, eine ganz entzückende 85-jährige Dame, füttert die Wildvögel mit großer Hingabe. Außerdem hat sie auch ein Herz für Katzen. Sie kümmert sich ebenfalls um die Tiere hier und hat noch einen eigenen alten Kater.

Jetzt ist es schön, sich das muntere Vogelgezwitscher anzuhören. Es scheint ein sonniger Tag zu werden. Das ist gut.